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Heimspiel gegen Stuttgart: Früh unter Zugzwang

Eintracht Frankfurt kassiert zu viele Gegentore in der Anfangsphase, jetzt kommt auch noch der Angstgegner. Von Thomas Kilchenstein

Wieder da: Benjamin Köhler (li.) wird wohl ins Team zurückkehren -als linker Verteidiger.
Wieder da: Benjamin Köhler (li.) wird wohl ins Team zurückkehren -als linker Verteidiger.
Foto: ddp

Der VfB Stuttgart, am Sonntag (17 Uhr) vor mindestens 50 000 Zuschauern Gast in der Frankfurter Arena, gehört seit einiger Zeit nicht zu den Gegnern, gegen den Eintracht Frankfurt besonders gern spielt. Die Ergebnisse der letzten drei Partien verraten, warum: 0:4, 1:4, 1:4. Gerade das letzte Spiel (1:4) in Stuttgart begann desaströs, 0:3 lag die Eintracht nach 18 Minuten hinten, bis zur Pause hätte es gut und gern auch 0:6 stehen können.

Dazu kommt: Die Eintracht neigte zuletzt dazu, ein wenig, sagen wir, schlafmützig in ein Spiel zu gehen - und prompt kassierte sie Tore in der ersten Viertelstunde. Das war jüngst gegen Mönchengladbach so (0:1, 12. Minute), das war in Cottbus so (0:1, 8., 0:2, 15.), das war gegen Leverkusen so (0:1, 6.) und auch gegen Bielefeld (0:1, 7.). Warum das so ist, ist schwer zu erklären: "Sind wir unkonzentriert? Ist der Wurm drin?", fragte sich am Sonntag etwa Marco Russ, der selbst früh ins eigene Tor traf. In der Tat war es zuletzt auch so, dass einzelne Spieler, etwa Habib Bellaid oder auch Aaron Galindo, oft in den ersten Minuten extrem unkonzentriert, ja flatterhaft wirkten und sich haarsträubende Fehler leisteten.

Dickes Knie bei Spycher

Auch Armin Reutershahn, der gestern erneut den weiterhin an einem grippalen Infekt erkrankten Cheftrainer Friedhelm Funkel vertrat, hat nicht auf Anhieb eine Antwort auf die frühen Gegentore parat. Er ist sich aber sicher: "Rückschlüsse zu ziehen, wir wären anfangs noch nicht ganz da, wären verkehrt." Im übrigen verspricht der Co-Trainer: "Gegen den VfB am Sonntag wird uns das nicht passieren." Das ist sicherlich angeraten, denn wenn die Schwaben, die Spielebeobachter Ralf Weber gestern im Uefa-Cup-Spiel gegen Partizan Belgrad noch einmal unter die Lupe genommen hat, erst einmal ins Rollen kommen, gibt es kein Halten mehr.

"Wir dürfen denen keinen Zentimeter Platz lassen. Das mögen die Stuttgarter gar nicht", sagt Reutershahn, der sich nach den beiden gestrigen Trainingseinheiten mit Trainer Funkel per Telefon austauschte. Dazu legte Reutershahn in den gestrigen beiden Trainingseinheiten in einem Spiel auf sechs Tore besonderen Wert auf ein schnelles Umschalten von Offensive auf Defensive. Er weiß: "Vorne ist der VfB gefährlich."

Wahrscheinlich muss auch die zuletzt solide stehende Abwehr umgebaut werden, denn Kapitän Christoph Spycher konnte am Donnerstag wegen eines geschwollenen Knies nicht trainieren und muss weitere Tage pausieren. Sollte er ausfallen, müsste Benjamin Köhler, seit Wochenanfang wieder im Training, für ihn auf der linken Seite verteidigen. Das hat der kleine Techniker schon einmal bravourös getan, im Spiel gegen Hannover 96 vor Jahresfrist. Köhler wird eigentlich aber im Mittelfeld gebraucht, wo er mit seiner Spielintelligenz gefragt ist. Als sicher gilt, dass Oka Nikolov am Sonntag wieder zwischen den Pfosten stehen wird. Zwar beschränkte er am Donnerstag seinen Arbeitstag auf zwei leichte Läufe von zwei Mal zehn Minuten, heute soll er sich aber wieder nach den Bällen werfen. Habib Bellaid ist auch so weit wieder hergestellt, dass er eine Option darstellt. Nur Junichi Inamoto fällt mit einem Muskelfaserriss weiter aus.

Und Trainer Funkel will heute wieder ins Training einsteigen. Aber ganz leise. "Reden", sagt Reutershahn, "ist für ihn momentan kein Spaß."

Autor:  THOMAS KILCHENSTEIN
Datum:  7 | 11 | 2008
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2. Bundesliga
Mannschaft Tore Punkte
1 Greuther Fürth 73:27 70
2 Eintracht Frankfurt 76:33 68
3 Fortuna Düsseldorf 64:35 62
4 FC St. Pauli 59:34 62
5 SC Paderborn 51:42 61
6 1860 München 62:46 57
7 Union Berlin 55:58 48
8 Braunschweig 37:35 45
9 Dynamo Dresden 50:52 45
10 MSV Duisburg 42:47 39
11 VfL Bochum 41:55 37
12 FC Ingolstadt 43:58 37
13 FSV Frankfurt 43:59 35
14 Energie Cottbus 30:49 35
15 Erzgebirge Aue 31:55 35
16 Karlsruher SC 34:60 33
17 Alemannia Aachen 30:47 31
18 Hansa Rostock 34:63 27
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