Eintracht Frankfurt
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07. Januar 2013

Eintracht-Trainingslager: Schwer am Wackeln

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Zum Wegschauen: Marco Russ hat es auch nicht gefallen.  Foto: Heiko Rhode

Auch mit Marco Russ findet die Eintracht-Abwehr nicht zur Stabilität – der Neuzugang enttäuscht beim Test im Trainingslager.

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Auch mit Marco Russ findet die Eintracht-Abwehr nicht zur Stabilität – der Neuzugang enttäuscht beim Test im Trainingslager.

Abu Dhabi –  

Kurz vor Schluss war 15-Millionen-Mann Ricardo ein letztes Mal entwischt. Der frühere brasilianische Nationalspieler lauerte zum x-ten Mal an der Nahtstelle der Frankfurter Abwehr – und zum x-ten Mal schlüpfte er auch hindurch durch das löchrige Eintracht-Netz. Ricardo, für den Al Jazira einst 15 Millionen Euro hinblätterte, lupfte den Ball noch ganz frech über Kevin Trapp hinweg ins Netz. Es war das 5:4 für das Team aus Abu Dhabi, der Endstand in einem unterhaltsamen Freundschaftsspiel zwischen Al Jazira und der Eintracht. Marco Russ, der neue und alte Manndecker, fand die Partie ganz sicher nicht so unterhaltsam.

Fehlende Spielpraxis

Der 27-Jährige, taufrisch aus Wolfsburg zur Eintracht zurückgekehrt, hat gerade im zweiten Durchgang ein ums andere Mal die Orientierung verloren. Das lag nicht nur an ihm, auch an der fehlenden Ordnung und der weit aufgerückten Mannschaft, aber Russ hat auch nichts zur Stabilität beigetragen. Im Gegenteil: Er war zu weit aufgerückt, verschätzte sich häufiger mal, es war ihm deutlich anzumerken, dass ihm Spielpraxis fehlt. Das sah auch Trainer Armin Veh so: „Man hat am Ende gesehen, dass er lange nicht mehr gespielt hat. Er hat auch nicht klug gespielt.“ Russ, sagte Veh, hätte sich fallen lassen, „tiefer stehen müssen“, zumal das Schiedsrichtergespann ohnehin nicht so auf der Höhe war und die Abseitsentscheidungen mehr nach dem Zufallsprinzip fällte. So aber gingen die Angreifer den Frankfurter Abwehrspielern fast immer von der Fahne. Und wenn Kevin Trapp nicht das Tor gehütet hätte, wäre die Eintracht im zweiten Abschnitt richtig unter die Räder gekommen. Da hatte Veh allerdings auch schon fast die komplette Mannschaft ausgetauscht. Der Coach möchte daher nur die erste Halbzeit als Maßstab gelten lassen, in der stand auch die Stammelf auf dem Platz. „Da haben wir nach vorne richtig gut gespielt, da war es ein guter Test.“ Durch die Wechsel sei der Spielfluss abgerissen, und so wertete Veh den zweiten Abschnitt eher als Trainingseinheit. „Mehr war das nicht.“

Vorne hui, hinten pfui

Die Eintracht spielte im Grunde wie in der Bundesliga: vorne hui, hinten pfui. Alex Meier stellte mal wieder seine herausragende Form unter Beweis, auch Bastian Oczipka, Takashi Inui und Stefan Aigner knüpften da an, wo sie vor ein paar Wochen erst aufgehört hatten. Leider auch Olivier Occean, der zwar ein Tor erzielte, ansonsten aber alles schuldig blieb.

Die größte Baustelle bleibt die Abwehr, und da wird die Frage sein, wie schnell sich Marco Russ fangen und stabilisieren kann. Den Auftritt gegen Al Jazira könne man „insgesamt nicht bewerten“, fand Veh. Doch auch er ist heilfroh darüber, noch zwölf Tagen an der Feinabstimmung feilen zu können. „Es ist wichtig, dass Zambrano und Russ jetzt diese Woche zusammen hier trainieren können. Das tut uns gut.“

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