Ganz zum Schluss einer denkwürdigen Pressekonferenz ergriff Hartmut Scherzer das Wort. Der renommierte Journalist nutzte als dienstältester Reporter die Gelegenheit, sich im Namen aller Kollegen für die Zusammenarbeit mit Friedhelm Funkel zu bedanken. Es setzte langer Beifall ein, der von Respekt und Achtung gegenüber dem 55-Jährigen zeugte. Das ist in der Bundesliga die absolute Ausnahme. Funkels Endspiel am Vatertag hatte Stil.
Und doch ist die Trennung die richtige Entscheidung.
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Ob Funkel tatsächlich um seine Freistellung bat oder ob er von Klubchef Heribert Bruchhagen sachte dazu gedrängt wurde? Einerlei. Die Eintracht hat es aber letztlich geschafft, eine elegante Lösung zu kreieren, eine, die alle ihr Gesicht wahren lässt. Funkel, weil er scheinbar aus freien Stücken ging und nicht wie sonst immer rausgeworfen wurde. Bruchhagen, weil er zumindest nicht öffentlich vor dem Aufsichtsrat einknicken musste, der seit Monaten den Kopf des Trainers forderte. Man wird aber in Frankfurt nicht vergessen, wer Funkel in Wahrheit zu Fall gebracht hat.
Vielleicht kehrt ein kleines bisschen Normalität ein in Frankfurt. Es ging schon länger nicht mehr um die Frage, ob Funkel ein guter oder schlechter Trainer ist. Es ging nur noch darum, ob man mit ihm als Feindbild auf Dauer gegen seine eigenen Fans spielen kann? Wohl eher nicht.
Natürlich kann man trefflich darüber streiten, ob Verantwortliche sich der öffentlichen Meinung beugen sollten. Bruchhagen fürchtet, dass dieser Eindruck entsteht und haften bleibt. Vielleicht nicht zu Unrecht. Und doch: Die Eintracht hätte einen schweren Rucksack mit in die neue Runde geschleppt. Mit der ersten Niederlage in der neuen Saison wäre das Theater wieder von vorne losgegangen.
Nun wird ein Neuer kommen, einer, der die Situation befrieden wird. Er kommt unbeleckt, er hat den Kredit, den Funkel nicht mehr hatte. Das muss nicht schlecht sein. Aber wer weiß schon, ob seine Nase den Fans und Aufsichtsräten im Winter noch passt?
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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