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Eintracht Frankfurt
Spielberichte und Interviews, News und Hintergründe zu Eintracht Frankfurt

11. Dezember 2012

Eintracht Frankfurt: „Ein weiterer Bonus“

Heiko Butscher: Ordentliche Partie gegen Werder Bremen. Foto: Stefan Krieger

Heiko Butscher über seine Rolle als Aushilfsverteidiger im Spiel gegen Werder Bremen und seine Aussichten für die Zukunft.

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Heiko Butscher über seine Rolle als Aushilfsverteidiger im Spiel gegen Werder Bremen und seine Aussichten für die Zukunft.

Heiko Butscher, 32, sitzt für gewöhnlich auf der Tribüne. Der Abwehrspieler war nach seinem Fauxpas im DFB-Pokal in Aue vor dem Bundesligastart bei Eintracht Frankfurt ausgemustert worden. Nun, da Bamba Anderson verletzt, Vadim Demidov zu schwach und Marc-Oliver Kempf noch zu grün ist, beorderte ihn Trainer Armin Veh zurück auf den Rasen und fand nach dem Sieg gegen Bremen lobende Worte für den Routinier: „Er hat seine Sache ordentlich gemacht.“ Der Innenverteidiger gewann 75 Prozent seiner Zweikämpfe. Ein sehr guter Wert.

Herr Butscher, eben waren Sie noch ausgemustert, jetzt solch eine Leistung. Zufrieden?
Vor dem Hintergrund, ein halbes Jahr lang kein Spiel gemacht zu haben und zu wissen, dass ich auch nicht mehr viele Spiele machen werde, war das super für mich. Der Trainer hat mir stets gesagt, ich solle weiterhin gut trainieren, um da zu sein, sollte es mal brennen. Nun hat es ein bisschen gebrannt. Und ich glaube, ich habe meine Sache ganz gut gemacht. Ich wollte zeigen, dass sich der Trainer auf mich verlassen kann.

Klingt, als hätten Sie die 90 Minuten genossen.
Wir haben 4:1 gewonnen − solch ein Spiel, zumal vor heimischen Publikum, ist für mich noch mal etwas ganz Besonderes. Das kann ich jetzt auch genießen. Allerdings war es 90 Minuten harte Arbeit. Ich musste mich erst einmal reinfinden, das sind ganz andere Abläufe wie im Training. Das kann man überhaupt nicht vergleichen.

Also doch mehr Stress?
Das ist schon recht schwierig. Nach dem Spiel in Aue war ich raus − und das zurecht, weil ich einen Fehler gemacht habe. Da steht man schon unheimlich unter Druck. Wenn man noch mal ein Spiel machen darf, möchte man natürlich eine gute Leistung abliefern. Die Kunst ist, sich nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Sonst machst du zu viele Fehler. Ich stehe mir meistens selbst im Weg. Ich habe versucht, locker, aber hochkonzentriert an die Sache heranzugehen. Das war okay.

Ihr Vertrag läuft am Saisonende aus. Wie geht es für Sie weiter?
Ich habe noch ein halbes Jahr Vertrag. Das ist doch eine super Zukunft. Ich bin bei einer Spitzenmannschaft unter Vertrag, und ich weiß um meine Rolle. Ich habe gesagt, ich nehme diese Rolle an, bin da, wenn es brennt. Klar, das macht nicht immer Spaß, wenn man hinten dran steht. Das gebe ich zu. Aber ich hätte auch sagen können, ich mache es nicht mit. Dann wäre ich nicht mehr hier. Es ist einfach toll, mit der Mannschaft zu arbeiten und trotzdem die Wertschätzung von den Mitspielern und aus dem Trainerteam zu erfahren.

Was hat Ihnen der Trainer vor dem Spiel gesagt?
,Butsch, heute musst du ran.’ Ich habe ihm geantwortet: ‚Okay‘. Dann hat er mir noch viel Glück gewünscht − das war’s.

Wie beeindruckt waren Sie selbst von der Leistung der Mannschaft?
Wenn man in der 47. das Tor macht, gibt das Sicherheit. Entscheidend aber war, dass wir uns nach dem Ausgleich nicht aus der Ruhe haben bringen lassen und weitergespielt haben. Bremen ist eine richtig gute Mannschaft, richtig offensivstark. Deshalb haben wir uns auch gewundert, dass die sich so hinten reingestellt haben. Das man nicht alles verteidigen kann, ist klar. Aber wir haben eine richtig gute Balance gefunden und tolle Tore gemacht.

Armin Veh hat angedeutet, sich vorstellen zu können, Sie nach Ihrer aktiven Zeit als Fußballer in sein Trainerteam einzubinden. Hat er Ihnen das auch schon gesagt?
Wir haben schon ein längeres Gespräch darüber geführt. Das wäre natürlich toll. Das meine ich, wenn ich von Wertschätzung spreche. Ich interessiere mich sehr für die Trainingsarbeit. Dabei habe ich mich früher eigentlich immer gegen das Traineramt gesträubt. Aber ich bin mir im Klaren, dass das meine Zukunft sein wird. Wenn ich das Angebot bekäme, in seinem Team zu arbeiten, von Armin Veh lernen zu dürfen, wäre das natürlich traumhaft. Momenten bin ich aber noch Spieler und soll bei Bedarf meinen Mann stehen. Ich bin einfach froh, wenn ich noch das eine oder andere Spiel machen darf.

Das dürfte am kommenden Samstag in Wolfsburg der Fall sein.
Das wäre ein weiterer Bonus, den ich einfach genießen kann. Das wäre ein super Weihnachtsgeschenk.

Aufgezeichnet von Jörg Hanau.

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