Es kommt nur sehr selten vor, dass der Vorstandsvorsitzende von Eintracht Frankfurt zur turnusmäßigen Pressekonferenz des Fußball-Bundesligisten erscheint. Das Mitteilungsbedürfnis von Heribert Bruchhagen hielt sich dann aber vor dem Rückrundenstart am Samstag bei Hertha BSC Berlin in sehr engen Grenzen. Hartnäckige Spekulationen, der Aufsichtsrat würde sich eher als am 6. Februar treffen, um den vom Vorstand abgenickten Vertragsentwurf mit Trainer Friedhelm Funkel durchzuwinken, konnte Bruchhagen nicht bestätigen.
Tatsächlich bleibt es dabei, dass sich Aufsichtsratschef Herbert Becker und seine acht Kollegen heute in einer Woche in einem kleinen Hotel im Spessart zur Klausur treffen und noch am selben Abend oder am nächsten Tag darüber befinden, ob der von Bruchhagen und Finanzchef Dr. Thomas Pröckl paraphierte Kontrakt mit dem Chefcoach so für unterschriftsfähig befunden wird.
Aufsichtsratschef Herbert Becker sagte auf FR-Anfrage: "Warum sollten wir die Sitzung, die wir bereits Anfang Dezember terminiert haben, vorziehen? Ich verstehe die ganze Hektik nicht." Es handele sich nämlich keinesfalls um eine "Brand- oder Katastrophensitzung", so der Funkel-kritische Becker.
Bruchhagen sagte selbstkritisch: "Vielleicht war es ein Fehler, dass wir in der Vergangenheit immer so getan haben, als reiche ein dreiminütiges Gespräch mit unserem Trainer, um den Vertrag zu verlängern. Ganz so einfach ist es in diesem Geschäft nämlich nicht. Wir haben uns mit derlei Verlautbarungen aus der Vergangenheit nun selbst unnötig unter Druck gesetzt."
Fußball gespielt wird natürlich auch, und zwar in Berlin mit einiger Sicherheit unter Mitwirkung des neuen linken Verteidigers Nikola Petkovic, dem Funkel gute Trainingsarbeit attestiert. Wie auch dem zweiten Neuen. Stürmer Leonard Kweuke, der gestern bei Minustemperaturen wieder in kurzer Hose und kurzen Socken trainierte, stelle bereits eine "wirkliche Alternative" dar, "da hätte ich überhaupt keine Bedenken".
Weniger geworden sind auch die Bedenken, dass der Brasilianer Chris nach seiner langen Verletzungspause einen veritablen Abwehrchef abgeben wird. "Er muss nur ganz einfachen Fußball spielen", fordert Funkel, "wir brauchen einen gesunden, selbstbewussten und fitten Chris und wünschen uns, dass er in diesem Jahr endlich einmal viele, viele Spiele für Eintracht Frankfurt machen kann."
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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