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21. Januar 2016

DFB-Sanktionen: Die Eintracht zahlt für ihre Anhänger

 Von 
Darmstädter Flaggen brennen im Eintracht-Block.  Foto: imago

Wegen den Ausschreitungen beim Hinspiel gegen Darmstadt 98 darf die Eintracht zum zweiten Hessen-Derby keine eigenen Anhänger mitbringen. Das ist nicht die einzige Strafe.

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Die unschönen Vorkommnisse rund um das Heimspiel der Eintracht gegen den Lokalrivalen SV Darmstadt 98 sind für den Frankfurter Bundesligisten natürlich nicht folgenlos geblieben. Am Mittwochnachmittag hat das DFB-Sportgericht den Klub wegen unsportlichen Verhaltens verurteilt. Zum einen wurde die Eintracht mit einer Geldstrafe in Höhe von 75 000 Euro belegt, wobei hiervon 25 000 für gewaltpräventive Maßnahmen eingesetzt werden können.

Zum anderen wird das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am 6. Februar unter einem Teilausschluss der Zuschauer stattfinden, hiervon betroffen ist der Stehplatzblock 40 direkt hinter dem Tor. Betroffen sind etwa 2000 Fans.

Zudem wurde die Austragung eines weiteren Heimspiels unter teilweisem Ausschluss der Besucher in gleichem Umfang zur Bewährung ausgesetzt. Und: Beim Auswärtsspiel in Darmstadt Ende April sind die Eintracht-Fans ausgesperrt. Der Frankfurter Klub muss den Lilien den damit verbundene Einnahmeausfall ersetzen. Des Weiteren sind bis zum Ende der laufenden Saison alle Choreographien und die Verwendung von sogenannten Blockfahnen bei Heim- und Auswärtsspielen verboten.

Härtere Sanktionen verhindert

Eintracht-Vorstand Axel Hellmann kommentierte das Urteil: „Das ist eine Strafe, mit der wir bei unserer Vorgeschichte rechnen mussten.“ Und auch dass den Eintracht-Anhängern der Einlass zum Rückspiel am Böllenfalltor verwehrt wird, kommt nicht überraschend: „Mit Blick auf die Tatsache, dass in unserem Block Darmstädter Fahnen und Fanutensilien entflammt wurden, war von einem solchen Urteil auszugehen.“ Klubchef Heribert Bruchhagen sagte: „Das haben wir uns selbst zuzuschreiben.“

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Die Verantwortlichen sind alles andere als amüsiert über das Verhalten ihrer Fans. Dabei konnte der Klub, wie man hört, noch Schlimmeres verhindern. In einigen Gesprächen sind dem DFB viele Hintergründe erläutert und dargelegt worden, sonst hätte das Urteil deutlich drastischer ausfallen können. Eine Sperre des kompletten Stehplatzbereichs für drei Heimspiele stand sogar im Raum.

Während des Derbys hatten die Eintracht-Fans Darmstädter Fahnen mit Pyromaterialien angezündet, nach dem Abpfiff verschafften sich einige Anhänger Zutritt zum Innenraum und waren vereinzelt auf das Feld gelaufen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot aufs Feld gerückt. Die Eintracht-Profis hatten die Fans im Dialog beschwichtigen können. Und auch Führer der Ultraszene sollen mäßigend eingegriffen haben. Auch das habe das Strafmaß des DFB, wie zu hören ist, abgemildert.

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