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Interview mit Ioannis Amanatidis: "Ich war nach fünf Minuten k.o."

Wie Ioannis Amanatidis seine Rückkehr in den Eintracht-Kader nach sieben Monaten und einem Meniskusschaden herbeigesehnt hat.

Ioannis Amanatidis war monatelang ausgeschaltet - jetzt soll er wieder bei der Eintracht antreten.
Ioannis Amanatidis war monatelang ausgeschaltet - jetzt soll er wieder bei der Eintracht antreten.
Foto: Kraus

Ioannis Amanatidis, Sie stehen am Mittwoch gegen Werder Bremen zum ersten Mal seit Ende Oktober wieder im Kader. Sind Sie schon nervös?

Weiß ich nicht. Ich muss das Gefühl erst wieder kriegen, wie es ist, in ein Stadion zu treten. Das weiß ich erst nach dem Spiel. Aber dabei zu sein, die ganzen Emotionen hautnah mitzukriegen und nicht nur von der Tribüne aus, ist das Beste, was einem Spieler passieren kann. Ich war ja so lange nicht dabei, fast sieben Monate nicht. Das ist eine verdammt lange Zeit.

Zur Person

Ioannis Amanatidis, 27, hat am Freitag von Trainer Friedhelm Funkel erfahren, dass er gegen Werder Bremen dem Bundesliga-Kader von Eintracht Frankfurt angehören wird - erstmals wieder seit dem 22. Oktober. Damals schoss er auch sein letztes Tor zum 2:1 gegen den KSC, schon mit kaputtem rechten Knie. 203 Tage und eine Operation wegen Knorpel- und Meniskusschadens später kehrt der Kapitän zum Team zurück. "Das Beste, was einem Spieler passieren kann", sagt Amanatidis. Klubchef Heribert Bruchhagen hätte ihn lieber früher gesehen: "Mit Amanatidis hätten wir in Hannover gewonnen."

Sie kommen rechtzeitig zurück, um mit ihren Toren der Eintracht endgültig die Klasse zu sichern...

... langsam, langsam. Erst mal bin ich nur auf der Bank.

Aber Sie sind seit mehr als sechs Wochen wieder im Training.

Und wissen Sie, was das für ein Unterschied ist zwischen Training und Spiel? Der ist unendlich groß. Das können Außenstehende gar nicht nachvollziehen.

Aber zuletzt ging es doch im Training stetig bergauf.

Das stimmt. Ich merke es selbst, es geht von Tag zu Tag besser. Das Knie schmerzt nicht, selbst die Muskulatur am operierten Bein ist fast wieder so wie am anderen Bein. Kraft, Kondition, Luft, Sicherheit - alles ist wieder da. Vom Körperlichen her fühle ich mich gut. Und ich freue mich, wieder bei der Mannschaft zu sein.

Wie viele Minuten trauen Sie sich am Mittwoch schon zu?

Das kann ich nicht sagen. Ich habe nur zwei Erfahrungswerte: Als ich nach einem Muskelbündelriss (im August 2008, Anm. d. Red.) wieder mein erstes Spiel machte für die griechische Nationalmannschaft. 15, 20 Minuten vor Schluss kam ich rein, da dachte ich, ich habe vorher noch nie Fußball gespielt. Im Grunde war ich schon nach fünf Minuten k.o.

Und beim zweiten Mal?

Das war zu meiner Zeit bei der Spvgg. Greuther Fürth. Ich wurde am Blinddarm operiert. Mein erstes Spiel war dann mit Fürth gegen SV Babelsberg. Und Babelsberg kam mir so stark vor wie Barcelona. Aber langsam nähere ich mich meinem alten Niveau an.

Kollege Christoph Spycher, der die gleiche Verletzung hatte wie Sie, brauchte gar keine Anlaufzeit. Er spielt ja fast besser als vor seiner Operation.

Ich mache mir jetzt nun wirklich keine Gedanken, wie meine Form sein könnte, wenn ich spiele. Mein altes Niveau werde ich ganz sicher noch nicht haben. Da brauche ich jetzt noch ein paar Spiele. Und richtig wird es erst in der kommenden Runde losgehen.

Mit der Eintracht in der ersten Liga. Oder haben Sie da Zweifel?

Wir haben sechs Punkte Vorsprung und das bessere Torverhältnis. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir alle drei Spiele verlieren und die anderen Mannschaften gewinnen. Nichtsdestotrotz dürfen wir uns auf unserem Vorsprung nicht ausruhen. Ich glaube aber nicht, dass wir bei 33 Punkten bleiben werden.

Was macht Sie zuversichtlich?

Jeder von uns will sich doch ordentlich verabschieden. Gerade nach so einer Saison, die sehr turbulent war. Es geht um den Ehrgeiz jedes Einzelnen. Keiner will doch mit einer Niederlagenserie von der Bühne abtreten. Wir werden noch einmal alles in die Waagschale werfen, um die Runde gut zu Ende zu bringen. Es wäre eine sehr gute Sache, wenn wir gegen Bremen schon alles klar machen würden.

Interview: Thomas Kilchenstein

Datum:  11 | 5 | 2009
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2. Bundesliga
Mannschaft Tore Punkte
1 Greuther Fürth 73:27 70
2 Eintracht Frankfurt 76:33 68
3 Fortuna Düsseldorf 64:35 62
4 FC St. Pauli 59:34 62
5 SC Paderborn 51:42 61
6 1860 München 62:46 57
7 Union Berlin 55:58 48
8 Braunschweig 37:35 45
9 Dynamo Dresden 50:52 45
10 MSV Duisburg 42:47 39
11 VfL Bochum 41:55 37
12 FC Ingolstadt 43:58 37
13 FSV Frankfurt 43:59 35
14 Energie Cottbus 30:49 35
15 Erzgebirge Aue 31:55 35
16 Karlsruher SC 34:60 33
17 Alemannia Aachen 30:47 31
18 Hansa Rostock 34:63 27
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