Ein paar Minuten vor dem Halbzeitpfiff kam endlich die Aufforderung von Torwarttrainer Andreas Menger. "Mach dich fertig, Christoph." Auf diesen Augenblick hat Christoph Preuß von Eintracht Frankfurt lange gewartet, sein letztes Spiel hat er vor ziemlich genau zwei Jahren bestritten; am 10. November 2007 beim 1:1 bei Borussia Dortmund - vor 75.000 Zuschauern.
Am Samstag schauten beim Comeback des auch schon 28-Jährigen vielleicht 1000, vielleicht 1200 Zuschauer zu. Gespielt wurde auf dem Platz des Kreisligisten FV Eschersheim, der seinen 100. Geburtstag feierte, und als Christoph Preuß ins Spiel eingriff, stand es bereits 8:1. Christoph Preuß sagte: "Ein schönes Gefühl." Am Ende hatte der Bundesligist nach Toren von Ümit Korkmaz (3), Markus Steinhöfer (3), Caio (2), Nikos Liberopoulos (2), Marcel Titsch-Rivero (2), Benjamin Köhler, Marcel Heller und Maik Franz, bei einem Gegentor zum 1:7 von Andreas Waske, standesgemäß 15:1 gewonnen.
Christoph Preuß, der halbrechts im Mittelfeld spielte, hatte nicht getroffen, aber auch so war er glücklich, "halbwegs unter Wettkampfbedingungen die Fußballschuhe wieder schnüren zu dürfen".
Zwei Knorpelschäden schienen seine Karriere zu beenden, doch der defensive Mittelfeldspieler kämpfte sich aufopferungsvoll zurück. Seit drei Wochen steht er wieder im Mannschaftstraining, noch ein wenig eingeschränkt, aber mit vollem Eifer. "Ich fühle mich gut", sagt Preuß, dessen vielfach operiertes Knie den Strapazen bislang noch kein Tribut hat zollen müssen. Auch im Training gehe er ohne Angst in die Zweikämpfe. "Da ist keine Blockade mehr. Und ich konzentriere mich auch nicht mehr auf das Knie."
Anfangs hat Preuß immer sehr genau in seinen Körper hineingehorcht, hat auf eine Reaktion seines lädierten Knies gewartet, aber diese Reaktion ist ausgeblieben. Deshalb plant der Blondschopf ganz vorsichtig auch seine Zukunft. Spätestens in der Vorbereitung auf die Rückrunde will Preuß wieder ein vollwertiges Mitglied von Eintracht Frankfurt sein. "Und wenn der Trainer mich schon vorher in den Kader beruft, sage ich natürlich auch nicht nein." Doch auch Preuß weiß, dass Rückschläge nicht ausbleiben müssen. Kollege Ioannis Amanatidis ist ein Beispiel, der seinen Knorpelschaden schon überwunden zu haben glaubte, in der Bundesliga spielte und jetzt erneut unters Messer musste.
Woronin im Visier
Trainer Michael Skibbe und Co-Trainer Eddy Boekamp waren nicht beim Freundschaftsspiel, sie weilten im Ausland und beobachteten Spieler. Derweil halten sich in Liverpooler Medien Gerüchte, wonach die Eintracht ein Auge auf Andrej Woronin geworfen hat. Der Stürmer steht beim FC Liverpool noch bis 2011 unter Vertrag. Eigentlich ist ein Angreifer dieses Kalibers finanziell für die Hessen nicht zu stemmen - im Raum steht eine Ablösesumme von mehr als vier Millionen Euro. Insofern böte sich, ähnlich wie es Hertha BSC Berlin im letzten Jahr getan hatte, ein Ausleihgeschäft an.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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