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Eintracht Frankfurt
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18. Februar 2016

Eintracht - HSV: Letzte Chance Hexenkessel

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Ganz geheim: Eintracht-Profis unterwegs auf ihrem durch Planen geschützten Trainingsplatz.  Foto: Stefan Krieger

Eintracht Frankfurt übt den Schulterschluss mit den Fans und hofft auf viel Geduld der Spieler und des Publikums gegen den HSV.

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Wer einen Blick auf die Heimbilanz der Frankfurter Eintracht wirft, der wird kaum in Ehrfurcht erstarren. Von zehn Spielen im Stadtwald haben die Hessen deren drei für sich entschieden, viermal zogen sie den Kürzeren. Das ist, nun ja, ausbaufähig. Zumindest stehen fünf Bundesligateams in diesem Ranking noch hinter der Eintracht. Und doch ist die Heimbilanz alles andere als zufriedenstellend, zumal die Frankfurter gerade in der Rückrunde der abgelaufenen Saison eine wahre Macht vor heimischem Publikum waren. Wenn sie am Ende dieser schon jetzt verkorksten Saison über dem Strich stehen wollen, da sind sich alle einig, müssen sie aber gerade die Partien in ihrem Wohnzimmer gewinnen.

Gelegenheiten dazu gibt es genügend. Allein in den kommenden vier Begegnungen darf die Eintracht dreimal zu Hause antreten: Gegen den HSV am Freitag (20.30 Uhr), gegen Schalke 04 am Sonntag in einer Woche und schließlich am Samstag, 5. März, gegen den FC Ingolstadt. Dazwischen liegt das Auswärtsspiel in der Hauptstadt bei Hertha BSC am 2. März. Da können Weichen gestellt werden – in die eine, aber auch in die andere Richtung.

Schlechte Stimmung

Den Verantwortlichen ist sehr daran gelegen, gerade die Begegnungen im Stadtwald nicht zu einem Nervenspiel werden zu lassen, in dem die sowieso schon verunsicherte Mannschaft womöglich gar gegen die eigenen Fans anspielen muss. Deshalb hat Sportdirektor Bruno Hübner am Mittwoch an die Langmut der Zuschauer appelliert. „Wir brauchen den Hexenkessel“, sagt der 55-Jährige und hofft auf den Schulterschluss zwischen der Mannschaft und den Besuchern. „Wenn man mental nicht gut drauf ist und wird dann noch verängstigt“, ja, das mache die Aufgabe sicherlich nicht einfacher. „Nach dem Spiel können die Fans gerne ihren Unmut äußern.“ Wenn es denn dazu Anlass gibt.

Der Wunsch des Managers lässt tief blicken, der Sportlichen Leitung geht es darum, die schlechte Stimmung rund um den Klub nicht ausufern zu lassen. Pfiffe und Unmutsbekundungen könnten sich negativ auswirken, und wenn das Team schon an der Stätte, die eigentlich eine Bastion sein soll, noch größeren Druck spürt, wäre das kontraproduktiv. In diese missliche Situation hat sich das Team allerdings selbst manövriert.

Bruno Hübner ist dann auch gefragt worden, ob dieses Duell gegen den Hamburger SV so etwas wie ein Schlüsselspiel, ein Schicksalsspiel sei. „Nein“, antwortete er. „Das ist mir eine Nummer zu groß.“ Schließlich habe man noch andere Chancen, die nötigen Punkte zu holen. Fürwahr haben die Frankfurter auch nach der Partie gegen den HSV noch mehrere Möglichkeiten, die Kurve zu bekommen. Zu Hause trifft die Eintracht noch auf einige direkte Konkurrenten im Ringen um die Ligazugehörigkeit: Nach den Hanseaten sind das noch Ingolstadt, Hannover 96 und die TSG Hoffenheim. Auch gegen Schalke 04 und Mainz 05 muss man auf vertrautem Terrain gewiss nicht von vorneherein in die Knie gehen. Klar ist jedoch ebenso: Irgendwann müssen die Hessen dreifach punkten, sie müssen auch mal liefern, ansonsten wird die Lage immer dramatischer und die guten Hoffnungen zu Lippenbekenntnissen.

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