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Eintracht Frankfurt
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21. März 2013

Eintracht Frankfurt: Der Kampf um Armin Veh

 Von  und 
Unentschlossen: Trainer Veh; hinten Manager Hübner.  Foto: Joachim Storch

Wie Eintracht Frankfurt am Mittwoch nochmals versucht hat, den begehrten Coach von einem weiteren Engagement zu überzeugen.

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Das Training der Frankfurter Bundesligamannschaft am Donnerstag wird Reiner Geyer leiten. Geyer ist nicht nur der Assistent von Armin Veh, sondern auch dessen rechte Hand und Vertrauter. Cheftrainer Veh wird in den nächsten paar Tagen nämlich nicht in Frankfurt weilen. „Ich bin dann mal weg“, sagte er am Mittwoch, seinem letzten Arbeitstag vor seiner kurzen Auszeit. Veh ist bekannt dafür, in den Länderspielpausen gerne mal ein paar Tage abzuschalten, um den Akku wieder aufzuladen. Die Freiheit nimmt er sich.

Kurzurlaub bis Dienstag

Der 52-Jährige leitet den Kurzurlaub mit einer kleinen Feier ein, am Donnerstagabend ist er zum 52. Geburtstag „meines alten Freundes“ Lothar Matthäus eingeladen. Veh hat zugesagt. Erst am Dienstagnachmittag wird er in Frankfurt zurückerwartet, um 15 Uhr steht das erste Training der neuen Woche an, dann beginnt die Vorbereitung auf die Partie bei der Spielvereinigung Greuther Fürth. Und dann, sehr viel wichtiger, will Armin Veh über seine Zukunft entschieden haben. Dann will er sich erklären.

Am Mittwoch trafen sich die Verantwortlichen der Eintracht mit ihrem Trainer zur vorentscheidenden Verhandlungsrunde. Die Vorstände Heribert Bruchhagen und Axel Hellmann sowie Sportdirektor Bruno Hübner zogen gestern alle Register, um den unentschlossenen Fußballlehrer von einem weiteren Engagement zu überzeugen. Es ist bekannt, dass der Vorstand und auch der Aufsichtsrat grünes Licht gegeben haben, um den Investitionsspielraum so weit es geht auszudehnen. Vor einigen Wochen war noch zu hören, für Ablösesummen stünden nur drei Millionen Euro bereit. Veh indessen hat mehrfach durchblicken lassen, dass er unter solchen Voraussetzungen nicht bereit ist, weiterhin in Frankfurt Trainer zu bleiben.

Größeres Investitionsvolumen

Mittlerweile sind die Verantwortlichen übereingekommen, den Lizenzspieleretat auf 30 Millionen Euro zu erhöhen. Und die Höhe der Ablösesummen soll sich auf mindestens fünf Millionen Euro belaufen, womöglich kann man diesen Betrag noch auf sechs bis acht Millionen Euro strecken. Die Funktionäre betonten stets, dass im Laufe der Zeit immer eine gewisse Dynamik in die Budgetgestaltung komme und meist mehr Geld zur Verfügung stehe. Diese Zahlen wurden Veh gestern präsentiert. Mal ganz davon abgesehen, dass bei einer Europapokalteilnahme ja noch zusätzliche Einnahmen generiert werden könnten, die dann aber eigentlich auch wieder in einen breiteren Kader gesteckt werden müssten.

Das größere Investitionsvolumen ist auf alle Fälle notwendig, wenn man bedenkt, dass etwa begehrte Freiburger Spieler wie Max Kruse (sieben Tore, sieben Vorlagen) oder Daniel Caligiuri (fünf Tore, fünf Vorlagen) Ausstiegsklauseln in Höhe von zwei Millionen Euro in ihren Verträgen verankert haben. Das ist im Bundesligageschäft nicht viel Geld, aber für einen Mittelklasseverein kein Pappenstiel. Auch für einen Stürmer wie Kevin Volland, an dem die Eintracht definitiv interessiert ist, müsste der Klub tief in die Tasche greifen.

Veh wirkt unentschlossen

Die Eintracht hat sich mächtig gestreckt, sie ist gewillt, die fünf von Veh gewünschten Spieler zu verpflichten. Veh soll mit allen Mitteln überzeugt werden, seine Mission bei den Hessen fortzusetzen. Bruno Hübner etwa war in den vergangenen Tagen schwer auf Achse, um die Gespräche mit den Wunschspielern entscheidend voranzutreiben, um dem Coach die Bemühungen des Vereins zu dokumentieren. Die Eintracht kämpft um ihren Trainer. Auch wenn Vorstand Axel Hellmann kürzlich betonte: „Wir bauen einen Etat in erster Linie unabhängig vom Trainer.“ Das ist für den Coach in Ordnung, seine intern geäußerten Vorstellungen seien keine Forderungen, sondern Notwendigkeiten, um die Mannschaft zu verbessern. Wenn der Verein dem nicht folgen könne oder wolle, sei das okay. Nur stünde er dann nicht zur Verfügung.

Veh wirkte in den zurückliegenden Tagen merklich unentschlossen, er betonte stets, auch im kleinen Kreis, dass er sich noch nicht entschieden habe, nicht für Schalke und gegen die Eintracht − oder umgekehrt. Das sei Fakt und wer ihn ein bisschen kenne, der wisse, dass er nicht lügen würde. Auch ein Sabbatjahr ist im Übrigen nicht ausgeschlossen.

Veh hat sich Bedenkzeit erbeten. In der nächsten Woche will er Fakten schaffen. Endgültig. Es wird Zeit.

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