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26. Januar 2016

Kommentar: Eingenordet

 Von 
Haris Seferovic im Spiel gegen Wolfsburg.  Foto: dpa

Armin Veh hat Haris Seferovic zu Recht eingenordet. Er sollte es als Schuss vor den Bug verstehen und sein Verhalten überdenken. Es ist ja nicht das erste Mal, dass der 23-Jährige negativ auffällt. Sich jetzt in den Schmollwinkel zu verziehen, ist sicherlich die falsche Reaktion. Ein Kommentar.

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Eintracht Frankfurt verfügt derzeit über drei gelernte Stürmer, es sind dies Luc Castaignos, Luca Waldschmidt und Haris Seferovic. Castaignos fehlt dem Bundesligaklub noch bis mindestens Ende Februar, Waldschmidt ist 19 Jahre alt und eher in die Kategorie Talent einzuordnen. Bleibt im Grunde Seferovic als aktuell einzig ernst zu nehmende Spitze. Drei Tore hat der Schweizer bislang erzielt, das ist nicht die Welt, im vergangenen Jahr hat er es auf zehn Tore gebracht und acht Vorlagen. Solch einen Angreifer meiert man nicht in aller Öffentlichkeit ab, weil man ihn braucht.

Und wenn doch, muss es gewichtige Gründe geben.

Trainer Armin Veh hat sich, trotz des bemerkenswerten 3:2-Erfolgs am Sonntag gegen Wolfsburg, maßlos geärgert über Haris Seferovic. Nicht weil er schlecht gespielt hätte, das billigt er jedem Spieler zu, das kann passieren. Was den Fußballlehrer aber so auf die Palme gebracht hat, ist das Auftreten des Schweizers mit bosnischen Wurzeln: Er nimmt sich wichtiger als die Mannschaft, stellt sich in den Mittelpunkt, winkt abfällig ab, stellt sich quer. Und ist damit genau das Gegenteil eines Teamplayers. Und Egoismus kann verheerende Auswirkungen haben für das komplette Mannschaftsgefüge. Dass Seferovic nach der Auswechslung eingeschnappt reagierte und sich statt auf die Mannschaftsbank auf die Tribüne setzt, spricht Bände.

Armin Veh hat Seferovic zu Recht eingenordet. Er sollte es als Schuss vor den Bug verstehen und sein Verhalten überdenken. Es ist ja nicht das erste Mal, dass der 23-Jährige negativ auffällt. Sich jetzt in den Schmollwinkel zu verziehen, ist sicherlich die falsche Reaktion. Grund, die beleidigte Leberwurst zu spielen, gibt es nicht. Aber dieses Verhalten ist in ihm drin: Seine Frustrationstoleranz ist niedrig, wenn es bei ihm persönlich nicht läuft, wird er schnell unleidlich, er hat einen Hang zum Jähzorn, er reagiert bockig. Nach dem letzten Hinrundenspiel hat er auf dem Rasen gesessen und bittere Tränen vergossen, weil er drei glasklare Möglichkeiten vergeben hat. Er hat geweint – obwohl die Mannschaft gewonnen hatte.

Haris Seferovic wird sich ändern müssen, wird sich wieder in den Dienst der Mannschaft stellen müssen. Der erste Schritt muss jetzt von ihm kommen. Er sollte sich zusammenreißen, wenn er zurück ins Team will. Oder er zieht mal wieder weiter. Vielleicht hat es ja einen Grund, warum der Mann mit seinen 23 Jahren bereits für sieben Vereine in vier Länder spielte und es – außer in Frankfurt – nirgends länger als ein Jahr ausgehalten hat.

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