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Eintracht-Etat: Viele Unbekannte

Eintracht Frankfurt stellt seine Finanzplanung dem Aufsichtsrat vor. Dabei gilt es die Entwicklung beim defizitären TV-Sender Sky zu berücksichtigen. Und bei Altintop wird auf Zeit gespielt. Von Ingo Durstewitz

Bruchhagen muss die Rahmendaten des Etats für die kommende Bundesligaspielzeit vorstellen.
Bruchhagen muss die Rahmendaten des Etats für die kommende Bundesligaspielzeit vorstellen.
Foto: ddp

Gegen Ende dieser Woche tritt Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen vor den Aufsichtsrat. Der Vorstandsvorsitzende wird die Rahmendaten des Etats für die kommende Bundesligaspielzeit vorstellen, der am 15. März der Deutschen Fußball Liga (DFL) zugestellt werden muss. Das Eintracht-Kontrollgremium muss die Finanzplanung abnicken. Mit welchem Budget die Eintracht kalkulieren wird, wollte Bruchhagen noch nicht verraten. Es gibt einige Unbekannte.

Der Abonnement-Sender Sky etwa, der ein Defizit von 584 Millionen Euro aufweist. "Das ist schon eine Hausnummer", sagt Bruchhagen. Zudem ist nicht klar, wie sich der Logen- und Businnes-Seats-Verkauf gestalten wird. "Das kann ich nicht richtig einschätzen", sagt Bruchhagen. Zumal die Eintracht die Preise angehoben hat. Viele Unwägbarkeiten also, die entscheidende Frage wird sein, ob der Personaletat in Höhe von 25 Millionen Euro angehoben werden kann. Denn nur dann wird sich der Eintracht auch die Möglichkeit eröffnen, noch ein paar Schritte voranzukommen - und Spieler wie den türkischen Internationalen Halil Altintop zu halten. Trainer Michael Skibbe macht da Druck, verständlicherweise, er muss als Trainer darum bemüht sein, seine besten Spieler zu halten. Auch diverse Medien erhöhen die Schlagzahl in Sachen Altintop. "Aber ich bin für die Vereinspolitik verantwortlich, ich lasse mich nicht treiben."

Bei Altintop sei es ja auch so, dass man einfach noch mal abwarten und den Spieler beobachten möchte. "Es muss sich ja erst eine sportliche Meinung herausbilden", sagt Bruchhagen. Man dürfe sich nicht von der Tagesaktualität leiten lassen. Bruchhagen geht die Sache so an: "Erst stuft man die Wertigkeit des Spielers ein, dann bringt man ihn im Etat unter, dann steigt man in die Verhandlungen ein." Und in der Hinterhand müsse man einen Plan B haben, falls die Vorstellungen des Vereins mit denen des Spielers nicht kompatibel seien.

Bruchhagen verteidigt seine Politik der ruhigen Hand und verweist gerne auf das schnelllebige Geschäft. Vor einiger Zeit habe Alexander Meier in einer Zeitung einen "Flop-Faktor von 85 Prozent gehabt, heute ist er unverzichtbar". In der Saison 2006/07 sei die Vertragsverlängerung von Oka Nikolov als "einsame Entscheidung des Vorstands abgetan worden. Da hat sich jeder gefragt, was soll das? Heute ist er ein unverzichtbarer Spieler."

Spychers Wert ist gestiegen

Das gilt auch für Kapitän Christoph Spycher, dessen Arbeitspapier am Saisonende ausläuft. Spycher gilt als Kopf der Mannschaft, als Integrationsfigur und Persönlichkeit - auf dem Platz, aber auch außerhalb. Der Schweizer Nationalspieler, bald 32 Jahre alt, möchte noch vor der Weltmeisterschaft Klarheit über seine berufliche Zukunft. Erste Gespräche sind geführt, demnächst stehen Verhandlungen mit Spychers Berater Marcel Schmid an.

Spychers Stellenwert in Frankfurt ist gestiegen, vor einiger Zeit war er einigen Herren im Aufsichtsrat noch ein Dorn im Auge. Es darf nun davon ausgegangen werden, dass der Charakterkopf gehalten wird. Auch die Zukunft von Nikos Liberopoulos ist ungeklärt, darüber soll erst abschließend im April entschieden werden. "Das ist sogar schriftlich so fixiert", sagt Bruchhagen. Trainer Skibbe hatte indes Liberopoulos´ Berater Paul Koutsoliakos vor einiger Zeit signalisiert, den Griechen halten zu wollen. Ausgang offen.

Beim US-Amerikaner Ricardo Clark, der bisher keine einzige Minute gespielt hatte, sieht Bruchhagen keine Eile und keine Not: "Wir haben keine wirtschaftlichen Risiken, wir haben alle Trümpfe in der Hand." Will sagen: Wenn Clark es nicht schafft, muss er eben im Sommer wieder gehen.

Autor:  Ingo Durstewitz
Datum:  2 | 3 | 2010
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Mannschaft Tore Punkte
1 Greuther Fürth 73:27 70
2 Eintracht Frankfurt 76:33 68
3 Fortuna Düsseldorf 64:35 62
4 FC St. Pauli 59:34 62
5 SC Paderborn 51:42 61
6 1860 München 62:46 57
7 Union Berlin 55:58 48
8 Braunschweig 37:35 45
9 Dynamo Dresden 50:52 45
10 MSV Duisburg 42:47 39
11 VfL Bochum 41:55 37
12 FC Ingolstadt 43:58 37
13 FSV Frankfurt 43:59 35
14 Energie Cottbus 30:49 35
15 Erzgebirge Aue 31:55 35
16 Karlsruher SC 34:60 33
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