Damals, eigentlich ist es noch gar nicht so lange her, als Eintracht Frankfurt die Verpflichtung von Kevin Trapp für 1,5 Millionen Euro vom FC Kaiserslautern bekannt gab, waren sich nicht wenige Fans des frischgebackenen Aufsteigers sicher: Am Ende spielt dann doch der Oka. Oka Nikolov, Frankfurter Urgestein, hatte eine nicht eben schlechte Aufstiegssaison gespielt, und schon so manchen aufstrebenden jungen Keeper auf Dauer keine Chance gelassen.
Und überhaupt! Für einen Torwart zahlt man man keine 1,5 Millionen Euro, schon gar nicht für die Nummer zwei des 1. FC Kaiserslautern, nur damit dieser am Ende dann doch hinter dem Oldie die zweite Geige spielt, man erinnerte sich an Ralf Fährmann und Thomas Kessler. So zumindest die Meinung in großen Teilen der Anhängerschaft. Und schon beim ersten Pflichtspiel des gebürtigen Saarländers im Pokal in Aue schienen sich die Zweifel zu bestätigen. Kevin Trapp flog nach einer Notbremse vom Platz, und Oka Nikolov war wieder im Kasten.
Oka Nikolov ist seit 1991 bei Eintracht Frankfurt. Sein im Juni 2012 auslaufender Vertrag wurde wie erwartet um ein weiteres Jahr verlängert.
Foto: imagoIm Ligabetrieb allerdings hatte Kevin Trapp im Konkurrenzkampf mit Nikolov die Nase vorne. Und er überzeugte mit hervorragenden Leistungen, die ihn am Ende sogar in den Fokus von Bundestrainer Joachim Löw brachten. Oka Nikolov akzeptierte das klaglos, Konkurrent Kevin Trapp war bei der Eintracht gesetzt. In einem Interview mit der FR sagte der Mazedonier: „Für mich wird es sehr, sehr schwer.“
Ab jetzt steht der Torwart-Oldie also wieder im Kasten seiner Eintracht. Und die Fans der hessischen Erstligisten trauen Nikolov durchaus zu, dass er seine Sache, wie schon in all den Jahren zuvor, ordentlich machen wird. Hier einige Reaktionen von Kommentatoren aus dem FR-Blog (www.blog-g.de):
Spätestens durch die Verletzung von Trapp können wir Europa abhaken…jetzt wird es ganz, ganz bitter!
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