Das fünfte torlose Spiel hintereinander ist bei Eintracht Frankfurt weitgehend abgearbeitet. Wirklich toll findet das niemand, aber größere Sorgen macht es auch nicht. „Es gibt halt solche Phasen“, ist die offizielle Lesart, spätestens im nächsten Heimspiel gegen den angeschlagenen VfB Stuttgart wird die Kugel schon wieder ins Netz flutschen, hofft halb Frankfurt.
In der ganzen Diskussion um das Spiel an der Leine, das regelgerechte Tor von Alex Meier, die spektakuläre Rettungstat von Pirmin Schwegler auf oder hinter der Linie, der Harmlosigkeit im Sturm, ist eine Personalie überhaupt nicht in den Fokus gerückt. In Hannover musste die Eintracht zum ersten Mal in dieser Saison ohne eines ihrer etatmäßigen Schwungräder auskommen, in Hannover spielten die Hessen ohne Sebastian Rode, den Dampfmacher im Mittelfeld. Der 22-Jährige saß eine Gelbsperre ab.
Gut dabei
Pirmin Schwegler: Lenker und Denker. Bestimmte den Rhythmus des Spiels. Leider machte er es auch langsam, spielte lieber einen weiteren Sicherheitspass, als das Risiko zu suchen. Immer anspielbereit, war überall zu finden, sogar kurz nach der Pause auf der eigenen Torlinie. Da rettete er gegen Ya Konan. Hatte, logisch, die meisten Ballkontakte (100).
Das ist an und für sich nichts Besonderes, das Besondere in diesem Fall aber war: Während und nach dem Spiel war das Fehlen des eigentlich kaum Ersetzbaren überhaupt kein Thema. Sebastian Rode wurde im Grunde gar nicht groß vermisst.
Das lag zum einen an der sehr soliden Leistung seines Vertreters Stefano Celozzi, der von Trainer Armin Veh gelobt wurde: „Er hat gleich gut reingefunden und ein gutes Spiel gemacht.“ Das lag aber auch daran, dass der sehr umschwärmte Rode in der Rückrunde nicht an die überragende Form aus der Vorrunde anknüpfen konnte. Am Montagabend war Rode zu Gast im Hessischen Fernsehen, und da räumte er ein, zuletzt ein wenig mit seinen Leistungen durchzuhängen. Er spürt ja selbst, dass es nicht mehr so rund läuft wie noch vor der Winterpause. Woran das liegt, ist ihm selbst schleierhaft. Jetzt hat Rode seine Fußballschuhe gewechselt. Natürlich beschäftigen ihn die vielen lukrativen Angebote anderer Klubs, die mit astronomischen Summen locken. Natürlich macht er sich da seine Gedanken. „Er steht vor einer schweren Entscheidung“, sagte Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner der FR. Der neue Kontrakt sei ein „wichtiger Schritt“ für ihn, das müsse alles sehr sorgsam abgewägt werden.
Nullnummer im Schneeregen: Eintracht Frankfurt trifft auch gegen Hannover nicht ins Tor.
Foto: AFPAndererseits spürt Rode, dass es so langsam wieder aufwärts geht mit ihm. „Gegen Gladbach war es doch ganz ordentlich von mir“, sagt er. Selbstverständlich steht Rode am Sonntag gegen Stuttgart wieder in der Anfangself, die Pause hat ihm womöglich gut getan, der Akku ist wieder aufgeladen. Zudem hat er seine Fersenprellung auskurieren können. Er hat ein paar Tage mit dem Training ausgesetzt.
Auf die Dynamik und die Aggressivität des „alten“ Sebastian Rode will und kann die Eintracht nicht verzichten. Klar: Rode muss an seinem Abschluss feilen, er weiß das. Bislang hat der defensive Mittelfeldspieler in 24 Ligaspielen noch kein Tor geschossen, selbst als Vorbereiter ist er nur einmal in Erscheinung getreten. Aber das ist auch nicht seine vordringlichste Aufgabe. Er ist, gemeinsam mit Pirmin Schwegler, zunächst einmal für die Organisation der Defensive zuständig. Das klappt inzwischen gut, besser als das mit dem Toreschießen. „Natürlich ärgert uns das. Aber wir bleiben ruhig. Irgendwann kommt es wieder“, sagt Rode. Gegen Stuttgart wäre eine gute Gelegenheit, mit dem Treffen anzufangen.
-45 Minuten: Soll ich’s wirklich machen?
Spielplan, Ergebnisse, Tabelle und mehr Statistik
Reden Sie mit! Im Blog-G.
Verfolgen Sie die Spiele im Bundesliga-Live-Ticker
Sehen Sie die FR-Videokolumnen.

Die Zukunft der Frankfurter Rundschau ist gesichert. Die Eigentümer betonen, es gibt keinen Einfluss auf das gewachsene politische Profil. Chefredakteur Festerling blickt nach vorne: "Wir haben einiges vor."

Auch unterwegs bestens informiert - holen Sie sich FR-Online.de in unserer speziellen Aufbereitung aufs Handy. Neben unseren News bekommen Sie unterwegs viele Sport-Liveticker, die aktuelle Verkehrslage, das Kinoprogramm für Rhein-Main samt Bilder und Trailer, TV-Tipps und das lokale Wetter. All das ganz ohne App. Die Adresse: mobil.fr-online.de.
|
|