Die Stimme hörte nicht auf, sich zu überschlagen. "Bravo!" "Super!" "In Ordnung!" "Klasse!" Im Stakkato sprudelte es aus Michael Skibbe hervor, sodass es auch der letzte der 400 zumeist jugendlichen Augenzeugen auf den schattigen Plätzen am Trainingsplatz neben der Frankfurter Arena mitbekommen musste: Der 44-Jährige lobte die Fußballprofis der Eintracht jedenfalls überschwänglich, obwohl die doch lediglich Spielzüge ohne Gegenspieler einstudierten, nach denen der Ball humorlos ins Tor geschmettert werden musste.
Weil bei solch einer Übung zwangsläufig Tore wie reife Sommerfrüchte fallen, wäre die Lobhudelei gar nicht nötig gewesen. Skibbe tat es trotzdem - und sagte später aufgeräumt im klimatisierten Presseraum: "Ich war mit der Trainingsleistung sehr zufrieden." Am Tag davor bekanntlich nicht.
Eintracht Frankfurt muss am Samstag wohl erneut auf Pirmin Schwegler verzichten. "Er hat Probleme beim Schießen", sagte Skibbe, "es wird eng." Dafür sei jedoch Zlatan Bajramovic eine Option, jedoch eher nicht von Beginn an.
Dass sich Markus Pröll einen Magen-Darm-Virus eingefangen hat und Habib Bellaid Adduktorenprobleme plagen, tut nichts zur Sache - beide zählen zur großen Reservistenschar
Auch solche Begebenheiten deuten an, dass die Hessen sich fürs Bundesligaspiel beim 1. FC Köln gut gerüstet wähnen, wo sich ja scheinbar alles nur um einen dreht: Lukas Podolski, Heimkehrer und Heilsbringer, Galionsfigur und Hauptdarsteller. "Ich weiß nicht, ob es gesund ist, wenn sich alles auf einen Spieler konzentriert", beurteilte der abgesetzte Frankfurter Kapitän Ioannis Amanatidis die Situation beim noch punktlosen Gegner skeptisch.
Kontrastprogramm zum Poldi-fixierten FC
Und der ehrgeizige Grieche, beim Training nicht so abschlusssicher wie der ins Reservistendasein gerutschte Landsmann Nikos Liberopoulos, weiß: "Einer allein kann´s nicht reißen." Die Eintracht begreift sich als Kontrastprogramm zum Poldi-fixierten FC. "Ein Wahnsinn, der da abgeht", findet Maik Franz, der nebenbei anmerkt, "schon oft gegen ihn gespielt zu haben, meist erfolgreich".
Bei der Eintracht hat einer ganz besonders gute Erinnerungen an Prinz Poldi: Schon in Zweitliga-Zeiten machten sich die Frankfurter die rheinische One-Man-Show zunutze, weil der Jungstar in der Saison 2004/2005 gleich zweimal von Aleksandar Vasoski nach allen Regeln der Verteidigerkunst ausgeschaltet und sogar ausgewechselt wurde. "Ich freue mich auf das Duell", sagte der 29-jährige Mazedonier, der damals von Friedhelm Funkel mit dem Auftrag einer klassischen Manndeckung in den Kampf geschickt worden war.
"Das werden wir jetzt nicht machen", kündigte Skibbe an, der herausstellte, "dass der Gegner trotz des Starkults weit mehr als Podolski ist". So würde ein Milivoje Novakovic "immer wissen, wo das Tor steht", die Portugiesen Petit und Maniche seien "gute Jungs", dazu gebe Sebastian Freis "richtig Gas". Ergo resümierte Skibbe: "Der 1. FC Köln ist gut, sogar sehr gut. Aber wir haben eine Truppe, die auch was reißen kann, wenn wir gefestigter als gegen Nürnberg auftreten."
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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