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Eintracht-Trainingslager beendet: Mit breiter Brust nach Hause

Eintracht Frankfurt fühlt sich nach dem Trainingslager bereit für große Taten. Das Team hat bis auf wenige Positionen schon klare Konturen.

Eintracht-Trainer Michael Skibbe
Eintracht-Trainer Michael Skibbe
Foto: dpa

Am frühen Dienstagmorgen hat die Frankfurter Eintracht den letzten Teil ihrer Vorbereitung auf die neue Saison in der Fußball-Bundesliga abgeschlossen. Vom Quartier im österreichischen Hermagor ging es per Flugzeug zurück in die Heimat nach Frankfurt-Hahn, den Rest des Tages gab Trainer Michael Skibbe seinen Spielern frei. Mit einem guten Gefühl. „Wir dürfen uns bestens vorbereitet fühlen“, sagt der 45-Jährige. „Wir sind technisch und taktisch vorangekommen.“ Der Coach strotzt vor Zuversicht.

Die Profis sind heilfroh, den strapaziösen und ungeliebten Teil hinter sich gelassen zu haben, jetzt geht es auf die Zielgerade, in zwei Tagen schon wird es mit dem DFB-Pokalspiel beim SV Wilhelmshaven ernst. „Dann ist diese Pillepalle-Zeit endlich vorüber“, sagt Verteidiger Maik Franz. „Wir können es kaum erwarten.“ Die Eintracht scheint gut gerüstet, die Vorbereitung lief fast schon zu reibungslos, die Hessen zeigten auch gegen starke Gegner vielversprechende, ja verheißungsvolle Leistungen. „Doch das hat nichts zu sagen“, bremst Skibbe.

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Der Trainer wird am Freitag vielleicht nicht die Mannschaft ins Rennen schicken, die acht Tage später zum Bundesligaauftakt in Hannover bestehen soll. Aber es wird das Team sein, das er für den jetzigen Zeitpunkt und für den viertklassigen Kontrahenten als das richtige erachtet. Im Grunde steht die erste Elf schon jetzt, lediglich ein, zwei Positionen scheinen noch offen. Im Tor dürfte Platzhirsch Oka Nikolov sein Revier gegen den Herausforderer Ralf Fährmann verteidigt haben. Nikolov, 36, hinterlässt im Training den etwas besseren Eindruck, er hielt auch im hitzigen und brisanten Testspiel gegen Udinese Calcio hervorragend. Was vor allen Dingen für den Dino im Eintracht-Kasten spricht: Es gibt einfach keinen Grund, ihn jetzt herauszunehmen und auf die Bank zu setzen.

Für Caio ist kein Platz

Die Abwehr steht mit Sebastian Jung auf rechts, Maik Franz und Marco Russ in der Innenverteidigung. Das könnte sich allerdings bis zum Start in Hannover noch ändern, denn Kapitän Chris steigt dieser Tage wieder ins Mannschaftstraining ein. Der vor zweieinhalb Wochen an der Leiste operierte Brasilianer ist schmerzfrei und hat alle Laufeinheiten, auch die knüppelharten, beschwerdefrei absolviert. „Es sieht richtig gut aus, besser als ich dachte“, sagt der Abwehrchef. „In Hannover bin ich voll dabei“, prophezeit Chris. In Wilhelmshaven noch nicht.

Links hinten wird wohl Neuzugang Georgios Tzavellas auflaufen, auch wenn der Grieche nicht ganz überzeugen konnte. Der Heißsporn muss seine Emotionen in den Griff bekommen, er ist viel zu häufig am Gestikulieren und Diskutieren. Zudem steigt er zuweilen ziemlich rüde ein. Wenn er das nicht abstellt, wird die Eintracht das Spiel gewiss nicht immer zu elft beenden. Im Spiel nach vorne ist er jedoch eine Bereicherung. Seine Freistöße und Flanken sind prima, „sie sind Wahnsinn“, wie Landsmann Ioannis Amanatidis findet.

Im Mittelfeld werden Patrick Ochs, Pirmin Schwegler, Alexander Meier und wahrscheinlich Benjamin Köhler spielen. Das liegt auch daran, dass sein Konkurrent Ümit Korkmaz so gar nicht aus dem Quark kommt. Der Österreicher enttäuschte im Trainingslager fast auf ganzer Linie, nur gegen Palermo spielte er mal eine Stunde ansprechend. Köhler ist ohnehin ballsicherer und taktisch weitaus geschulter. Und Caio? Für den Brasilianer ist in dem von Skibbe bevorzugten System mit zwei Stürmern kein Platz.

Besonders umkämpft sind eben jene beiden Plätze im Angriff. Da tobt der Konkurrenzkampf in bisher nicht gekanntem Maße. Die Angreifer versuchen alles, um sich positionieren, gerade Ioannis Amanatidis wirbt öffentlich sehr stark für sich. Er hat auch gute Argumente, er ist zwar noch nicht wieder ganz der Alte, aber er ist auf dem besten Weg. Auch Halil Altintop hinterließ zuletzt einen starken Eindruck, Martin Fenin zeigt ebenfalls aufsteigende Form. Nur Theofanis Gekas hat bisher noch nicht gezündet; nimmt man die Trainingsleistungen als Maßstab, wäre er momentan Stürmer Nummer vier. Vermutlich wird er allerdings, weil er als Neuzugang natürlich einen Bonus hat und Trainer Skibbe ihn als Torjäger schätzt, doch auflaufen − an der Seite von Amanatidis, der zweiten Spitze des griechischen Doppelpfeils.

Autor:  Ingo Durstewitz
Datum:  10 | 8 | 2010
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Mannschaft Tore Punkte
1 Greuther Fürth 73:27 70
2 Eintracht Frankfurt 76:33 68
3 Fortuna Düsseldorf 64:35 62
4 FC St. Pauli 59:34 62
5 SC Paderborn 51:42 61
6 1860 München 62:46 57
7 Union Berlin 55:58 48
8 Braunschweig 37:35 45
9 Dynamo Dresden 50:52 45
10 MSV Duisburg 42:47 39
11 VfL Bochum 41:55 37
12 FC Ingolstadt 43:58 37
13 FSV Frankfurt 43:59 35
14 Energie Cottbus 30:49 35
15 Erzgebirge Aue 31:55 35
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18 Hansa Rostock 34:63 27
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