Eigentlich hat Jürgen Klopp eine Menge schöner Erinnerungen an Frankfurt. Und sogar eine Bindung zur Eintracht. Er hat als 20-Jähriger dort schließlich mal für ein Jahr bei den Amateuren gekickt, danach für Viktoria Sindlingen und Rot-Weiss Frankfurt die Schuhe geschnürt, ehe er zum FSV Mainz wechselte.
An der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität studierte er einst Sportwissenschaften und schloss das Studium mit einer Diplom-Arbeit übers Walking ab, ehe er später an der Kölner Sporthochschule seine Lizenz als Fußballlehrer erwarb und als Trainer Karriere machte.
Die trug lange den Makel, dass Klopp ausgerechnet in Frankfurt nie gewinnen konnte, vor allem nicht in seinen Lehrjahren als Mainzer Spieler und Trainer. Erst am 30. Spieltag der vergangenen Saison mit Borussia Dortmund bannte Klopp den Frankfurter Fluch. Nur was bislang keiner wusste: Am besagten 2. Mai 2009 kam es auch zu einem kleinen Eklat.
Auslöser war, dass Klopps Söhne als Gäste in der Arena Karten für die erste und zweite Reihe der Haupttribüne erhalten hatten. Doch diese Plätze haben den beiden offenbar einen zu schlechten Blick aufs Spielfeld geboten, denn BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke intervenierte deshalb direkt vor Anpfiff bei Eintracht-Vorstandsboss Heribert Bruchhagen. So begann ein kindischer Streit, obwohl Klopps Söhne aus erster Ehe längst erwachsen sind. Dennis und Marc Klopp zogen jedenfalls zum Zuschauen in die Eintracht-Vorstandsloge ein - Bruchhagen ebnete persönlich den Weg in die heiligen Räume.
Dem unüblichen Vorfall, an sich eine Lappalie, schloss sich ein Briefwechsel zwischen den Vereinen an, der bis zur eigentlich schiedlich-friedlich 1:1 endenden Neuauflage an diesem vierten Spieltag Unmut schürte. Die von Frankfurter Seite verfassten Zeilen soll der Dortmunder Trainer nämlich als Beleidigung für sich und seine Söhne aufgefasst haben. Anders ist kaum zu erklären, dass der 42-Jährige nun den Frankfurter Vorstandschef unmittelbar nach der Pressekonferenz verbal anging, es gab ein Wortgefecht, der Begriff "Beleidigung" hallte durch den Presseraum.
Bruchhagen, der wertkonservative Ostwestfale, verstand die Welt nicht mehr. Die zugeteilten Plätze seien so üblich, "dort sitzen auch Ehefrauen und Angehörige unserer Spieler." Will heißen: Diese Plätze sind gut genug für jedermann - man ist richtig nahe dran am Geschehen und von einer Sichtbehinderung ist auch nichts überliefert. Und mit süffisantem Unterton bemerkte der 60-Jährige, dass es Bundesliga-Trainer gebe, denen durch den Medien-Hype im Liga-Betrieb "das Regulativ" abhanden gekommen sei. Klar, dass Klopp gemeint war. Ein heftiger Vorwurf. Der aber den Strahle- und Lebemann Klopp nicht zum ersten Male in seiner Karriere trifft. Seine emotionale Art mitsamt Auftreten - und nicht zuletzt seine längst eingestellte Tätigkeit als Fernsehexperte zur WM 2006 - bieten Angriffsfläche.
Warum sein Ärger - noch dazu in aller Öffentlichkeit - aus ihm herausplatzte, war nicht wirklich zu ergründen. Den Vorfall näher erläutern wollte Klopp jedenfalls nicht, und auch Sportdirektor Michael Zorc gab nur zu Protokoll, "die Vorgänge nicht im Einzelnen zu kennen." Was bleibt? Ein überflüssiger Streit unter "männlichen Kindsköpfen" wie die Deutsche Presse-Agentur titelte.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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