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Eintracht Frankfurt
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06. Februar 2016

Bundesliga: Rückschlag für die Eintracht

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Alexander Meier (r) und der Stuttgarter Daniel Schwaab im Duell um den Ball.  Foto: dpa

Der Frankfurter Bundesligist kommt in einem unterhaltsamen Spiel gegen den VfB Stuttgart mit 2:4 unter die Räder, enttäuscht aber nicht wirklich. Trainer Veh muss aber wieder mal die Mannschaft umbauen.

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Frankfurt –  

Hinterher war der Mann in Himmelblau das große Gesprächsthema in Frankfurt. Der Unparteiische Peter Sippel, da waren sich Freund und Feind einig, hatte diese unterhaltsame und kurzweilige Bundesligapartie zwischen der Eintracht und dem VfB Stuttgart entscheidend beeinflusst. Zum Nachteil der Gastgeber aus Frankfurt. „Ich mache ihm keinen Vorwurf, er ist ein Mensch, er macht auch Fehler, genau wie wir Trainer oder die Spieler“, hob Eintracht-Trainer Armin Veh an. „Aber da waren ein paar Sachen, die er sehen muss. Das war zu viel gegen uns. Das waren keine Kleinigkeiten.“ Freilich nicht mehr rückgängig zu machen. Auch im Nachgang werden die Hessen diese 2:4 (0:2)-Schlappe gegen die Schwaben nicht mehr in einen Sieg umkehren können. Die Stuttgarter waren insgesamt die bessere Mannschaft. 

Veh meinte in erster Linie zwei Situationen, die der Schiedsrichter falsch bewertet hatte. Als Eintracht-Kapitän Alex Meier einen Kopfball am Tor vorbei setzte, von Kevin Großkreutz dabei aber leicht im Rücken geschubst (26.) wurde, blieb die Pfeife stumm. Und das andere Mal, noch sehr viel gravierender, ging es um die gute Parade von Christian Gentner mit der rechten Hand im Strafraum. Gentner ist aber nicht der Torwart des VfB Stuttgart, sondern Mittelfeldspieler. Ergo wäre der Strafstoßpfiff zwingend gewesen. „Das muss er einfach sehen“, sagte Alex Meier. „Das war zu deutlich.“ In der Tat war es ein glasklarer Strafstoß.

Und wer weiß, wie diese Partie vor nur 42.000 Zuschauern im Stadtwald dann ausgegangen wäre. So aber musste Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner konstatieren: „Die entscheidenden Momente waren gegen uns.“ Marco Russ, zu Beginn überraschenderweise doch im defensiven Mittelfeld aufgeboten (für ihn verteidigte Kaan Ayhan erstmals, musste aber zur Halbzeit schon wieder raus), analysierte: „Es gab strittige Szenen, die sind nachteilig für uns bewertet worden. Aber so ist das halt, nächste Woche geht es weiter.“ Ganz wohltuend: Der Ärger der Frankfurter über die Fehlentscheidungen war zwar vorhanden und auch verständlich, doch sie führten keine Anklage. Sie erwähnten die kniffligen Situationen, die für einen Spielverlauf natürlich wirklich relevant sind, ohne sie aber zu hoch zu hängen.

Dass die Eintracht nach zuletzt drei Spielen ohne Niederlage erstmals wieder den Kürzeren zog, lag auch an dem Gast aus Stuttgart. Der VfB spielte, wenn er konterte, wie von der Kette gelassen, „brandschnell“, wie Alex Meier sagte. In einem ungeheuren Tempo überbrückten die Schwaben das Mittelfeld, Daniel Didavi, Filip Kostic, Timo Werner oder auch Lukas Rupp spielten nicht nur flink, sondern auch technisch höchst anspruchsvoll. Nicht auszudenken, wo die Stuttgarter stehen könnten, wenn sie schon in der Hinrunde einen richtigen Trainer und nicht Alexander Zorniger gehabt hätten. Nachfolger Jürgen Kramny führte den VfB jetzt zu vier Siegen hintereinander, und was ganz offenkundig ist: Bei diesem Potenzial ist es nicht mal ein Hexenwerk, die Mannschaft über ein taktisches Konzept und eine kluge Ausrichtung aus dem Schlamassel zu geleiten. Für Zorniger ist der neue VfB eine schallende Ohrfeige.

Es war nicht so, dass die Eintracht enttäuscht hätte, natürlich wurde etwas zu oft klein-klein gespielt, zu oft der Ball quer geschoben, es war insgesamt zu wenig durchschlagskräftig und kleinteilig.

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So fiel auch das 1:0: Rupp schickte Gentner, der einschoss (27.). Und als die Teams fast schon in der Kabine waren, schlug Daniel Didavi quasi mit dem Pausenpfiff nach einer Ecke zu. „Das war tödlich“, urteilte Veh. Doch seine Mannschaft biss sich ins Spiel zurück, Alexander Meier schaffte den Anschlusstreffer (52.) nach einer Flanke des Neuzugangs Yanni Regäsel, der erwartungsgemäß von Beginn an spielte und seine Sache als Rechtsverteidiger sehr ordentlich machte. „Super Spiel von ihm“, lobte Alex Meier. Auch Änis Ben Hatira, der andere ganz Neue, durfte eine Halbzeit spielen, er kam für Ayhan, außer ein paar Ansätzen war er jedoch nicht sonderlich spielbestimmend. 

Und die Eintracht blieb dran, nur drei Minuten später hätte abermals Meier den Ausgleich machen können. Doch Gentner klärte kurz vor der Linie. „Alex hätte einen Dreierpack machen können“, sagte Veh. Es sollte aber nicht sein, auch einen Kopfball aus zwei Metern Entfernung brachte der Kapitän nicht im Tor unter, die Kugel flog nach seinem Aufsetzer an die Latte (69.). Da stand es allerdings schon 1:3, Georg Niedermeier hatte die Gäste wieder mit zwei Toren in Front geköpft.  Zu diesem Zeitpunkt war der VfB nur noch zu Zehnt, Didavi musste nach einem Foul gegen Carlos Zambrano mit Gelb-Rot vom Platz. Der starke Spielmacher hatte Glück, nach einem taktischen Foul hätte er sich auch nicht beschweren können, wenn er schon in der ersten Hälfte des Feldes verwiesen worden wäre.

Die Eintracht konnte aus der numerischen Überlegenheit aber kein Kapital schlagen, sie war auch nicht besonders lange mit einem Mann mehr auf dem Feld. Zambrano hatte Artem Kravets im Strafraum gerempelt, sah Gelb-Rot und fehlt nun nächste Woche in Köln. Den fälligen Elfmeter verwandelte Kostic sicher (75.), das 2:4 durch den ansonsten blassen Szabolcs Huszti (89.) war nur Ergebniskosmetik.

„Wir sind enttäuscht“, sagte Alex Meier abschließend, „wir hätten uns absetzen können, jetzt bleibt es eng.“ Aber auch Meier fand, „dass wir nicht schlecht gespielt haben“. Punkte gab es dafür dieses Mal nicht.

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