So ein 1:1 sieht ja auf den ersten Blick nach schiedlich-friedlichem Kick aus. Man könnte sogar meinen, die Kontrahenten hätten sich auf dem Platz nicht wirklich weh getan. Was nach diesem Remis aber nicht stimmte. Florian Meyer, der Schiedsrichter, hatte im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll tun. Und das wiederum hatte viel mit Maik Franz zu tun, der sein erstes Spiel für die Eintracht von Beginn an bestritt und den gesperrten Patrick Ochs auf der rechten Außenbahn vertrat.
Franz, 28, ist und bleibt ein Grenzgänger - auf dem Rasen. Er provoziert und stimuliert, er teilt aus und steckt ein. Seine anderthalb Stunden rein fußballerisch: solides Defensivverhalten, eher schwache Offensivaktionen. Alles in allem ordentlich. "Für das erste Mal war´s ganz okay. Es ist nicht viel angebrannt", bilanzierte der Neuzugang. Und doch gab es um den Protagonisten gleich viermal helle Aufregung. Eine wort- und gestenreiche Auseinandersetzung mit Mats Hummels (40.), ein rabiater Rempler gegen Dede, der die gesamte Dortmunder Bank erzürnte und Franz die obligatorische Gelbe Karte einbrachte (54.), dann mal in der Opferrolle, als ihn Nuri Sahin ansprang und Gelb bekam (60.), schließlich noch eine Ermahnung von Meyer, als sich Franz beschwerte, dass Sahin für ein Handspiel nicht Gelb-Rot sah (83.).
Am Ende reichte der aus Karlsruher Zeiten als Bösewicht der Liga gebrandmarkte Verteidiger aber den meisten die Hand - selbstverständlich auch dem schwer beschäftigten Referee, von dessen Lippen einmal abzulesen war, wie er im Spiel sagte: "Bleiben Sie ruhig, Herr Franz!"
Nichts gefallen lassen
Aufgeräumt erklärte hernach der Hauptdarsteller, dass die Wortgefechte mit Dortmunds Trainer Jürgen Klopp pure Absicht gewesen seien. "Der hat ständig Palaver gemacht und rumgeschrieen. Wir dürfen uns nicht alles gefallen lassen." Mit solchen Aktionen wolle er aufrütteln: "Provokation muss nicht sein, das sieht nicht schön aus, aber manchmal holt man sich damit ins Spiel zurück." Der Grat, auf dem der gebürtige Merseburger da wandelt, ist schmal - gerade bei Auswärtsspielen.
Für Heimspiele ist Franz auf bestem Wege, ein Liebling der Fans zu werden, denn das Gros der Anhänger schätzt diese körperbetonte Spielweise. Zudem lässt der clevere Profi keine Gelegenheit aus, Stadt und Verein zu loben. "Ich habe mich hier super eingelebt. Das ist ein toller Klub und in Frankfurt lässt es sich auch gut leben." Mittlerweile hat der Neuzugang eine Wohnung in Sachsenhausen bezogen. Seine langjährige Freundin Eva, bei einer Media-Agentur beschäftigt, wohnt vorerst weiter in Karlsruhe und pendelt. Auch das sei ein Frankfurter Vorteil, betont Franz: "Die klasse Zugverbindungen."
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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