Im heutigen Vormittagstraining wird Trainer Michael Skibbe die Frankfurter Berufsfußballer recht hart und intensiv rannehmen. Steigerungsläufe stehen auf dem Programm, 100 Meter hin, 100 Meter zurück − in hohem Tempo, „nicht im Sprint, aber so 70 bis 80 Prozent“, wie der Eintracht-Coach anmerkte. Die knackige Laufeinheit würde es zwei Tage vor einem Bundesligaspiel sicherlich nicht geben, ansonsten aber will Skibbe seine Mannschaft sehr wohl in etwa so vorbereiten, als stünde am Sonntag eine Pflichtpartie im Terminplan. Das ist nicht der Fall, aber es ist doch ein besonderes Spiel, das der Trainer nicht verlieren will: Chelsea London wird in Frankfurt (16.30 Uhr) erwartet, zwischen 40000 und 45000 Zuschauer lockt der englische Meister an.
Den Fans soll etwas geboten werden, „wir nehmen das Spiel sehr ernst“, bekundete Skibbe. Auf keinen Fall sollen die Besucher enttäuscht nach Hause gehen, die Anhänger sollen vielmehr Lust bekommen auf die neue, alte Eintracht. Das internationale Freundschaftsspiel soll ein Appetithappen für die Bundesliga sein, ein Appetithappen, der munden soll. „Wir wollen eine sehr engagierte und gute Leistung zeigen“, kündigte der Trainer an. „Dieser Gegner ist eine Herausforderung für jeden unserer Spieler.“
Deshalb wird er auch − analog zu den Bundesligapartien − nur 18 Akteure in den Kader berufen, man darf getrost davon ausgehen, dass es jene 18 sind, die er für ein Pflichtspiel nominieren würde, wenn es am Wochenende losgehen würde. Skibbe wollte das so nicht formulieren, weil er zwei Wochen vor dem DFB-Pokalspiel in Wilhelmshaven die Spannung hochhalten will. „Das ist kein Fingerzeig in irgendeine Richtung“, sagte er am Donnerstag. Tags zuvor hörte sich das noch so an: „Acht, neun Mann aus dieser Anfangself dürften auch gegen Hannover zum Zuge kommen.“
Ob das auch für Ioannis Amanatidis gilt? Der griechische Stürmer mischte gestern im Training − genauso wie der angeschlagene Ümit Korkmaz − wieder munter mit, der Angreifer scheint seine Adduktorenprobleme überwunden zu haben. Amanatidis brennt auf einen Einsatz gegen Chelsea, es ist für ihn auch der erste persönliche Härtetest nach seinen zwei Operationen am knorpelgeschädigten Knie. Das sieht auch Skibbe so, der den Stürmer eine Halbzeit lang testen will: „Da muss er dann zeigen, ob es gegen einen guten Gegner für ganz hohe Ansprüche reicht.“ So ganz scheint Skibbe den guten Trainingseindrücken von Amanatidis noch nicht zu trauen.
Derweil kehrt ein alter Bekannter zu den Hessen zurück: Daniyel Cimen schließt sich der Eintracht wieder an − natürlich nur der Regionalliga-Mannschaft. Der 25-jährige Cimen, zuletzt in Aue unter Vertrag, aber lange verletzt, hat sich für ein Jahr verpflichtet. Von Spielen gegen Chelsea London ist er ganz weit entfernt.
Spielplan, Ergebnisse, Tabelle und mehr Statistik
Reden Sie mit! Im Blog-G.
Verfolgen Sie die Spiele im Bundesliga-Live-Ticker
Sehen Sie die FR-Videokolumnen.
Verfolgen Sie unsere Nachrichten in Ihrer Lieblingsdarstellung - via RSS-Feed. Für Ihren Windows-PC bieten wir sogar einen kostenlosen Newsreader an. Informationen im Digital-Bereich.