Am Donnerstag, früh morgens, haben Unbekannte ein Plakat aufgehängt. Am Zaun des Trainingsplatzes im Schatten des Frankfurter Stadions stand in roten und schwarzen Lettern: "4:1, Danke Trainer - Danke Jungs, Pro Eintracht." Das war einigermaßen überraschend, vor allem werden derartige Slogans in aller Regel nur am Spieltag im Stadionzaun befestigt.
Aber in diesen Tagen, da ein bizarrer Streit den Verein fast zu spalten droht, ist diese positive Unterstützung aller Ehren wert. Und Trainer Friedhelm Funkel, der im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen steht, wird das Plakat durchaus zur Kenntnis genommen haben.
Grüppchen lassen Unmut freien Lauf
Auch die Spieler, Marco Russ etwa, der seltsamerweise wegen seiner Aussage vom Samstag - "Wir haben auch ohne Caio Tore geschossen" - ebenfalls in den Fokus geraten ist, sagte am Donnerstag nach dem Training: "Uns stört das überhaupt nicht. Das sind ein paar Grüppchen, die schon von Anfang der Saison ihrem Unmut freien Lauf gelassen haben."
Er und die Kollegen konzentrierten sich nun auf die Aufgabe in Stuttgart, die schwer genug sei. "Da müssen wir hinten ganz kompakt stehen, sonst kriegen wir wieder wie im letzten Jahr in den ersten fünf Minuten zwei Tore."
Bruchhagen spricht mit Kiebitzen
Am Donnerstag war auch Klubchef Heribert Bruchhagen am Trainingsplatz. Auch er stellte sich erneut bedingungslos hinter den Trainer. "Diese Anfeindungen gegen Herrn Funkel dürften künftig genausowenig stattfinden wie die Verunglimpfungen der Mannschaft." Ansonsten findet er die ganze Diskussion im Grunde abstoßend: "Es nervt", sagte er, und fand noch die Zeit, mit dem am Trainingsplatz stehenden Kiebitzen ausgiebig zu diskutieren.
Er weiß aber auch: "Auch wenn die Argumente auf deiner Seite sind, wirst du die Gegenseite nie überzeugen. Im Gegenteil: die Position der Gegenseite wird nur noch verhärtet." In zehn Jahre habe Eintracht Frankfurt 16 Trainer ausgetauscht und dabei zehn Millionen Euro an Abfindung gezahlt - und doch will man einen Trainerwechsel.
Vertrauensverhältnis zum Trainer
Er sehe aber das tiefe Vertauensverhältnis der Mannschaft, namentlich der entscheidenden Spieler wie Nikolov, Ochs, Chris, Fink, Russ, Meier, Köhler, Amanatidis, Spycher, zu ihrem Trainer. Und dies sei die Grundlage des Erfolgs. "Vertrauen ist die Basis, um aus der Krise herauszukommen", sagte Bruchhagen, der auch klar machte, dass Eintracht Frankfurt kein Interesse hat, Patrick Ochs im Sommer zu verkaufen. "Wir trennen uns von keinem Spieler, der uns weiterhilft."
Ansonsten konnte am Donnerstag morgen Zlatan Bajramovic schon wieder voll mit der Mannschaft trainieren. In Stuttgart wird der Mittelfeldmann, der sich am Samstag eine Außenbandverletzung zugezogen hat, im Kader sein. Auch Faton Toski übte mit den Kollegen, während Martin Fenin wegen seiner Knieprellung noch pausierte. Einsatz in Stuttgart? Fraglich.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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