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Funkel über die Eintracht und Köln: "Unmöglich, in die Spitze vorzustoßen "

Friedhelm Funkel wird sich am Samstag natürlich die Partie 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt anschauen. Beide Teams sieht er auf Augenhöhe - und geißelt die Traumtänzer. Von Frank Nägele

Friedhelm Funkel sieht die Eintracht und den 1. FC Köln auf Augenhöhe.
Friedhelm Funkel sieht die Eintracht und den 1. FC Köln auf Augenhöhe.
Foto: ddp

Friedhelm Funkel gehörte nie zu den Fußball-Trainern, die unter einem Mangel an innerer Entspanntheit und Distanz zu ihrem Job leiden. Aber so ausgeruht wie 2009 hat er seit fast einem Jahrzehnt keinen Saisonbeginn mehr beobachtet. "Das ist ein ganz neues Gefühl", sagt der 55-Jährige, der unter der Woche noch auf Mallorca weilte, "ein Sommer ganz ohne Vorbereitung, ohne den Stress, das hat gut getan, aber jetzt komme ich zurück und schaue wieder Fußball an. Ich will ja irgendwann wieder arbeiten."

Pflichtspiel Nummer eins ist am Samstag logischerweise die Partie Köln gegen Frankfurt. Das sind die beiden letzten Klubs, die der 55-Jährige trainiert hat. Köln von 2002 bis Herbst 2003, Frankfurt von 2004 bis zum 34. Spieltag 2009. "Ist doch klar, dass ich da bin, ich bin schließlich eingeladen, ich würde nie ein Spiel anschauen, bei dem ein Kollege gefährdet ist, das gebietet einfach der Respekt", erklärt Funkel.

Mehr Mitgefühl mit Köln

Ein wenig mehr Mitgefühl angesichts der sportlichen Situation hat er jedoch mit dem FC: "Ich bin schon so lange in diesem Geschäft, aber was den Kölnern jetzt passiert ist, das habe ich so noch nie erlebt." Der Fußball-Lehrer spricht das extreme Auftaktprogramm an, das den derzeitigen Tabellenletzten in den ersten acht Spielen dazu zwingt, gegen sieben Klubs zu spielen, mit denen er sportlich nicht auf Augenhöhe ist. Die einzige Ausnahme ist die Partie am Samstag gegen Frankfurt. "Deshalb ist der FC dazu verdammt, gegen die Eintracht zu gewinnen."

Das Ende der Frankfurter Zeit ist Funkel ziemlich nahe gegangen. "Ich habe schon einige Wochen gebraucht, um das zu verarbeiten", verrät er. Allerdings scheint ihm die Unzufriedenheit mit Durchschnitt typisch für beide Vereine. "Man kann Frankfurt und Köln sehr gut miteinander vergleichen", meint der Trainer, "beide haben diese große Tradition, diese Stimmung im Stadion, Köln vielleicht noch ein wenig mehr Euphorie in der Stadt, aber es kommen dann immer wieder diese Träume, dass man doch eigentlich irgendwo anders hingehört. Dabei war Frankfurt einmal Deutscher Meister, und das war 1959. Der durchschnittliche Tabellenplatz der letzten zehn Jahre war Platz zehn."

In Köln ist das nicht sehr anders, "obwohl der FC noch ein paar Titel mehr hat, aber wenn man die Dinge nüchtern betrachtet, wird es für diese Klubs auf absehbare Zeit unmöglich sein, in die Spitze vorzustoßen. Dazu sind die Unterschiede viel zu groß. Jetzt kassiert Stuttgart wieder 20 Millionen. Wie soll man das aufholen? Von Bayern, Bremen, Hamburg ganz zu schweigen. Und erst recht von Klubs wie Wolfsburg, Leverkusen und Hoffenheim." Was den Fans wie ein Fluch erscheint, ist in Funkels Augen schlicht ein Versäumnis, das nicht mehr aufzuholen ist. "Köln und Frankfurt, haben es einfach nicht geschafft, zur Anfangszeit der Champions League das große Geld zu verdienen. Alles andere sind Folgen davon. Ich sehe nicht, wie man das jetzt noch korrigieren kann."

Autor:  Frank Nägele
Datum:  20 | 8 | 2009
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2. Bundesliga
Mannschaft Tore Punkte
1 Greuther Fürth 73:27 70
2 Eintracht Frankfurt 76:33 68
3 Fortuna Düsseldorf 64:35 62
4 FC St. Pauli 59:34 62
5 SC Paderborn 51:42 61
6 1860 München 62:46 57
7 Union Berlin 55:58 48
8 Braunschweig 37:35 45
9 Dynamo Dresden 50:52 45
10 MSV Duisburg 42:47 39
11 VfL Bochum 41:55 37
12 FC Ingolstadt 43:58 37
13 FSV Frankfurt 43:59 35
14 Energie Cottbus 30:49 35
15 Erzgebirge Aue 31:55 35
16 Karlsruher SC 34:60 33
17 Alemannia Aachen 30:47 31
18 Hansa Rostock 34:63 27
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