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Eintracht Frankfurt
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16. Februar 2013

Eintracht Frankfurt: Früher Knockout für die Eintracht

 Von  und 
Nichts zu machen: Bastian Oczipka und Eintracht Frankfurt verlieren in Dortmund. Foto: dpa

Eintracht Frankfurt kommt in Dortmund auch wegen eines frühen Doppelschlages unter die Räder. Nicht mal gegen zehn Mann können die Hessen bestehen und verlieren völlig zurecht 0:3 beim noch amtierenden deutschen Meister.

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Dortmund –  

Hinterher, als die erwartete Niederlage dann tatsächlich Realität geworden war, streckte Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen dann auch alle Viere von sich. „Der BVB ist einfach besser. In fast allen Belangen. Das muss man neidlos anerkennen. Es war nix drin. Auch mit hätte, wenn und aber nicht.“ Auch die Protagonisten auf dem Feld erkannten ihre Chancenlosigkeit an. „Wir mussten uns noch zusammenreißen, um nicht die Hütte vollzukriegen“, resümierte Alexander Meier. Am Ende wurden den Frankfurter Höhenfliegern die Flügel gestutzt, beim amtierenden deutschen Meister Borussia Dortmund verloren die Hessen mit 0:3 (0:2). Im Grunde war die Partie nach genau neun Minuten und zwei Sekunden schon gelaufen, da führte die Borussia mit 2:0 durch zwei Tore von Marco Reus (8./10.). Der Rest war ein bisschen Schaulaufen.

Die Eintracht konnte sich von diesem Doppelschlag in aller Frühe nicht mehr recht erholen. „Wenn du hier so früh zurückliegst, ist es unheimlich schwer“, urteilte Trainer Armin Veh. Gerade am Anfang waren die Dortmunder höchst aggressiv, störten die Frankfurter beim Spielaufbau und kauften ihnen rasch den Schneid ab. Gerade die Anspielstationen der Eintracht, Pirmin Schwegler und Sebastian Rode, attackierten die Westfalen sehr energisch und hartnäckig. Prompt war es auch Pirmin Schwegler, der ungewohnt viele Fehlpässe einstreute.

Einer hätte nach nur fast vier Minuten schon zur BVB-Führung geführt, doch da rettete Torwart Kevin Trapp noch glänzend mit dem Fuß gegen Marco Reus. Sechs Minuten später aber hatte es schon zweimal im Frankfurter Kasten geklingelt – beide Tore von Marco Reus spielten die Dortmunder frech durch die Mitte heraus. Da war die Eintracht mit zwei Pässen ausgehebelt und völlig entblößt. „Wir wollten hoch zustellen, aber hinter uns waren die Räume da, da waren zehn Meter zu viel Platz“, analysierte Schwegler.

„Wir haben es versucht – es ging in die Hose“

Die Eintracht wollte, wie der Kapitän erzählte, ihren Stil beibehalten, unbekümmert und offensiv zu Werke gehen, hoch verteidigen „nicht in Ehrfurcht erstarren“. Der Schuss ging nach hinten los. „Wir haben es versucht – es ging in die Hose“, stellte Schwegler fest.

Dabei zogen sich die Platzherren nach dem frühen Doppelschlag zurück, überließen den Hessen Raum und Ball. Zur Halbzeit hatte die Eintracht eine Ballbesitzquote von 61 Prozent – Ertrag gleich null. Dabei witterten sie nach einer halben Stunde noch mal Morgenluft. Das lag an Julian Schieber, ausgerechnet Schieber. Der war für den gesperrten Robert Lewandowski in die Mannschaft gerückt – und verabschiedete sich nach 31 Minuten mit der Ampelkarte vom Feld. Völlig zurecht.

Erst hatte er die Sohle gegen den schwach spielenden Frankfurter Verteidiger Carlos Zambrano drübergehalten, dann den Ellenbogen gegen Bastian Oczipka ausgefahren. Feierabend. BVB-Trainer Jürgen Klopp sah das natürlich anders: „Mittlerweile wird ja jeder Hustenanfall als Tätlichkeit ausgelegt.“

Die Gäste nutzten die temporäre Verwirrung der Schwarz-Gelben, sie spielten konsequenter nach vorne, und wer weiß, ob das Spiel noch eine Wendung genommen hätte, wenn der erneut matt und fahrig agierende Sebastian Rode den Ball kurz vor der Pause nicht ein paar Zentimeter am Pfosten vorbei ins Aus gelupft hätte.

Gelb-Rot für Inui

So aber kamen die Dortmunder neu sortiert aus der Kabine – und urplötzlich war von einer numerischen Überlegenheit der Eintracht nichts mehr zu sehen, die Borussia nahm die Gäste förmlich auseinander, die Frankfurter hatten nichts mehr entgegenzusetzen. Weil sie nicht mehr den Weg über die Außen wählten, sondern viel zu häufig durch die Mitte spielten. „Wenn du ohne Hirn spielst, nutzt dir auch ein Überzahlspieler gar nichts“, monierte Veh. Die prächtig aufgelegten Mario Götze, Ilkay Gündogan und der überragende Marco Reus streckten die Hessen endgültig nieder, Götze hatte sich gegen Bamba Anderson und Zambrano durchgesetzt und perfekt auf Reus gepasst, der seinen Dreierpack zuschnürte (65.).

„Da war es dann gelaufen“, sagte Veh, erwähnte aber explizit noch mal die wohl größte Eintracht-Chance im ganzen Spiel, als der eingewechselte Olivier Occean auf Srdjan Lakic ablegte, doch der Schuss des Kroaten zischte Zentimeter am Pfosten vorbei. „Den muss Lakic machen“, krittelte Veh. Im Gegenzug setzte es den Knockout.

Negativer Schlusspunkt: Takashi Inui sah nach einem harmlosen Foul gegen den bärenstarken Mats Hummels die Gelb-Rote Karte. „Ein Witz“, fand Trainer Veh. Im richtungsweisenden Spiel am kommenden Freitag in Freiburg hätte der Japaner schon ohne die Ampelkarte gefehlt, zuvor sah er nämlich seine fünfte Gelbe. Nun bleibt er bei vier stehen. Schon im nächsten Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach in zwei Wochen läuft Inui wieder Gefahr, sich eine Gelbsperre einzuhandeln.

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