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Eintracht-Kultfigur Alex Schur: „Im Sturm musst du den Kopf oben behalten“

Ich will vorankommen - Alexander Schur.
"Ich will vorankommen" - Alexander Schur.
Foto: Rhode

Ex-Kapitän Alexander Schur erzählt im FR-Interview über das Positive vom Auftritt der Eintracht in Paderborn, den Abstiegskampf seiner A-Jugend und den Traum, Proficoach zu werden.

Frankfurt –  

Alexander Schur, 40, wird bei Eintracht Frankfurt als derjenige gesehen, der das Zeug hat, in nicht allzu ferner Zukunft die Profis zu trainieren. Der jetzige A-Jugendcoach und frühere Kapitän soll behutsam aufgebaut werden. Ab Sommer will er den Fußballlehrer-Lehrgang absolvieren, der Eintrachtler mit Leib und Seele soll dann die U23 von Oscar Corrochano übernehmen, der für Schur die U19 anleiten soll.

Bestätigen möchte der Familienvater den Rollentausch nicht. Und irgendwann mal Profitrainer werden? „Das ist zurzeit nicht mal im Hinterkopf“, sagt Schur. „Ich mache alles Schritt für Schritt.“

Herr Schur, Sie wissen ja, wie Aufstieg geht. Läuft da zurzeit was schief beim Projekt Wiederaufstieg in Frankfurt?

Ich weiß, wie man aufsteigt, das stimmt. Ich weiß aber auch, wie man absteigt (lacht). Aber mal im Ernst: Ich weiß nicht, weshalb da jetzt rund um die Eintracht so eine Aufregung herrscht. Sie hat in Paderborn schlecht gespielt, aber das darf man doch jetzt um Gottes Willen nicht überbewerten. Nach dem Spiel gegen FSV war das Medienecho so, als sei die Eintracht schon aufgestiegen. Jetzt ist es genau umgekehrt. Das geht mir viel zu schnell.

Aber dieser Auftritt in Paderborn war schon einigermaßen ernüchternd.

Das kann doch mal passieren. Die Eintracht hat einen schlechten Tag erwischt, Paderborn war spielerisch gut drauf. Dann kann das mal so ausgehen. Aber da muss man jetzt die Nerven behalten. Die Eintracht kann auch so ein Spiel verkraften, sie hat sich vorher ein gutes Polster erarbeitet. Da darf jetzt nur nichts einreißen. Aber man muss auch mal sehen, dass sie noch nicht einmal auch nur ansatzweise so etwas wie eine Krise hatte. Wichtig ist, dass man Richtung Endphase der Saison an Stabilität gewinnt und irgendwann die nötige Aufstiegseuphorie in und um die Mannschaft dazu kommt. Und man sollte auch mal das Positive herausstellen, selbst in diesem Spiel.

Die Karriere des Alex Schur

Bildergalerie ( 18 Bilder )

In diesem Spiel?

Ja, klar. Die Mannschaft hat auch da eine Reaktion gezeigt, kam nach dem 0:2 wieder zurück, auch wenn es am Ende nicht zu Zählbarem gereicht hat. Aber dass sie sich berappelt hat, zeugt auch von Moral. Ich kann da keinen erkennen, der sich hängen lässt. Und das ist ein gutes Zeichen. Und man darf auch nicht alles schlechtreden, es war jetzt ein schlechtes Spiel. Man sollte das richtig einschätzen.

Ist man als Profi anfällig für zu viel Lob?

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Schur, der Aufstiegsheld

Es war ein Sonntag, der 25. Mai 2003, als Alexander Schur zum Aufstiegshelden wurde. Es lief die letzte Minute am letzten Spieltag, die Eintracht brauchte noch ein Tor, ein einziges.

Von links brachte Henning Bürger den Ball in die Mitte, Alex Schur schraubte sich empor und köpfte die Kugel irgendwie ins Netz. 6:3 gegen Reutlingen.

Ein Tor für die Ewigkeit.

Na ja, nach dem guten Auftakt im neuen Jahr kamen viele Schulterklopfer zum Vorschein, auch die Presse überschlug sich förmlich.

Als Fußballprofi ist man eigenverantwortlich, man sollte sich realistisch einschätzen können. Und in der zweiten Liga ist es in dieser Saison doch so, dass man nur auf die Tabelle schauen muss, um zu erkennen, wie viele Mannschaften noch im Aufstiegsrennen sind. Da wird man immer wieder getrieben, weil die Konkurrenz nicht locker lässt.

Aber noch mal: Ich habe nicht den Eindruck, dass der Schlendrian Einzug gehalten hat. Das sind nicht die Typen. Sebastian Jung etwa ist ein Arbeiter, der immer Gas gibt und nicht locker lässt. Oder auch Sebastian Rode, Mo Idrissou, Heiko Butscher und viele andere. Und nicht zuletzt mein Freund Oka Nikolov. Außerdem kommt bald der Kapitän zurück, der dem Team zusätzliche Stabilität bringen kann.

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Datum:  3 | 3 | 2012
Seiten:  1 2 3
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Mannschaft Tore Punkte
1 Greuther Fürth 73:27 70
2 Eintracht Frankfurt 76:33 68
3 Fortuna Düsseldorf 64:35 62
4 FC St. Pauli 59:34 62
5 SC Paderborn 51:42 61
6 1860 München 62:46 57
7 Union Berlin 55:58 48
8 Braunschweig 37:35 45
9 Dynamo Dresden 50:52 45
10 MSV Duisburg 42:47 39
11 VfL Bochum 41:55 37
12 FC Ingolstadt 43:58 37
13 FSV Frankfurt 43:59 35
14 Energie Cottbus 30:49 35
15 Erzgebirge Aue 31:55 35
16 Karlsruher SC 34:60 33
17 Alemannia Aachen 30:47 31
18 Hansa Rostock 34:63 27
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