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FC Bayern erteilt Pokallektion: Freilos Frankfurt

Eintracht Frankfurt geht in der Pokalpartie gegen den FC Bayern völlig unter. Über die gesamten 90 Minuten ist ein Klassenunterschied festzustellen. Vor allem Maik Franz liefert eine desolate Leistung ab. Von Thomas Kilchenstein, Ingo Durstewitz und Jörg Hanau

Treffsicher: Miroslav Klose.
Treffsicher: Miroslav Klose.
Foto: dpa

Was war diese Partie im Vorfeld hochgejazzt worden! Wie hatte sich halb Frankfurt auf dieses Spiel gefreut. Welch eine gute Gelegenheit, mal wieder vor einem Millionenpublikum für einen Paukenschlag zu sorgen! Jeder wollte im pickepacke vollen Stadion dabei sein, wenn die Bayern zu Fall gebracht werden, gut das Doppelte an Karten hätte man verkaufen können.

Und dann? War die Pokal-Partie gegen den FC Bayern München nach knapp 20 Minuten entschieden. Da stand es nach zwei Toren von Miroslav Klose bereits 2:0. Am Ende zogen die Münchner Bayern ohne ernsthaft gefordert zu werden mit einem 4:0 (3:0)-Erfolg ins Viertelfinale ein.

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Für die Frankfurter war dieser Mittwoch im Oktober ein schwarzer Tag. Denn sie wurden nach allen Regeln der Kunst vorgeführt. "Das war gar nichts, insbesondere von mir", sagte der während des Spiels völlig neben sich stehende Maik Franz am frustrierenden Ende des "Scheißtags".

Die Bayern erteilten den Hessen eine Lehrstunde, die sich gewaschen hatte. Über die gesamten 90 Minuten war ein Klassenunterschied festzustellen. "Heute hat sich der Qualitätsunterschied von der ersten bis zur letzten Minute gezeigt", urteilte auch Eintracht-Trainer Michael Skibbe.

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So schlecht, so desolat hat man Eintracht Frankfurt in den letzten Jahren nicht mehr gesehen. Es war schlicht ein Debakel. Symptomatisch für die unterirdische Leistung war die Vorstellung von Franz, der allein drei Tore verschuldete. Im Grunde war von der ersten Minute an klar, wer Chef im Ring sein würde: Es waren die Bayern, die von Anfang an wacher und präsenter waren als die Gastgeber.

Da war jederzeit der Wille zu spüren, diese Begegnung gewinnen zu wollen. "Man muss anerkennen, dass die Bayern uns in allen Belangen überlegen waren. Wir sind leider förmlich deklassiert worden", sagte Eintracht-Klubchef Heribert Bruchhagen. Der hatte schon zur Pause resignierend festgestellt: "Wir werden von den Bayern richtig an die Wand gespielt."

Die Münchner strotzten vor Selbstbewusstsein. Trainer Louis van Gaal ließ sich noch Minuten vor dem Anpfiff in aller Ruhe mit den Einlaufkindern fotografieren. "Mir san mir" reloaded. Die Eintracht fand überhaupt nicht ins Spiel, sie wirkte pomadig, war nicht wirklich auf dem Platz. Sie hatte auch, das ist nicht neu, ein Schnelligkeitsproblem.

Die Frankfurter Profis kamen nicht in die Zweikämpfe und immer mindestens einen Schritt zu spät. Bestes Beispiel das 0:1 (14.): Mark van Bommel lupfte den Ball einfach mal in den Frankfurter Strafraum, Klose lief in den freien Raum, von niemandem gestört, und hob den Ball locker über Torwart Oka Nikolov ins Tor. Es war der Anfang vom Ende. Vor dem 0:2, erneut von Klose erzielt, ging Maik Franz, der einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte, viel zu ungeschickt in einen Zweikampf mit Thomas Müller.

Das 0:3 legte er mit einem zu kurzen Rückpass den Bayern förmlich auf. Die Gäste spürten keine Gegenwehr, liefen ungestört durch die Frankfurter Hintermannschaft, die an diesem Abend eher einem Hühnerhaufen glich. Marco Russ und Maik Franz waren völlig überfordert. Am Samstag in München, beim achtbaren 1:2, war die Frankfurter Defensive viel stabiler, vielleicht auch deshalb, weil Chris da zusätzlich nach hinten beordert war.

In der zweiten Halbzeit korrigierte Skibbe das. Für die Bayern war die Partie nach dem 2:0 ohnehin nur noch eine bessere Trainingseinheit. So blieb die schöne Choreographie der Fans vor dem Spiel aus Frankfurter Sicht das Beste. Dann wurde die Partie leider angepfiffen.

Autor:  Thomas Kilchenstein, Ingo Durstewitz und Jörg Hanau
Datum:  28 | 10 | 2009
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2. Bundesliga
Mannschaft Tore Punkte
1 Greuther Fürth 73:27 70
2 Eintracht Frankfurt 76:33 68
3 Fortuna Düsseldorf 64:35 62
4 FC St. Pauli 59:34 62
5 SC Paderborn 51:42 61
6 1860 München 62:46 57
7 Union Berlin 55:58 48
8 Braunschweig 37:35 45
9 Dynamo Dresden 50:52 45
10 MSV Duisburg 42:47 39
11 VfL Bochum 41:55 37
12 FC Ingolstadt 43:58 37
13 FSV Frankfurt 43:59 35
14 Energie Cottbus 30:49 35
15 Erzgebirge Aue 31:55 35
16 Karlsruher SC 34:60 33
17 Alemannia Aachen 30:47 31
18 Hansa Rostock 34:63 27
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