Der Wüstentrip der Frankfurter Eintracht ist Geschichte, doch die Reise an den Persischen Golf soll in die Zukunft wirken. Der hessische Bundesligist hat in Abu Dhabi, dem Finanzzentrum der Emirate, eine gute Visitenkarte hinterlassen. Die Verantwortlichen haben ein internationales Bild gezeichnet, viele Klinken geputzt: Kinder in der Schule besucht, mit einflussreichen Managern gespeist, Audienzen bei mächtigen Scheichs ergattert. Die Charmeoffensive in der Wüste soll ein paar Türen öffnen. Und es würde nicht verwundern, wenn der neue Hauptsponsor einer aus dem Ausland wäre.
Die Eintracht hat sich gewandelt, sie hat sich ein Stück weit neu erfunden, sie ist offener, moderner, lebendiger geworden. Die Entwicklung abseits des Platzes korrespondiert mit dem Auftreten auf dem Fußballfeld. Dort sind keine Anzeichen dafür zu erkennen, dass das Team von Trainer Armin Veh einbrechen wird. Das muss nicht zwingend reichen, um einen Startplatz für den europäischen Wettbewerb zu ergattern, doch es kann. Soll der große Wurf gelingen, muss auch Fortuna mitspielen: Sollten sich Stammspieler verletzen, bricht das schöne, aber fragile Gebilde auseinander. Das Leistungsgefälle ist groß, nach der ersten Elf kommt lange nichts, die Spieler aus dem zweiten Glied können kurzzeitig eine Lücke abdichten, aber sie nicht dauerhaft schließen. Die Frankfurter müssen überdies ihre poröse Abwehr stabilisieren, der ohne Spielpraxis gekommene Rückkehrer Marco Russ muss sich steigern. Vielleicht wäre es klüger, zu Beginn Routinier Heiko Butscher aufzubieten.
Und die Hessen müssen im Sturm nachlegen. Kein Angreifer wird höheren Bundesligaansprüchen gerecht: Olivier Occean, als Stürmer Nummer eins geholt, ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Srdjan Lakic, als Zugang gehandelt, mag zuletzt keine Bäume ausgerissen haben, doch schlimmer kann es da vorne kaum mehr kommen. Es wird interessant sein zu beobachten, ob sich umworbene Spieler wie Sebastian Rode und Sebastian Jung von den ständigen Wechselgerüchten freimachen und unbeschwert weiterspielen können. Störfeuer sind in der Bundesliga an der Tagesordnung – an der Spitze erst recht.
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Die Zukunft der Frankfurter Rundschau ist gesichert. Die Eigentümer betonen, es gibt keinen Einfluss auf das gewachsene politische Profil. Chefredakteur Festerling blickt nach vorne: "Wir haben einiges vor."

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