Eintracht Frankfurt
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30. November 2012

Eintracht Frankfurt - Fortuna Düsseldorf: Eintracht kassiert 4:0-Niederlage

 Von Thomas Kilchenstein und Ingo Durstewitz
Drei Frankfurter staunen über das dritte Fortuna-Tor: Stefano Celozzi, Vadim Demidov und Kevin Trapp.  Foto: rtr

Eintracht Frankfurt hat den nächsten Rückschlag in der Fußball-Bundesliga kassiert. Nach starkem Saisonstart verloren die Hessen am Freitag bei Mitaufsteiger Fortuna Düsseldorf deutlich mit 0:4 (0:2) und haben nur einen Sieg aus den vergangenen sieben Partien erreicht.

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Eintracht Frankfurt hat den nächsten Rückschlag in der Fußball-Bundesliga kassiert. Nach starkem Saisonstart verloren die Hessen am Freitag bei Mitaufsteiger Fortuna Düsseldorf deutlich mit 0:4 (0:2) und haben nur einen Sieg aus den vergangenen sieben Partien erreicht.

Geht den Frankfurter Überfliegern zum Ende der Hinrunde die Puste aus? Fast sieht es so aus. Bei Fortuna Düsseldorf, dem anderen Aufsteiger, kassierten sie am Freitagabend jedenfalls eine deftige 0:4 (0:2)-Klatsche. Diese Niederlage war absolut überflüssig, weil sich die Hessen im Grunde selbst geschlagen hatten: Nach einer guten halben Stunde wurde Stürmer Karim Matmour mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen.

Dieser Platzverweis war der Genickschlag. Die Fortunen, keinesfalls überragend, nutzten die Gunst der Stunde zu zwei schnellen Toren. Damit blieb die Eintracht im dritten Spiel hintereinander ohne Sieg, zwei Niederlagen am Stück hatte es in dieser bislang so erfolgreichen Saison noch nicht gegeben. Die Eintracht droht nun in der Tabelle durchgereicht zu werden. „Uns war klar, dass auch schwierige Phasen kommen würden“, sagte Alex Meier, „deswegen machen wir uns jetzt auch nicht verrückt.“

Klar: Die Frankfurter hatten in Düsseldorf gleich drei Ausfälle zu verkraften gehabt, Pirmin Schwegler, Carlos Zambrano und Bamba Anderson, die ließen sich nicht kompensieren. Aber es war auch offensichtlich, dass die spielerische Leichtigkeit der ersten Wochen längst verflogen sind. Jetzt sah es nach harter Arbeit aus. Viele der Überflieger aus der erfolgreichen Anfangszeit scheinen zudem wieder auf dem Boden der Realität angekommen zu sein, Takashi Inui, Bastian Oczipka oder Stefan Aigner etwa sind weit von der Form aus dem Spätsommer entfernt. Trainer Armin Veh, der bislang so hervorragend den Erfolg moderiert hat, ist jetzt gefordert. Er wird die Mannschaft wieder aufrichten müssen.

So eine erste Halbzeit hat man lange nicht gesehen: In den ersten zwölf Minuten und zwölf Sekunden fühlte man sich eher an ein Opernkonzert unter freiem Himmel erinnert. Auch dieses Mal verliehen die Fans ihrem Protest über das geplante DFL-Sicherheitspapier einen stummen Protest. Es war nahezu absurd still im riesigen Stadion, selbst hoch oben unter den Tribünendächern waren die Rufe der Spieler unten noch gut zu hören.

Sonntagsschuss am Freitag

Und dann gab es noch die letzten zwölf Minuten dieser seltsamen ersten Halbzeit. Sie verlief aus Frankfurter Sicht denkbar schlecht, schlechter geht es eigentlich gar nicht. 0:2 lag die Eintracht da plötzlich zurück, und war um einen Mann schon dezimiert. Diese Gelb-Rote Karte von Karim Matmour in der 34. Minute entschied die Partie schon früh, und sie war im Grunde an Dummheit kaum noch zu überbieten. Der Stürmer, bis dahin gar nicht übel, foulte in der 27. Minute im Düsseldorfer Strafraum Gegenspieler Adam Bodzek, dafür sah er die Gelbe Karte. Sieben Minuten später rannte er nach seinem Ballverlust Stefan Reisinger 40, 50 Meter hinterher und schubste ihn dann zu Boden. Schiedsrichter Michael Weiner kannte keine Gnade, Gelb-Rot. Matmour hatte gerade eine Sperre abgesessen. Auch gegen den FC Schalke war der Algerier vom Platz geflogen.

Sportdirektor Bruno Hübner empfand zur Pause den Platzverweis zwar für viel zu hat. Wer aber schon verwarnt ist, sollte vorsichtiger zu Werke gehen. Fast 60 Minuten hatten die Frankfurter einen Mann weniger im Spiel.

Die Dezimierung hatte unmittelbare Folgen: Keine vier Minuten später setzte sich Reisinger gegen zwei, drei Frankfurter mit Dusel durch und schoss allein vor Kevin Trapp ins Tor. Der Fortuna-Angreifer hat einen Lauf, es war sein dritter Treffer im dritten Spiel hintereinander. Und weitere vier Minuten später nahm Defensivmann Oliver Fink Maß und zirkelte die Kugel mit links unhaltbar ins Eck, ein Sonntagsschuss am Freitag – 0:2.

Dabei hatten die Hessen, die Martin Lanig und Vadim Demidov erwartungsgemäß für die fehlenden Pirmin Schwegler und Carlos Zambrano aufgeboten hatten, bis zum Platzverweis eigentlich mehr Anteile am Spiel gehabt. Sie wirkten trotz der Ausfälle selbstbewusst. Fußballerisch waren sie den ersatzgeschwächten Düsseldorfern anfangs zwar überlegen.

Auch die Hausherren hatten allenfalls zwei Möglichkeiten, einmal parierte der Frankfurter Schlussmann Trapp gegen Bodzek, beim anderen Mal rutschte ein Schuss von Andreas Lambertz knapp am Pfosten vorbei. Und gerade als die Eintracht richtig Zugriff auf das Spiel zu finden schien, erwies ihr Matmour einen Bärendienst. Zumal Nando Rafael in der 58. Minute mit seinem Treffer zum 3:0 endgültig alles klar machte, bevor Axel Bellinghausen mit dem 4:0 gar noch den Schlusspunkt setzte (85.).

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