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Bonitätsindex: Eintracht wirtschaftet vorbildlich

Geht es nach den Finanzexperten von Creditreform, dann rangieren nur noch Bayern München und Werder Bremen vor den Frankfurtern.

Vorbildlich: Früh übt sich, wer den Eintracht-Umsatz steigern will.
Vorbildlich: Früh übt sich, wer den Eintracht-Umsatz steigern will.
Foto: Oeser

Da sage noch einer, Eintracht Frankfurt sei nicht reif für einen Spitzenplatz. Geht es nach den Finanzexperten von Creditreform, dann rangieren nur noch Bayern München und Werder Bremen vor dem hessischen Bundesligisten. Im so genannten Bonitätsindex erhält die Eintracht die Note 1,79 - der dritte Platz in der Liga. Für Finanzchef Thomas Pröckl ist das kaum überraschend, "wir sind seit 2004 schuldenfrei und ein vertrauenswürdiges Unternehmen."

Mittlerweile auch ein sehr rentables. Die Rahmendaten der Vergangenheit und Gegenwart, die der Klub gestern öffentlich machte, geben ein beeindruckendes Zeugnis der wirtschaftlichen Weiterentwicklung ab. Betrug der Umsatz im Abstiegsjahr 2003/2004 nur 24,7 Millionen Euro, lagen die Kenndaten der vergangenen Spielzeiten bei 52,6 (2005/2006), 68,9 (2006/ 2007) und 69,0 Millionen (2007/ 2008).

In der neuen Saison dürfte der Etat bei gutem Verlauf auf 70 Millionen Euro wachsen, statt 23,1 fließen aber auch 26 Millionen Euro auf die Konten des kickenden Personals. Dazu werden 52 Vollzeit- und 49 Teilzeitkräfte entlohnt, "die mit ihrer Arbeitsbelastung am Limit sind" (Pröckl). Luft ist noch, sollten die Fernsehgelder durch ein Platzen des Kirch-Vertrages reduziert werden. "Uns würde das nicht so stark treffen."

In der vergangenen Saison erhielt die Eintracht 18 TV-Millionen überwiesen und liegt auf Platz elf der Fernsehgeld-Tabelle. "Um dort aufzusteigen, müssten wir im Schnitt immer einen Platz besser als Borussia Dortmund sein", erklärte Pröckl. Entwicklungspotenzial besteht beim Merchandising und Online-Service. So soll es in der Rückrunde möglich sein, sich die im Internet bestellten Tickets selbst auszudrucken. Pro Zuschauer erlöst die Eintracht 17,3 Euro.

Im Jahr 2007 hat die Fußball AG einen Gewinn von 6,2 Millionen gemacht und eine Gewinnrücklage von fünf Millionen Euro gebildet. Das Eigenkapital beläuft sich auf 17,8 Millionen Euro, an liquiden Mitteln stehen stets mindestens acht Millionen Euro zur Verfügung. Pröckl: "Wenn wir im DFB-Pokal weit kommen, könnten wir nächsten Winter weitere Spielerkäufe tätigen."

Autor:  FRANK HELLMANN
Datum:  5 | 8 | 2008
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Mannschaft Tore Punkte
1 Greuther Fürth 73:27 70
2 Eintracht Frankfurt 76:33 68
3 Fortuna Düsseldorf 64:35 62
4 FC St. Pauli 59:34 62
5 SC Paderborn 51:42 61
6 1860 München 62:46 57
7 Union Berlin 55:58 48
8 Braunschweig 37:35 45
9 Dynamo Dresden 50:52 45
10 MSV Duisburg 42:47 39
11 VfL Bochum 41:55 37
12 FC Ingolstadt 43:58 37
13 FSV Frankfurt 43:59 35
14 Energie Cottbus 30:49 35
15 Erzgebirge Aue 31:55 35
16 Karlsruher SC 34:60 33
17 Alemannia Aachen 30:47 31
18 Hansa Rostock 34:63 27
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