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Eintracht Frankfurt
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26. Februar 2016

Kommentar: Unlust

 Von 
Eintracht-Kapitän Alexander Meier: Volle Hütte war einmal.  Foto: dpa

Armin Veh hatte den Fans nach der enttäuschenden Nullnummer gegen den HSV wenig einfühlsam geraten, zu Hause zu bleiben, wenn sie nichts Besseres zu tun hätten, als auf das Gebotene zu pfeifen. Eine unkluge Äußerung aus der Emotion heraus. Ein Kommentar.

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Für die sonntägliche Bundesligapartie zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Schalke 04 sind bisher 42 500 Tickets verkauft worden. Das ist eine eher enttäuschende Zahl.

In den zurückliegenden Jahren war die Arena fast immer pickepacke voll, wenn die Königsblauen kamen. Von den letzten fünf Eintracht-Heimspielen gegen S04 waren vier ausverkauft. Haben Armin Vehs Worte also tatsächlich eine solche Macht, um die Zuschauer zu vergraulen?

Der Eintracht-Trainer hatte den Fans nach der enttäuschenden Nullnummer gegen den HSV wenig einfühlsam geraten, zu Hause zu bleiben, wenn sie nichts Besseres zu tun hätten, als auf das Gebotene zu pfeifen. Eine unkluge Äußerung aus der Emotion heraus. Und die Verantwortlichen gehen tatsächlich davon aus, dass Vehs Satz manchen Besucher davon abhalten wird zu kommen. Auch die unziemliche Anstoßzeit am Sonntag um 19.30 Uhr schreckt sicher einige ab. Aber das führt nicht zu einem Abfall in diesem Maße.

Nein, der nicht dramatische, aber sehr wohl spür- und sichtbare Rückgang der Zuschauerzahlen in dieser Rückserie (auch gegen Zugpferd Hamburg wurde die 50 000er-Marke verfehlt, gegen Stuttgart kamen fast 8000 Besucher weniger als im Vorjahr) liegt in erster Linie an den Auftritten der Mannschaft. Die sind zumeist zäh und unansehnlich. Die miese Stimmung rund um den Klub (und Trainer Veh) kommt obendrauf, nicht erfüllte Erwartungen ebenso. Die Freude auf die Eintracht ist einer Unlust gewichen. Die Frankfurter haben den Abstiegskampf nicht angenommen, es herrscht eher Frustration und Ärger, keine Jetzt-erst-recht-Stimmung, der Schulterschluss ist nicht geschafft. Das mag nachvollziehbar sein, das Unterfangen Klassenerhalt macht es aber nicht einfacher.

Der ganze Klub, das ganze Unternehmen steckt in der Falle: Das lange ausgeklügelte Genussscheinmodell, das zehn Millionen Euro bringen sollte, liegt bereits auf Eis, die Suche nach einem Sportvorstand stagniert, auch wenn von den Kandidaten keiner abgesprungen ist, die Verhandlungen mit einem neuen Hauptsponsor werden ebenfalls schwieriger. Und eine strategische Planung inmitten von Tristesse und sportlichem Überlebenskampf voranzutreiben, ist keine ganz einfache Aufgabe. Für die Eintracht beginnt nun auch auf dem Feld eine Woche der Wahrheit. In den drei Partien gegen Schalke, Hertha und Ingolstadt ist das Team – und sein Trainer – zum Siegen verdammt. Veh kann sich bei weiteren schlappen Darbietungen und anhaltendem Misserfolg seines Jobs nicht mehr sicher sein.

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