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Eintracht Frankfurt
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11. Januar 2013

Eintracht Frankfurt: Kein Angebot, keine Anfrage

 Von Ingo Durstewitz
Auch weiterhin Konkurrenten? Sebstian Rode im Duell mit Bastian Schweinsteiger. Foto: REUTERS

Bruno Hübner, Sportdirektor bei Eintracht Frankfurt, weiß nichts vom kolportierten Interesse von Bayern München an Eintracht-Mittelfeldspieler Sebastian Rode. Der geplante Wechsel von Rob Friend ist unterdessen wohl geplatzt.

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Bruno Hübner, Sportdirektor bei Eintracht Frankfurt, weiß nichts vom kolportierten Interesse von Bayern München an Eintracht-Mittelfeldspieler Sebastian Rode. Der geplante Wechsel von Rob Friend ist unterdessen wohl geplatzt.

Abu Dhabi –  

Die Nachricht aus der Heimat ist am frühen Morgen schon in der Wüste eingeschlagen: Bayern München will Sebastian Rode. Die Aufregung in Frankfurt ist groß, so groß, dass manch Kollege mitten in der Nacht angerufen und gebeten wurde, die Meldung entsprechend aufzuarbeiten. Nur im Lager von Eintracht Frankfurt, 5000 Kilometer weit entfernt in den Emiraten, gehen sie mit dem von der Bild-Zeitung kolportierten Bayern-Interesse locker um. Bruno Hübner, der Sportdirektor, kommentiert lakonisch: „Das ist nix Gravierendes, nix Dramatisches.“ Er habe von den Bayern nichts gehört, es gebe keine offizielle Anfrage und schon lange kein Angebot. „Wir bleiben da ganz locker.“ Aber selbst wenn die Bundesliga-Krösus anklopfen sollte, werde die Eintracht einen Riegel vorschieben. „Rode ist unverkäuflich“, wiederholt Hübner. „Rode bleibt bis Vertragsende.“ Das ist 2014.
Die Eintracht wird an ihre Schmerzgrenze gehen, um den Shootingstar der Hinserie zu einer Vertragsverlängerung zu bewegen, sie wird alle Hebel in Bewegung setzen und alle Ressourcen ausschöpfen. Die Hessen wollen diese vielversprechende Mannschaft mit aller Macht zusammenhalten und weiterentwickeln, auch um dem Trainer ein Signal zu geben, ihm Perspektiven aufzeigen und es ihm leichter machen, seinen auslaufenden Vertrag zu verlängern.

Mit Spekulationen leben

Dass nun im Wochenrhythmus neue Interessenten für Rode auftauchen, ist für die Verantwortlichen nicht förderlich. Hübner berichtet von „ausländischen Topklubs“, die schon angefragt haben. „Da haben wir aber gleich abgewinkt.“ Doch wenn jetzt die Bayern ins Spiel kommen, nimmt die Geschichte eine neue Dimension an. Die Münchner, schreibt die Boulevardzeitung, seien im Rahmen ihrer neuen Strategie, deutsche Spieler zu holen, auf Rode gestoßen. Sportchef Matthias Sammer sei mit Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Präsident Uli Hoeneß übereingekommen, den U-21-Nationalspieler abzuwerben. Hübner zuckt mit den Schultern. „Wir wussten, dass wir jetzt in der Rückrunde mit solchen Spekulationen leben müssen.“ Trainer Armin Veh, auch in Abu Dhabi die Coolness in Person, will zu dieser Geschichte gar nichts sagen. Sie nervt ihn. Und das nicht zu knapp.
Denn die Sportliche Leitung weiß nur zu gut, dass diese Nebenkriegsschauplätze für die Leistung nicht förderlich sind. Bislang haben Rode und auch der ebenfalls schwer umworbene Sebastian Jung den Rummel und die Gerüchte gut weggesteckt und ihre Konzentration auf den Fußball richten können. Doch mitunter können zu viele Gedanken die Beine lähmen, manchmal kann eine ungeklärte Zukunft zu einer Belastung werden und die Spieler blockieren. „Die Gefahr ist groß“, räumt Manager Hübner ein. „Doch Rode und Jung sind Jungs, die klar im Kopf sind.“ Dennoch werden die Verantwortlichen mit beiden Spielern sprechen und versuchen, ihnen den Druck zu nehmen. „Wir müssen sie ein Stück weit unterstützen, damit sie nicht den Kopf verlieren.“ Denn wenn die Eintracht an die Darbietungen der Vorrunde anknüpfen will, braucht sie ihre Leistungsträger in Topform und voll auf der Höhe – auch mental.

Bewegung in Sachen Hoffer und Kouemaha

Die Frankfurter wollen ihren Kader für die restlichen 17 Spielen noch einmal optimieren, in der Innenverteidigung haben sie Vadim Demidov abgegeben und Marco Russ geholt. Das erscheint sinnvoll. Und im Sturm bahnt sich eine Lösung an: einen holen, drei abgeben. Das Interesse der Eintracht am Wolfsburger Angreifer Srdjan Lakic ist hinterlegt, in die Verhandlungen ist noch mal Bewegung gekommen. Es sollte niemanden überraschen, wenn die Eintracht den früheren Lauterer Stürmer noch in der nächsten Woche unter Vertrag nehmen würde. Trainer Veh hat sich schon klar positioniert: „Er hat ja bewiesen, dass er in der Bundesliga spielen kann. Und er hat ein richtig gutes Kopfballspiel.“ Die Hessen haben aber noch einen Kandidaten in der Hinterhand, falls sich der Lakic- Deal zerschlägt.

Für den neuen Mann sollen gleich drei Spieler ihren Spind räumen. Rob Friend, Dorge Kouemaha und auch Erwin Hoffer. „Da kommt Bewegung rein“, befindet der Sportdirektor vielsagend. Kouemaha spielt bei Veh gar keine Rolle mehr, nach seiner Achillessehnenoperation kann er die Zweifel an seiner Bundesligatauglichkeit nicht mehr zerstreuen. Und auch bei Hoffer steht ein Wechsel im Raum, der Österreicher hat in den letzten neun Spielen keine einzige Minute mehr spielen dürfen. Eine weitere Zusammenarbeit scheint für beide Seiten wenig sinnvoll. Bei Kouemaha und Hoffer stehen die Zeichen klar auf Abschied.
Nur bei Rob Friend sieht es so aus, als bliebe er der Eintracht erhalten – obwohl er gar keine Rolle mehr spielt. Ein Wechsel in die Türkei zum Zweitligisten Göztepe Izmir zerschlug sich in letzter Sekunde. „Das war relativ konkret“, erzählt Hübner. „Rob wollte das wahrnehmen, aber dann hat er es doch wieder verworfen.“ Sehr zum Verdruss des Managers.

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