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Eintracht Frankfurt
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23. März 2016

Eintracht Frankfurt: Letzte Mohikaner

 Von 
Hoch die Beine: Timothy Chandler, Bastian Oczipka und Yanni Regäsel (v.l.)  Foto: Heiko Rhode

Zum Frankfurter Trainingslager im eigenen Stadion erscheinen nur elf Profis.

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Niko Kovac hat sich das so schön vorgestellt mit dem Trainingslager im Stadtwald: Gemeinsames Frühstück in grüner Idylle, dann frohgemut rüber ins Stadion, hochmotiviert neue Spielformen einstudieren, wahlweise an den „basics“ (Kovac) feilen oder das „Fußball-ABC“ (auch Kovac) wiederholen, mittags im benachbarten Hotel gemeinsam den Lunch einnehmen, ruhen, Gespräche führen, Videoanalysen, um schließlich zur Nachmittagszeit eine weitere schweißtreibende Einheit abzuspulen. Und am Abend fahren die Kicker ermattet nach Hause. Dann klappt das auch mit dem Klassenerhalt.

Am Dienstag, noch vor der ersten Trainingseinheit, stöhnte Niko Kovac auf. „So hatte ich mir das nicht vorgestellt.“ Am Dienstag fanden sich zur ersten Einheit mit dem Ball genau neun Feldspieler auf dem Trainingsplatz im Schatten der WM-Arena ein, Castaignos, Waldschmidt, Ignjovski, Regäsel, Abraham, Oczipka, Kittel sowie Huszti und Chandler, wobei nur die beiden letzten am Samstag überhaupt in der Startformation standen. Dazu gesellten sich die Torhüter Nummer drei, Zummack, und vier, Balayew.

Klar: Es ist Länderspielpause und allein acht Akteure (Hradecky, Lindner, Djakpa, Hasebe, Zambrano, Ayhan, Seferovic und Fabian) waren von ihren jeweiligen Nationaltrainern angefordert worden. Dazu fehlten die verletzten Reinartz (Sprunggelenk), Meier (Knieschmerzen), Medojevic (Achillessehne), Stendera (Adduktorenprobleme), Gacinovic (Pfeiffersches Drüsenfieber), kurzfristig meldeten sich noch Aigner (Grippe), Ben-Hatira, der am Abend zuvor noch im HR-Studio eine ordentliche Figur abgegeben hatte (Durchfall) und Russ (Adduktorenbeschwerden) ab. Niko Kovac fehlten also am Dienstag sage und schreibe 16 Spieler, und nimmt man die Langzeitverletzten wie Flum (Kniescheibenbruch) und Anderson(Knorpelschaden) dazu, sogar 18 Profis – ein komplettes Team.

Niko Kovac und sein Bruder Robert werden jetzt improvisieren müssen. „Ich muss jetzt was ändern, so hatte ich die Woche nicht geplant.“ Er wollte im technisch-taktischen Bereich arbeiten, dazu Kondition bimsen, größere Spiele machen. Er muss das jetzt alles reduzierter tun, denn im Grunde betreibt er in diesen Tagen Einzeltraining. Den elf Spielern, die am Dienstag übten, standen neun Betreuer (inklusive Trainer, Fitnesstrainer, Physios) gegenüber. Taktisch kann Kovac, da ja im Grunde die komplette erste Elf fehlt, so gut wie gar nichts einstudieren. Dennoch wurde gestern zweimal trainiert, der Mittwoch wird der Konditionsbolzerei ohne Ball gewidmet, am Gründonnerstag bittet Kovac „die letzten Mohikaner“ wieder zu einer doppelten Einheit.

Da ist es vielleicht ganz gut, dass der nächste Gegner ohnehin der FC Bayern München ist, dort hängen die Trauben seit jeher hoch und alles andere als eine Defensivtaktik wird nicht sehr erfolgreich sein. Dort kann es im Grunde nur darum gehen, den Schaden (an Gegentoren) so gering wie möglich zu halten. Auch das Torverhältnis kann am Ende den Ausschlag geben, mit minus 14 Toren (29:43) stehen die Hessen nicht so gut da. Zudem müssen sie neben München auch noch gegen Dortmund spielen, auch da sind angesichts geballter BVB-Offensivkraft Gegentore programmiert.

Tatsächlich ist die Partie danach, das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim, das wirklich wichtige. Bis dahin soll auch Alex Meier, der beste Torschütze, womöglich wieder fit sein. „Hoffenheim ist ein Ziel“, sagt Kovac, „das ist realistisch.“

Die Saison beendet ist dagegen für Slobodan Medojevic. Eine Untersuchung hat jetzt ergeben, dass er einen Teilabriss an der Achillessehne erlitten hat und dies macht „eine Operation unumgänglich“, sagte Niko Kovac. Die Probleme mit der Achillessehne belastet den defensiven Mittelfeldspieler schon mehr als ein Jahr. Bislang hat er die Blessur mit regelmäßiger Therapie in den Griff bekommen. Mittlerweile, so der Fußballlehrer, seien „die Schmerzen aber unerträglich“. Medojevic, der gerade wieder zurück in die Mannschaft gefunden hatte, hat sich die Fasern nicht bei einem Foul oder einem Schlag auf die Ferse gerissen. Die OP ist auch deswegen notwendig, weil die Gefahr besteht, dass die Sehne, wenn nicht behandelt, komplett reißt. Wann der Serbe unters Messer muss, steht nicht fest.

Derweil hofft der glücklose Haris Seferovic im Schweizer Trainingslager den Kopf frei zu bekommen, um die Blockade beim Torschuss zu beheben. Per Facebook teilte er mit: „Es geht nur gemeinsam, und ich verspreche euch, ich schmeiß mich in alles rein, so lange der Ball nicht wieder im Netz ist. Vielleicht treff ich nochmal in diesem Leben.“

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