Natürlich werden nun, da die samstägliche Partie gegen den FC Schalke 04 ins Haus steht, Erinnerungen wach an die Begegnung in Frankfurt aus der Vorsaison. Es war ein ganz besonderes Spiel, ein packendes, dramatisches, ein Fußballspiel englischer Prägung, bissig, hitzig, giftig. Die Eintracht raffte sich, damals im Dezember 2007, zu einer hervorragenden Leistung auf, der vielleicht besten seit Jahren. Und diese bärenstarke Vorstellung war kein Zufall. Denn die Frankfurter hatten sich die durch die Rückkehr von Jermaine Jones aufgeheizte Stimmung im Stadion bewusst zunutze gemacht. Das gestand auch Friedhelm Funkel ein.
Der Trainer selbst fungierte als Einpeitscher, gleich in den ersten neun Minuten tobte er dreimal an die Seitenauslinie entlang, um die Emotionen weiter anzuheizen. Jones tat der Eintracht den Gefallen, ganz früh ganz hart einzusteigen - und die Fans brachten die Stimmung im Oval quasi zum Überkochen. Das zeigte Wirkung, die Eintracht ging aggressiv wie nie zu Werke und kaufte den bass erstaunten Schalkern den Schneid ab. Dummerweise reichte es dennoch nur zu einem Punkt, 2:2 endete die Partie, die aber so schnell nicht in Vergessenheit gerät.
Im Hinspiel gab es für die Eintracht nichts zu holen. 0:1 verloren die Frankfurter durch ein Eigentor von Patrick Ochs. Der Brasilianer Chris flog nach einer Tätlichkeit vom Platz. Der letzte Bundesligasieg gegen Schalke gelang im März 2004 (3:0).
Funkel hofft auf Caio
Die Frage ist nun natürlich, ob sich so etwas noch einmal wiederholen lässt? Die Frankfurter hoffen darauf. "Die Fans werden Feuer reinbringen", glaubt Verteidiger Marco Russ. "Die Stimmung wird aufgeheizt sein. Das müssen wir mitnehmen und total aggressiv draufgehen." Ein Sieg stünde der Eintracht gut zu Gesicht, zum einen, weil sie dann endlich mal einen Großen der Zunft bezwungen hätte (das gelang in dieser Saison noch nicht), zum anderen, weil sie sich dann wohl endgültig aus dem Abstiegskampf verabschiedet hätte. "Wir müssen noch nach unten schauen", sagt Russ. Das könnte sich bei einem dreifachen Punkterfolg ändern.
Der 1:0-Sieg in Karlsruhe hat aber sehr wohl für eine gewisse Entspannung im Lager der Hessen gesorgt. Die größte Abstiegsangst ist erst einmal aus dem Stadtwald verbannt, fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf den Relegationsrang. Fußballerisch aber war die Darbietung in Karlsruhe fast schon eine Zumutung. "Wir müssen uns steigern", sagt Eintracht-Chef Heribert Bruchhagen. Womöglich wird Caio das Spiel ja lenken können, im Wildpark erzielte er mit einem schönen Rechtsschuss den Siegtreffer. Ob Funkel ihm das Vertrauen schenkt?
"Ich hoffe, der Treffer gibt ihm Auftrieb", sagt der Trainer. "Ich glaube fest daran, dass er uns weiterhelfen kann." Die Mitspieler haben sich für den Brasilianer gefreut. "Er steht ja immer im Mittelpunkt. Ob er spielt oder nicht", sagt Marco Russ. "Dafür kann er nicht mal was."
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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