Aktuell: Paralympics 2016 in Rio | Sport A-Z | Fußball-News | Eintracht Frankfurt | Blog-G
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Eintracht Frankfurt
Spielberichte und Interviews, News und Hintergründe zu Eintracht Frankfurt

18. Juni 2013

Eintracht Frankfurt: Oka Nikolov, der Mohikaner

 Von 
Bekommt eine Anstellung bei der Eintracht: Oka Nikolov.  Foto: S. Krieger

Mit dem Abgang von Oka Nikolov verliert Eintracht Frankfurt und die Bundesliga einen außergewöhnlichen Spieler. Seine Treue machte ihn in dieser globalisierten Fußball-Welt zu etwas Besonderem.

Drucken per Mail

Am Montag hat Oka Nikolov in Groß-Zimmern in aller Ruhe mit Jörg Roßkopf und ein paar Kumpel eine Runde Golf gespielt. Da waren die Würfel schon gefallen, da war klar, dass etwa Außergewöhnliches passiert war. Und dass Oka Nikolov nach 22 Jahren bei Eintracht Frankfurt, davon 19 im Profibereich, den Klub, seinen Klub, in Richtung USA verlassen wird, ist allemal etwas Außergewöhnliches – zumindest für einen wie Oka Nikolov.

Einen wie Oka Nikolov nämlich gibt es nicht mehr in der Bundesliga. Einen, der seinem Verein über Jahrzehnte die Treue hält, der nicht alle Jahre wieder in einer anderen Stadt ein neues Trikot überstreift und sodann inbrünstig das Wappen küsst, heute dieses, morgen jenes.

Ein anständiger Kerl

Oka Nikolov gehört einer aussterbenden Spezies an, ja, wahrscheinlich ist er der letzte seiner Art, der letzte Mohikaner sozusagen. Diese Treue machte ihn in dieser globalisierten Fußball-Welt zu etwas Besonderem, vielleicht sogar zu einer Marke. Darauf gründete sich zum großen Teil auch sein enorm hohes Standing innerhalb der Mannschaft, und auf seiner Empathie und positiven Lebenseinstellung. Oka Nikolov ist schlicht ein anständiger Kerl geblieben, loyal, kollegial, vernünftig. Sein Weggang hinterlässt menschlich ein großes Vakuum.

Aber irgendwie passt der seit Ende Mai 39 Jahre alte Torwart nicht mehr in diese Zeit, da Berater, windige zuweilen, ihren Schützlingen durchaus zuraten, möglichst oft den Klub zu wechseln, um noch einen besseren Vertrag zu ergattern. Dies mag man gut finden oder schlecht, die Entwicklung ist im professionellen Fußball-Betrieb aber unwiderkehrbar: Den Profisportler zieht es magisch zu den Fleischtöpfen. Selbst solche wie Sebastian Rode, ein an Bodenständigkeit und Allürenfreiheit kaum zu überbietender Junge, glaubt irgendwann, den Lockrufen des großen Geldes nicht standhalten zu können.

Oka Nikolov wird sich im Spätherbst der Karriere einen großen Traum erfüllen. Es ist ein mutiger Schritt, aber einer, der sich lohnen könnte; dann nämlich, wenn er den Mut findet und die Bereitschaft, seinen Horizont zu erweitern, neue Erfahrungen zu machen. Dies wird ihn bereichern, wird ihn in seiner Persönlichkeit ein weiteres Stück reifen lassen. Es wird ihm guttun, mal was anders zu sehen, sich nochmals beweisen zu müssen, auch im Hinblick auf seine spätere berufliche Zukunft, die er im Fußball sieht, womöglich bei der Eintracht.

Zurückkommen kann einer wie Oka Nikolov immer und überall. Dieser gute Ruf hat er sich erarbeitet – und der ist mit Geld nicht aufzuwiegen.

[ Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann bestellen Sie gleich hier 4 Wochen lang die neue digitale FR für nur 5,90€. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Spielberichte und Interviews, News und Hintergründe zu Eintracht Frankfurt.

Alles zur Eintracht Frankfurt

Reden Sie mit! Im Blog-G.

Verfolgen Sie die Spiele im Bundesliga-Live-Ticker.

Der aktuelle Spielplan von Eintracht Frankfurt.

Der Kader der Eintracht.

Sehen Sie die FR-Videokolumnen.

Fußball-Nachrichten

FR-Videokolumne vom 05. Dezember

Den Punkt nehmen wir!

Anzeige

Aus den Sportarten
Weblog

Eintracht: Berichte | Spielplan | Team | FR-Videos

FR-App und E-Paper

Bei uns bekommen Sie das neue iPad Air von Apple im Paket mit der preisgekrönten FR-App - einschließlich aller FR-Ausgaben im Layout der Zeitung als E-Paper.

Twitter