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Maik Franz im Interview: "Es geht nicht mit Gerede"

Eintracht-Profi Maik Franz über seine Verbannung auf die Bank und die ungewohnte mediale Aufmerksamkeit in Frankfurt, die kein Vergleich zu den Badischen Neuesten Nachrichten in Karlsruhe sei.

Maik Franz nimmt's locker.
Maik Franz nimmt's locker.
Foto: ddp

Herr Franz, sagen Sie mal: Sind Sie eigentlich sauer?

Sauer? Weshalb sollte ich sauer sein?

Na ja, weil Sie im Derby am Sonntag in Offenbach die Bank drücken mussten. Für Sie verteidigte Aleksandar Vasoski in der Zentrale, der hat eine halbe Ewigkeit nicht gespielt. Da müssen Sie doch enttäuscht sein.

So? Muss ich das? Bin ich aber nicht. Es ist alles gut. Ich bin nicht sauer, ich bin nicht enttäuscht, ich bin nicht böse. Nullkommanull. Alles in Ordnung. Ich fühle mich gut, ich bin gut drauf. Das hat mir auch der Trainer bestätigt.

Aber Sie saßen dennoch auf der Bank. Dabei wurden Sie als Führungsspieler gekauft.

Der Trainer hat es mir in einem sehr guten Gespräch erklärt. Und seine Begründung war plausibel. Ich war vor dem Spiel ja auch vier Tage verletzt, das hat mir sicher nicht geholfen. Die Verletzung kam zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Und Vasoski und Marco Russ hatten ja in Kaiserslautern gut gespielt, und der Trainer sah keinen Grund, da was zu ändern. Das ist in Ordnung. Das ist doch kein Grund, mich zu beschweren.

Sie nehmen das ja sehr professionell.

Warum auch nicht? Natürlich will ich spielen, aber das geht nicht mit Gerede.

In der Vorbereitung machten Sie nicht den besten Eindruck, auch im Spiel gegen Osijek etwa schwammen Sie gewaltig.

Da waren wir alle nicht so prall. Aber es ist für mich die erste Vorbereitung seit einem Jahr. Ich war in Karlsruhe ja fünf Monate verletzt, und da haben wir, als ich wieder fit war, nur einmal am Tag trainiert. Hier in Frankfurt waren es jetzt zwei, drei Einheiten täglich - das schlaucht natürlich, das geht an die Kräfte. Das war für mich eine neue Belastung, daran musste ich mich erst gewöhnen. Aber natürlich gebe ich alles, um in die Mannschaft zu kommen. Alles Weitere wird man sehen. Ernst wird es ja erst am Samstag mit dem Spiel in Bremen, da geht es dann los. Und dann muss man seinen Mann stehen. Ich kann nur sagen: Ich bin heiß, ich brenne, ich bin voller Tatendrang.

Sie sind auch geholt worden, um die Mannschaft aufzurütteln und zu führen. Das geht von der Bank aus schlecht.

Ich war in Karlsruhe ein Führungsspieler, aber das heißt ja nicht automatisch, dass ich es hier bei der Eintracht jetzt auch bin. Aber es ist natürlich mein Ziel. Das geht nur über die Leistung. Wenn die nicht stimmt, braucht man auch keinen Anspruch formulieren. Und was bringt es, wenn ich hier zwei, drei große Sprüche raushaue - und dann einen Bock nach dem anderen schießen würde. Nein. Ich will mich im Training anbieten. Und dann sehen wir weiter.

Aber es ist jetzt nicht so, dass Sie es schon bereut haben, zur Frankfurter Eintracht gewechselt zu sein?

Wie bitte? Nein, nein. Mir gefällt es hier, ich habe mich gut eingelebt. Aber natürlich muss man sich an manches gewöhnen. An das mediale Interesse zum Beispiel. Hier berichten ja vier, fünf Zeitungen täglich über die Eintracht. In Karlsruhe gab es die BNN (Badische Neueste Nachrichten; Anm. d. Red.). Da ist das hier schon ein anderes Kaliber.

Interview: Ingo Durstewitz

Datum:  4 | 8 | 2009
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6 1860 München 62:46 57
7 Union Berlin 55:58 48
8 Braunschweig 37:35 45
9 Dynamo Dresden 50:52 45
10 MSV Duisburg 42:47 39
11 VfL Bochum 41:55 37
12 FC Ingolstadt 43:58 37
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14 Energie Cottbus 30:49 35
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