Sie haben tatsächlich nicht Federball gespielt. Auch nicht Schach. Wäre denkbar gewesen. Nur nicht verletzen, heißt derzeit das Motto bei Eintracht Frankfurt, aber trainiert haben die Frankfurter Kicker trotzdem, und zwar sehr engagiert. Manches Mal hat Trainer Friedhelm Funkel aber die Luft angehalten, so vehement sind die Spieler im strömenden Regen gestern Morgen aneinandergerasselt. Passiert ist nichts, es gab nur blauen Flecken. Andererseits: Viel ärger kann es ohnehin kaum noch kommen. Nun steht fest, dass sich auch noch Junichi Inamoto verletzt hat, in allerletzter Minute beim 3:2-Sieg in Cottbus zog sich der sehr stark spielende Japaner einen Muskelfaserriss zu, "einen kleinen", wie Friedhelm Funkel noch anfügte. Der Riss mag klein sein, der defensive Mittelfeldspieler fällt dennoch für die Spiele morgen gegen die Bayern und am Sonntag in Mönchengladbach aus. "Ein schwerer Schlag für uns." Faton Toski könnte für ihn ins Team rücken.
Neun gestandene Spieler (in alphabetischer Reihenfolge: Amanatidis, Bajramovic, Bellaid, Chris, Inamoto, Köhler, Mahdavikia, Preuß und Vasoski) stehen den Hessen nicht zur Verfügung; für das mit 51 500 Zuschauern restlos ausverkaufte Spiel am Mittwoch (20 Uhr) gegen den FC Bayern München kann Funkel gerade mal 13 gesunde Profis aufbieten, der Rest des nur 17 Mann umfassenden Kaders wird erneut mit Amateur- und Jugendspielern aufgefüllt. Es gibt deutlich bessere Voraussetzungen, um auf wiedererstarkte Bayern zu treffen.
"Oka Nikolov wird auf der Hut sein müssen", warnt Funkel seinen Schlussmann schon mal vorsorglich vor "der geballten Angriffswut der Bayern". Im Grunde geht es für die Eintracht in diesem Spiel allein um Schadensbegrenzung. Zwar sagt Funkel, dass "wir uns nicht von vorneherein geschlagen geben werden", andererseits ist es nur schwer vorstellbar, wie diese Notelf den Bayern Paroli bieten soll. Andererseits: Durch die beiden Siege binnen vier Tagen hat erst einmal eine gewisse Entspannung Einzug gehalten in Frankfurt. Bayern München ist jetzt nicht unbedingt der Gegner, den man auf jeden Fall aus dem Stadion fegen muss.
Zumal Funkel der festen Überzeugung ist, dass "die Bayern noch raketenartig nach oben gehen werden". Jetzt erst hätten sie ihren Rhythmus gefunden, weil wegen der Europameisterschaft im Sommer viele Spieler erst verspätet in die Vorbereitung eingestiegen seien. Dessen ungeachtet ist die Zielvorgabe der Frankfurter klar. "Eine Chance hat man immer. Wir wollen das Spiel so lange wie möglich offen halten." Dazu bedarf es freilich eines: "Wir müssen über uns hinauswachsen. Jeder einzelne von uns."
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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