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Eintracht-Stürmer Amanatidis: "Ich brauche ein Ziel"

Eintracht-Stürmer Ioannis Amanatidis spricht im FR-Interview über seine zweite Knie-Operation, das mögliche Karriere-Aus und Trainer Michael Skibbe.

Ioannis Amanatidis: Mein Ziel ist, mich jeden Tag ein bisschen zu verbessern.
Ioannis Amanatidis: "Mein Ziel ist, mich jeden Tag ein bisschen zu verbessern."
Foto: Alex Kraus/FR

Ioannis Amanatidis, was ging in Ihnen vor, als Sie nach der Operation am Montag in Augsburg die niederschmetternde Diagnose erfuhren?

Das war mir schon vorher klar. Man hat doch schon auf den Röntgen-Bildern zuvor schon gesehen, dass ein bisschen was dran ist. Oder besser: dass sich etwas vom Knorpel gelöst hat. Die Frage war nur, wie viel? 30, 40, 50 Prozent oder mehr.

Und wie viel waren es dann?

Es ist nur noch die Hälfte an Knorpel da. Das war jetzt für mich keine so große Überraschung. Das macht die Sache jetzt auch nicht viel schwieriger, weil ja sowieso angebohrt werden musste.

Das Knie wurde also angebohrt, damit sich neuer Knorpel bildet.

Genau. Es geht mittlerweile ganz gut mit dem Bein, die Schläuche sind entfernt. Und ich kann das Knie passiv schon bewegen. Ich glaube, dass der Heilungsprozess beschleunigt wird und ich früher wieder auf den Platz stehe. Trotzdem: Die neue Operation ist natürlich scheiße. Auch wenn sie nicht ganz so umfangreich war wie beim ersten Mal.

Wie lange, glauben Sie, werden Sie aussetzen müssen?

Das kann ich so genau nicht sagen. Wie gesagt: Ich kann das Knie teilbelasten, das konnte ich nach der ersten Operation so schnell nicht. Deshalb bin ich etwas optimistisch. Ich kann die Krücken auch schon in zehn Tagen bis zwei Wochen weglegen. Beim ersten Mal musste ich sechs Wochen an Krücken gehen. Das ist ein Vorteil. Ich bin sicher: Das wird schon wieder werden.

Sie wollen schneller fit werden als nach der ersten OP?

Ich nehme mir die Zeit, die ich brauche. Man kann nicht sagen: Die Pause dauert einen Monat kürzer oder länger. Aber nach drei Tagen geht es mir nicht schlecht. Das Knie ist kaum geschwollen. Ich bin jetzt schon weiter als nach der ersten OP.

Machen Sie sich dennoch Sorgen, ob Ihre Karriere womöglich gefährdet sein könnte?

Quatsch, gar nicht. Ich habe keine Bedenken. Ich werde wieder auf dem Platz stehen.

Bereuen Sie im Nachhinein, vor einem Jahr trotz der bekannten Schäden im Knie gegen den Karlsruher SC eine halbe Stunde gespielt zu haben?

Nein. Ich glaube nicht, dass dieses Spiel der Auslöser war für meine Knieproblematik. Ich hatte vorher schon Beschwerden, deshalb kam ich nur von der Bank und nur für eine halbe Stunde.

Wenn Sie auch noch auf die halbe Stunde verzichtet hätten, vielleicht wäre das Knie nicht ganz so schwer geschädigt worden?

Glaube ich nicht. Aber mit Was-wäre-gewesen-wenn kommen wir nicht weiter. Das ist ja auch uninteressant, man kann die Sachen ja nicht rückgängig machen.

Sehen Sie Ihren großen Traum, die WM in Südafrika, gefährdet?

Wenn ich bis dahin fit bin, was ich denke, werde ich dabei sein.

Das ist Ihr Ziel?

So weite Ziele stecke ich mir nicht. Mein Ziel ist, mich jeden Tag ein bisschen zu verbessern. Aber ich brauche ein erreichbares Ziel: Wenn man irgendetwas machen müsste ohne Ziel, das wäre langweilig.

Planen Sie, in dieser Saison noch einmal zu spielen, so wie beim ersten Mal?

Die Rückrunde endet Mitte Mai. Das sind über sechs Monate. Ich mache mir doch jetzt keine Gedanken, was in sechs Monaten ist. Ich denke nur Schritt für Schritt. Also erst Krücken weglegen, dann kann ich ganz normal gehen, dann geht es an die Geräte, dann machen wir Krafttraining und arbeiten an der Beweglichkeit, und dann sehen wir weiter.

Die Eintracht wird einen Ersatz für Sie holen müssen, oder?

Ja. Aber ich möchte mich zur Personalien nicht äußern. Aber nur mit Fenin, Liberopoulos und Meier wird es mittelfristig ein bisschen dünn. Und wenn sich einer von denen verletzt, haben wir ja gar niemanden mehr.

Was halten Sie von der Fundamentalkritik von Trainer Michael Skibbe?

Das ist eigentlich nicht mein Bereich. Das ist der Bereich des Trainers. Aber klar ist auch: Wir sind nicht Bayern München oder Werder Bremen. Das wusste er vorher.

(Interview: Thomas Kilchenstein)

Datum:  12 | 11 | 2009
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1 Greuther Fürth 73:27 70
2 Eintracht Frankfurt 76:33 68
3 Fortuna Düsseldorf 64:35 62
4 FC St. Pauli 59:34 62
5 SC Paderborn 51:42 61
6 1860 München 62:46 57
7 Union Berlin 55:58 48
8 Braunschweig 37:35 45
9 Dynamo Dresden 50:52 45
10 MSV Duisburg 42:47 39
11 VfL Bochum 41:55 37
12 FC Ingolstadt 43:58 37
13 FSV Frankfurt 43:59 35
14 Energie Cottbus 30:49 35
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