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Eintracht Frankfurt
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30. Januar 2016

FC Augsburg - Eintracht Frankfurt: Eintracht scheitert am Hexer im Tor

 Von  und 
Augsburgs Raul Bobadilla (l) hat beim Kopfball gegen David Abraham keine Chance.  Foto: dpa

Eintracht Frankfurt hat beim Angstgegner FC Augsburg den Sieg vor Augen, doch sie scheitert allein dreimal an Teufelskerl Marwin Hitz im Kasten der Schwaben. Doch der Aufwärtstrend ist unverkennbar, das 0:0 bringt den Hessen vor allem neues Selbstvertrauen.

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Augsburg –  

Hinterher war einer in aller Munde. Und dieser eine war kein Eintrachtler, er stand beim Gegner im Tor: Marwin Hitz, ein Schweizer in Diensten des FC Augsburg, Gleich dreimal hatte er allein gegen Frankfurter Schüsse geradezu sensationell gehalten. Dreimal hatten die Frankfurter den Torschrei auf den Lippen, dreimal bekam der Hexer im Tor noch irgendwie eine Hand an den Ball. „Wie ein Handballtorwart hat der gehalten“, lobte Rechtsaußen Stefan Aigner . Er war es, der nach 68 Minuten und einem feinen Pass von Marco Fabian allein auf das Augsburger Tor gesprintet war. „Der Schuss“, staunte Aigner sogar noch hinterher, „wäre zu 100-prozentig reingegangen. Doch irgendwie hat Hitz noch den Arm hoch bekommen.“ Und Aigner stand mit vergebenen Chancen nicht alleine da: Erst war es Alexander Meier (60.), der eine Flanke von Bastian Oczipka gegen die Laufrichtung des Schlussmannes köpfte, doch Hitz bekam noch die Hand dran. Dann , fünf Minuten vor dem Ende, kam Szabolcs Huszti aus vielleicht, fünf, sechs Metern frei zum Schuss – und wieder riss Marwin Hitz noch eine Faust hoch und parierte. „Weltklasse“, sagte Mannschaftskamerad Markus Feulner. Die Augsburger wussten schon, wem sie dieses torlose Remis zu verdanken hatten.

Tatsächlich war es allein Marwin Hitz, der den Augsburgern diesen einen Punkt rettete. „Wir sind an einem hervorragend haltenden gegnerischen Torwart gescheitert“, sagte Sportdirektor Bruno Hübner. „Er hat Reflexe gezeigt, die man selten sieht“, fand auch Trainer Armin Veh. Und Marco Russ fasste zusammen: „Das war heute Frankfurt gegen Hitz. Er hat uns genervt.“ Aber die Leistung des gegnerischen Torwarts, so Russ, könne man auch mal loben.

Keine Frage war allerdings: Die Eintracht hätte dieses Spiel für sich entscheiden müssen. Sie war, speziell in der zweiten Halbzeit, die bessere, die reifere  Mannschaft, sie gewann mehr Zweikämpfe, hatte mehr vom Spiel und auch genügend Torchancen. Bis auf die ersten 15 Minuten der Partie, in der Augsburg stark war, hatten die Hessen „das Spiel im Griff“, sagte Klubchef Heribert Bruchhagen, ja, sie waren sogar dominant. Die Gastgeber hatten in den 90 Minuten genau zwei Möglichkeiten, Daniel Baier (16.) und Raul Bobadilla (57.) hatten sie, mehr ließen die Frankfurter nicht zu. Und endlich spielten die Hessen auch wieder Fußball. Ein Aktivposten war auf jeden Fall  Marco Fabian. Der Mexikaner hatte viele gute Ideen, suchte  immer den direkten Weg nach vorne. „Wenn er am Ball war, hatte man immer ein gutes Gefühl", sagte Veh. Er und Huszti, die beiden Neuzugänge,  „tun uns gut“, lobte der Fußball-Lehrer, sichtlich entspannt nach einem gelungenen Auftakt in die Rückrunde.

„Dieses Spiel, fand Aigner, „macht Mut.“ Es sei eine klare „Leistungssteigerung gegenüber dem Wolfsburgspiel gewesen“, sagte der Vorstandsvorsitzende, Bruno Hübner sprach von einem „guten Auswärtsspiel“, Trainer Veh davon, dass man „ein richtig gutes Spiel gemacht hat. Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, war gut. Wir hätten gewinnen müssen.“

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 Vor allem hat die Eintracht den Kampf angenommen, sie zog nicht ängstlich zurück, sondern hielt dagegen. „Früher hatten wir hier meistens die Ballettschühchen an, heute die Bergstiefel“, sagte Vorstandsmitglied  Axel Hellmann. Allerdings floss auch Wasser in den Wein : Makoto Hasebe und David Abraham sahen jeweils ihre fünften Gelben Karten und werden am kommenden Samstag im Spiel gegen den VfB Stuttgart fehlen. Es waren im Übrigen die einzigen Gelben Karten für Frankfurter Spieler. „Jetzt müssen wir wieder umbauen“, stöhnte Veh auf. Das ist insofern unglücklich, weil Eintracht Frankfurt gerade gefestigt wirkte und deutlich stabiler als noch in der Vorrunde. Die Mannschaft, das sei in aller Vorsicht gesagt, scheint endlich in die Spur gefunden zu haben. „Nun muss ich mir was einfallen lassen“, sagte Veh.

Denn der Abstiegskampf ist noch lange nicht gewonnen. Auch wenn der Weg der richtige zu sein scheint. Immerhin.  

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