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Eintracht Frankfurt
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26. März 2016

Eintracht Frankfurt: Castaignos im Wartestand

 Von 
Ballbeschwörer: Luc Castaignos.  Foto: Heiko Rhode

Eintracht-Stürmer Luc Castaignos arbeitet mit Hochdruck an seinem Comeback. Trainer Niko Kovac ist zufrieden mit Trainingslager light am eigenen Stadion.

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Hinterher, nach dem Fußballtennis-Turnier bei strömenden Regen, hat Betreuer Christoph Preuß noch ein gemeinsames Bild von allen Recken gemacht, Arm in Arm und wild lächelnd. Noch eine „Spritze“ am Samstagvormittag, wie Trainer Niko Kovac die knackige Konditionseinheit am Ostersamstag ankündigte, dann ist es auch schon wieder vorbei, das Trainingslager light am eigenen Stadion. „Außerordentlich gut“ hätten die Jungs trainiert, lobte Niko Kovic, und „die Stimmung ist auch gut“. Wenn da nur dieser vermaledeite Abstiegskampf nicht wäre.

Enis Bunjaki
Der Angreifer

Enis Bunjaki, 18, der bei der A-Jugend suspendierte Stürmer mit Profivertrag, darf wieder bei den Profis mittrainieren. Am Donnerstag nahm ihn Trainer Niko Kovac beim Üben der Profis auf. „Das, was war, ist Vergangenheit“, sagte Kovac. „Er bekommt eine zweite Chance.“ In der derzeitigen Situation könne man auf keinen verzichten. Jeder könne sich zeigen.

Der Angreifer, der in 14 U19-Spielen fünf Treffer erzielte, war wegen Undiszipliniertheiten zweimal in dieser Saison von Trainer Alex Schur auf Zeit suspendiert worden. (kil)

Einer, der auch schon seit gut vier Wochen wieder im Training ist und nach seinem Syndesmosebandriss drauf brennt, auf den Rasen zurückzukommen, ist Stürmer Luc Castaignos. „Er ist auf dem Weg der Besserung“, sagt Kovac, von Tag zu Tag mache er Fortschritte. „Er arbeitet gut.“

Erstmals kam er für drei, vier Minuten im Spiel gegen Mönchengladbach zum Zug, Kovac will ihn langsam wieder an die Bundesliga und das Spieltempo heranführen. „Im Training hat er gebissen“, erzählt der Fußballlehrer. Und Kovac weiß, wie sich Castaignos fühlt: Er selbst hatte als Spieler einen Riss des Syndesmosebandes erlitten, dazu eine Wadenbeinfraktur. Ganz schmerzfrei gehe man da eine Weile lang nicht ins Spiel. Castaignos aber sagt: „Ich fühle mich fit.“ Lieber heute als morgen wolle er wieder richtig angreifen.

Einen wie ihn könnten die Hessen in der aktuellen Situation gut gebrauchen. Er ist ein Draufgänger, hat in zwölf Spielen vier Tore erzielt, dazu drei aufgelegt. Eine kurze Zeit gehörte er zu dem magischen Dreieck mit Alex Meier und Haris Seferovic. Diese Beschreibung erhielten die drei Offensivspieler nach dem spektakulären 6:2 im September gegen den 1. FC Köln. Es sollte eine Eintagsfliege bleiben, im Grunde auch der einzig souverän herausgespielte Sieg der ganzen Saison.

Auch wenn der Sohn eines Franzosen und einer kapverdischen Mutter bisweilen noch Mühe beim Kombinationsfußball hat, so haben die Hessen mit ihm Qualität dazu gewonnen. Der 23-Jährige, den die Eintracht seit Jahren beobachtet hat und der im Sommer von Twente Enschede für 2,5 Millionen Euro verpflichtet wurde, ist ein bulliger, ungemein körperbetont spielender Angreifer. Vor dem Tor macht er keine Gefangenen, er ist keiner, der mit Raffinesse seine Tore erzielt. Er bevorzugt die schnörkellose Methode. Seine Tore erzielte er mit Wucht. Die FR hat ihn mal „Wuchtbrumme“ getauft. Er ist auch einer, der mit dem mentalen Druck gut umgehen kann. Von psychologischer Hilfe hält er nicht so viel, man dürfe im Fußball keine Angst haben, findet Castaignos, der demnächst Vater wird.

Am besten mit Seferovic

Dazu ist er, kommt er einmal ins Laufen, kaum vom Ball zu trennen, „raketenschnell“ sei er, hat ihn Kollege Marko Russ beschrieben. Zeitweise freilich war er in der Hinrunde nicht ganz bei der Sache, er ließ das Arbeiten für die Mannschaft schleifen. Trainer Armin Veh hatte ihn darauf in den Senkel gestellt. Diese Lektion hat der frühere niederländische U21-Nationalspieler verstanden. Im Spiel gegen Mainz 05 Ende November riss dann das Band im Sprunggelenk.

Luc Castaignos hat seine besten Spiele dann gemacht, wenn er gemeinsam mit Haris Seferovic im Sturm spielte. Der eine, Seferovic, ließ sich fallen, machte Bälle fest, der andere, Castaignos, ging steil und benötigte Zuspiele. Das hat einige Zeit ganz ordentlich geklappt. Trainer Kovac aber bevorzugt ein System mit nur einer Spitze, das ist im Augenblick Seferovic. Castaignos müsste somit über den Flügel kommen. Eine Position, die ihm nicht sonderlich behagt.

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Auf dem Flügel zu Hause ist Mijat Gacinovic, der am Karfreitag ein erstes Lauftraining absolvierte. Das Pfeiffersche Drüsenfieber hat er ausgestanden, nun tastet es sich langsam an die Mannschaft heran. Zum Sprung aufs Fußballtennis-Mannschaftsbild hat es noch nicht gereicht.

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