Eine der beliebtesten Trainerphrasen lautet: "Wir schauen nur auf uns." Eintracht-Coach Michael Skibbe versucht vor dem Bundesliga-Gastspiel am Samstag beim FC Bayern München aber erst gar nicht, so zu tun, als ließen ihn der Gegner und dessen aktuelle Probleme kalt. Er weiß natürlich, dass beim Rekordmeister nach der Niederlage in Bordeaux ordentlich Druck auf dem Kessel ist. "Sie haben sich noch nicht so gefunden", sagt Skibbe angesichts der bestenfalls durchwachsenen Saisonbilanz des Gegners. Zudem hat er vor dem Spiele-Doppelpack gegen die Münchner, die am Mittwoch im DFB-Pokal in Frankfurt gastieren, ungewohnte Schwächen des hohen Favoriten beobachtet: "Sie sind anfällig bei Standards des Gegners, das ist neu."
Eines schließt der 44-jährige Eintracht-Trainer aber kraft seiner Erfahrung kategorisch aus: Dass der desolate Auftritt des Teams von Louis van Gaal in der Champions League Rückschlüsse auf die Begegnung am Samsag zulässt. Das zu glauben, sagt Skibbe, sei der falsche Ansatz: "Mir ist völlig egal, wie sie gespielt haben. Das kann keinen Aufschluss darüber geben, wie das Spiel am Samstag laufen wird."
Manchem Eintracht-Profi wäre aber schon lieber gewesen, die Bayern hätten im französischen Südwesten überzeugt. "Es wäre besser gewesen, die hätten da 3:0 gewonnen. So werden sie nicht noch mal auftreten", warnt Mittelfeldspieler Pirmin Schwegler, der nach Ablauf seiner Sperre ebenso wie Selim Teber gute Chancen auf eine Rückkehr in die Startelf hat. Und auch Patrick Ochs ahnt: "Die Bayern werden brennen. Sie wollen Wiedergutmachung im eigenen Stadion. Da müssen wir natürlich aufpassen." Da mag der Rechtsverteidiger an die Begegnung im vorigen April gedacht haben. Damals war der FC Bayern in der Champions League gerade in Barcelona vorgeführt worden und ließ seine Wut über das 0:4 im Camp Nou an der Eintracht aus. Bilanz: ein 4:0.
Damit sich das nicht in ähnlicher Form wiederholt, braucht es Skibbe zufolge auch den Mut, in der ausverkauften Arena in Fröttmaning nach vorne zu spielen. "Dass wir Außenseiter sind, darf uns nicht daran hindern, ein gutes Spiel zu machen und etwas mitzunehmen", sagt der Frankfurter Coach. Und dafür müsse man mutig auftreten: "Man kann solche Mannschaften nur beeindrucken, indem man zeigt, dass man auch gut Fußball spielen kann."
Einer, auf dessen Qualität als Ballverteiler er diesbezüglich in München baut, ist Nikos Liberopoulos. Zwar fehlte der Grieche gestern im Training, nachdem er unsanft Bekanntschaft mit einem Kunststoff-Dummy gemacht hatte. Doch trotz der daraus resultierenden Wunde am Schienbein, die mit mehreren Stichen genäht wurde, ist der Einsatz des Routiniers am Samstag nicht gefährdet.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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