Eintracht Frankfurt
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24. Januar 2013

Eintracht Frankfurt: „Dann löst sich die ganze Aufgeregtheit in Luft auf“

 Von Thomas Kilchenstein
Angenehmer Termin: Heribert Bruchhagen und Eintracht-Legende Karl-Heinz Körbel (l.). Foto: imago sportfotodienst

Eintracht Frankfurt ehrt seine Legenden und plant die Zukunft. Als aussichtsreichster Kandidat für den Sturm gilt nach wie vor Igor de Camargo.

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Eintracht Frankfurt ehrt seine Legenden und plant die Zukunft. Als aussichtsreichster Kandidat für den Sturm gilt nach wie vor Igor de Camargo.

Eigentlich war der Mittwoch ein schöner Tag für Klubchef Heribert Bruchhagen; mal nicht nur über mit dem Feuer spielende Problembesucher reden, sondern schwelgen in den alten, guten Zeiten der Frankfurter Eintracht. Der Klub hat seine Legenden in einer U-Bahn-Station verewigt, seit Mittwoch zieren überlebensgroße Plakate der von den Fans gewählten elf besten Spieler aller Zeiten die Säulen im Untergrund, etwa Jay Jay Okocha, Bernd Hölzenbein, Jürgen Grabowski, Karl-Heinz Körbel, Uwe Bein und natürlich Anthony Yeboah sowie Bum kun Cha. Beide waren sogar eigens aus Ghana und Südkorea angereist und genossen sichtlich den Aufenthalt „in der Eintracht-Familie“ (Bruchhagen).

Gleiche Ziele

Und doch musste sich der Vorstandsvorsitzende wieder mit den Mühen der Ebene beschäftigen, mit dem Tagesgeschäft und dem Druck, den am Tag zuvor der Cheftrainer Armin Veh aufgebaut hat. Der Fußballlehrer verlangt nämlich ganz dringend nach einem Stürmer („ein weiterer Angreifer ist absolut notwendig“), droht durch die Blume auch ein wenig mit seinem Abschied und bemängelt grundsätzlich die zögerliche Haltung des Klubs (die FR berichtete). „Das plätschert hier alles so dahin“, sagte Veh.

So sei das halt mal in einem Verein, entgegnete Bruchhagen auf dem U-Bahnsteig, „da plätschert es halt mal“. Er habe den Eindruck, man befinde sich „am fünften Tag im Trainingslager“. Vieles werde da aufgebauscht. Nebenkriegsplätze eröffnet. „Wir haben alle die gleichen Ziele“, sagte der 64-Jährige mit Verve. Sportdirektor Bruno Hübner „arbeitet hart daran, diese Ziele umzusetzen. Es muss aber auch kompatibel mit denen des Vereins ein. Jede Art von Spontaneität ist nicht zielführend.“

In der Zeitspanne vom 20. bis zum 31. Januar entstünden ständig neue Konstellationen. Am Mittwoch sagte Bruchhagen, er gehe davon aus, „dass noch ein Stürmer kommt und sich die ganze Aufgeregtheit in Luft auflöst“. Als aussichtsreichster Kandidat gilt nach wie vor Igor de Camargo, der seinen Klub Borussia Mönchengladbach verlassen kann. Bei Sky News sagte der Klubchef noch, man habe „auch andere Dinge zu beachten als die speziellen Wünsche des Trainers“.

Krawallmacher identifiziert?

Unterdessen hat sich der Klub auch Videomaterial aus Leverkusen schicken lassen. Vier der Krawallmacher sollen identifiziert worden sein, heißt es. Ob die Hessen um ein Geisterspiel herumkommen, ist weiter offen. Eintracht Frankfurt wehrt sich weiterhin mit allen Mitteln gegen eine solch harte Form der Kollektivstrafe. „Wenn man das Problem wirklich beseitigen will, ist das Sportgericht dafür der falsche Ort“, betonte Vorstandsmitglied Axel Hellmann am Mittwoch noch einmal. Die Frankfurter versuchen aber auch gleichzeitig, verschiedene Signale Richtung DFB zu senden. Zudem gebe es eine Reihe von Gesprächen hinter den Kulissen, auch mit verschiedenen Fan-Gruppierungen.

Nach Informationen des Vorstands will sich die große Mehrheit der Eintracht-Fans am Samstag vor und während des Spiels gegen 1899 Hoffenheim mit Plakat-Aktionen von den Pyro-Randalierern distanzieren. „Die Thematik ist bei den richtigen Leuten angekommen“, sagte Hellmann. „Die Prozesse laufen.“

Derweil ist Trainer Veh wieder bester Laune; er sprühte förmlich auf dem Trainingsplatz vor Ausgelassenheit, flachste hier und scherzte da. Dabei musste Sebastian Jung mit dem Training aussetzen, er ist erkältet. Auch Carlos Zambrano fehlte erneut beim täglichen Üben. Er hatte sich ja in Leverkusen eine schwere Prellung des Sprunggelenks zugezogen. Der Peruaner soll aber heute wieder mit der Ballarbeit beginnen, und „wenn er fit ist und spielen kann, dann wird er auch spielen“, sagte Veh am Mittwoch.

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