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Frisch vom Eintracht-Trainingsplatz: Keine Überraschung in Hannover

Mit einem Sieg wäre Eintracht Frankfurt fein raus aus dem Abstiegsschlamassel. Dummerweise zählt Hannover 96 zu den heimstärksten Mannschaften der gesamten Branche. Von Thomas Kilchenstein

Michael Fink (rechts) beim Training mit Martin Fenin.
Michael Fink (rechts) beim Training mit Martin Fenin.
Foto: Krieger

Zuletzt hat der Frankfurter Trainer Friedhelm Funkel ja fast schon gebetsmühlenartig davon gesprochen, dass auch die Eintracht noch überraschende Punkte holen wird - und nicht nur Cottbus (2:0 gegen Wolfsburg) oder Bochum (3:0 in Hoffenheim). Ist jetzt, am kommenden Samstag bei Hannover 96, der richtige Zeitpunkt dafür gekommen?

Nein, sagt Michael Fink, "das wäre ja keine Überraschung". Hannover empfinden viele Eintracht-Spieler auf Augenhöhe, "auch wenn sie momentan einen besseren Lauf haben", wie Alexander Meier sagt. Hannover 96 ist mit dem ersten Auswärtssieg der Saison am vergangenen Wochenende definitiv gerettet, dazu haben sie 30 ihrer 35 Punkte auf heimischen Boden erkämpft. "Das wird schwer", ahnt Meier.

Der Mittelfeldspieler, der zuletzt links in der Raute spielen musste und damit ein wenig vom Spielfluss abgeschnitten war, weiß noch nicht, in welcher taktischen Ausrichtung die Eintracht versuchen wird, an der Leine zu punkten. Er selbst, das ist kein großes Geheimnis, würde viel lieber hinter den Spitzen spielen, aber natürlich: "Ich spiele da, wo mich der Trainer hinstellt." Auch ins Tor? "Ja, da bin ich gar nicht so schlecht."

Pröll mit von der Partie

Nun ist die Not in Frankfurt unter der Latte nicht so groß, dass der Lulatsch aus dem Mittelfeld einspringen müsste. Am Donnerstagvormittag hat zum Beispiel Markus Pröll wieder mittun können. Tags zuvor hatte der neue, alte Stammkeeper wegen eines verspannten Nackens aussetzen müssen. Nun steht einem Einsatz in Hannover nichts mehr im Weg. Auch der Brasilianer Caio übte am Donnerstag wieder fröhlich mit, ob er in den Kader rutscht, wollte Funkel noch nicht verraten. Immerhin musste der Brasilianer zuletzt zehn Tage Medikamente nehmen.

Wenn also Hannover nicht dazu taugt, für eine Überraschung zu sorgen, gegen wen sollen dann die Punkte außer der Reihe geholt werden? Für Patrick Ochs ist das klar: Gegen Werder Bremen. Denn da habe die Mannschaft noch eine Rechnung offen. Die 0:5-Schlappe aus der Vorrunde - die höchste Saisonniederlage - ist in Frankfurt keinesfalls vergessen, "das dürfen wir nicht auf uns sitzen lassen", findet Ochs, der seine Gelbsperre abgesessen hat und gegen Hannover wieder hinten rechts verteidigen wird.

Kampf der Abstiegsangst

Dessen ungeachtet wollen die Frankfurter endlich die Abstiegsangst vertreiben. Das geht nur mit einem Sieg. "den wollen wir", sagt Michael Fink, der andere Rückkehrer. Dass die Eintracht jetzt noch mal in den Abstiegsschlamassel geraten ist, ist jedem im Team klar. "Wir wissen, dass wir noch Punkte brauchen", sagt Fink, "und die holen wir am besten nicht erst am letzten Spieltag." Da empfängt die Eintracht den Hamburger SV, der dann wahrscheinlich noch um den Einzug in die Champions League oder den Uefa-Pokal kämpft.

Was also kann man erwarten von dieser Eintracht in Hannover? "Was man immer von uns erwarten kann", sagt Meier, und zählt ein paar Tugenden auf: "Kampf, Leidenschaft, den Willen, alles zu geben." Das wird auch nötig sein, will die Eintracht nicht auf den letzten Drücker noch in die Bredouille geraten. Aber die Trauben in Niedersachsen hängen hoch. "Ein wichtiges Spiel", sagt Kapitän Christoph Spycher. Alex Meier weiß das auch: "Hier kann man verlieren, unentschieden spielen oder gewinnen", je nach Tagesform. Stimmt.

Autor:  Thomas Kilchenstein
Datum:  7 | 5 | 2009
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2. Bundesliga
Mannschaft Tore Punkte
1 Greuther Fürth 73:27 70
2 Eintracht Frankfurt 76:33 68
3 Fortuna Düsseldorf 64:35 62
4 FC St. Pauli 59:34 62
5 SC Paderborn 51:42 61
6 1860 München 62:46 57
7 Union Berlin 55:58 48
8 Braunschweig 37:35 45
9 Dynamo Dresden 50:52 45
10 MSV Duisburg 42:47 39
11 VfL Bochum 41:55 37
12 FC Ingolstadt 43:58 37
13 FSV Frankfurt 43:59 35
14 Energie Cottbus 30:49 35
15 Erzgebirge Aue 31:55 35
16 Karlsruher SC 34:60 33
17 Alemannia Aachen 30:47 31
18 Hansa Rostock 34:63 27
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