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Eintracht Frankfurt
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13. Dezember 2012

Eintracht Frankfurt: Die Frustrierten müssen bleiben

 Von Ingo Durstewitz
Eintracht-Reservisten: Erwin Hoffer (r.) und Stefano Celozzi. Foto: Heiko Rhode

Köhler, Kittel und Hoffer erhalten in Frankfurt keine Freigabe. Gegen Wolfsburg soll Olivier Occean wieder von Anfang an auflaufen.

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Köhler, Kittel und Hoffer erhalten in Frankfurt keine Freigabe. Gegen Wolfsburg soll Olivier Occean wieder von Anfang an auflaufen.

Direkt nach dem Abpfiff des letzten Spiels in diesem Jahr ist für Armin Veh die Hinrunde beendet. Okay, natürlich wird er nach dem Jahresabschluss am Samstag beim VfL Wolfsburg noch einige Interviews geben, die Pressekonferenz wird er sicherlich auch nicht schwänzen. Aber danach ist Schicht im Schacht. Die Rückfahrt nach Frankfurt schenkt sich der Coach der Eintracht, fährt auf direktem Wege nach Hause. Am Sonntag freilich trifft er mit seinem Trainerteam und Sportdirektor Bruno Hübner zusammen. Die Sportliche Leitung zieht sich bis Dienstag zu einer Art Klausurtagung zurück. In Zürs am Arlberg soll die Hinserie in lockerer Runde aufgearbeitet werden. „Es ist ganz gut, wenn man sich mal ohne Druck besprechen kann“, sagt Veh. Schon im Sommer waren dieselben Herrschaften zu einem Kurzurlaub nach Fuerteventura gejettet.

Reise in die Vergangenheit

Vorher steht allerdings die Partie in Wolfsburg an, wo Veh ja selbst mal tätig, aber nicht besonders glücklich war. Kontakte hält er noch zum Aufsichtsratsvorsitzenden Garcia Sanz, ansonsten ist die Reise in die Vergangenheit für den 51-Jährigen aber eine ohne große Emotionen. Ihm geht es vielmehr darum, ein letztes Ausrufezeichen zu setzen. Dazu müsste die Eintracht aber ein anderes Gesicht zeigen als zuletzt in Fremde, von den vergangenen fünf Auswärtsspielen verlor sie vier. Die beiden einzigen Siege auf auswärtigem Platz haben die Hessen zu Saisonbeginn eingefahren, in Hoffenheim und in Nürnberg. Da trifft es sich vielleicht ganz gut, dass die Niedersachsen bisher zu Hause nicht unbedingt die Macht sind. Von sieben Heimspielen konnten sie nur eines gewinnen.

Veh hat sich auch schon festgelegt, mit welcher Mannschaft er versuchen wird, dem VfL ein Bein zu stellen: Es wird die gleiche sein, die am zurückliegenden Samstag diese furiose zweite Halbzeit gegen Bremen hingelegt hatte. Also auch mit Olivier Occean in der Sturmspitze. Karim Matmour muss nach abgebrummter Sperre mit einem Platz auf der Bank vorlieb nehmen. Das ist nicht sonderlich überraschend. „Wenn ich Occean jetzt wieder rausnehmen würde, wäre das psychologisch nicht gerade günstig“, betont Veh. Zumal der Coach ja in den zurückliegenden Tagen und Wochen nichts unversucht ließ, um den so unglücklich spielenden Kanadier mental wieder aufzupäppeln.

Stürmer nicht gefordert

Für die Spieler steht ab Sonntag dann ebenfalls Urlaub auf dem Programm, nach zweieinhalb Wochen Freizeit erwartet der Trainer sie am 3. Januar zur ersten Einheit im neuen Jahr. Dann soll der ersehnte Innenverteidiger, aller Voraussicht nach Ex-Eintrachtler Marco Russ, bereits anwesend sein, „das wäre wünschenswert und vernünftig“, sagt Veh, der dem Eintracht-Vorstand in einem Gespräch verdeutlich hat, weshalb es „völlig klar“ sei, dass die Eintracht noch einen Abwehrmann brauche. „Das liegt auf der Hand.“ Bei einem stürmenden Zugang ist er weniger verbissen. „Einen Stürmer verlange ich nicht, da müssten wir erst mal Spieler abgeben. Man muss ja wirtschaftlich vernünftig sein.“

Er führt zudem aus, wer das mit Sicherheit nicht sein wird. Erwin Hoffer, Benjamin Köhler und Sonny Kittel „brauchen gar nicht kommen und sagen: Ich will weg. Die lasse ich nicht gehen. Fertig.“ Natürlich könne er verstehen, dass an Spielern wie Hoffer oder Köhler „der Frust nagt“, aber „ich stelle ja niemanden auf, um ihm einen Gefallen zu tun.“ Daran wird sich auch im neuen Jahr nichts ändern. Diese Profis müssten geduldig auf ihre Chance warten. „Karim Matmour hatte ein ähnliches Los“, sagt Veh, „aber er hat sich reingearbeitet.“

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FR-Volltreffer vom 10.12.12

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