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22. Januar 2015

Mitgliederversammlung Eintracht Frankfurt: „Es hat einige Fehler gegeben“

 Von 
Will von Präsident Peter Fischer gehört werden: Eintracht-Mitglied Sylvia Schenk.  Foto: imago

Ex-Sportdezernentin Sylvia Schenk fordert, dass das Eintracht-Präsidium seine Vergütung offenlegt, und erwartet bei der Mitgliederversammlung umfassende Antworten.

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Sylvia Schenk ist eine streitbare Frau. Die 61-Jährige ehemalige Frankfurter Sportdezernentin und Olympiateilnehmerin im 800-Meter-Lauf bei den Olympischen Spielen 1972 in München wird bei der am Sonntag stattfindenden Mitgliederversammlung von Eintracht Frankfurt für Diskussionsstoff sorgen. Schenk, im Vorstand von Transparency International Deutschland für den Sport zuständig, hat viele kritische Fragen an das Präsidium um Peter Fischer, der am Sonntag als klarer Favorit zur Wiederwahl als Boss des e.V. gegen Herausforderer Reiner Schäfer gilt.

Frau Schenk, Sie haben als langjähriges Mitglied für die mit Hochspannung erwartete Mitgliederversammlung Anträge gestellt. Vor allem wollen Sie, dass künftig alle Mitglieder des Präsidiums detailliert offen legen, ob und welcher Höhe sie vergütet werden. Ist so viel persönlicher Einblick nicht zu weit gegriffen?
Es handelt sich nicht um Arbeitsverhältnisse, sondern um gewählte oder ernannte Präsidiumsmitglieder in einem gemeinnützigen Verein, die normalerweise überhaupt nicht bezahlt werden.

Bei der Versammlung im vergangenen Jahr haben die seinerzeit anwesenden Vereinsmitglieder aber fast einstimmig zugestimmt, dass Präsidiumsmitglieder von Eintracht Frankfurt für deren Arbeit entlohnt werden dürfen.
Das stimmt. Nur ist laut aktueller Satzung völlig unklar, wer eigentlich darüber entscheidet, in welcher Höhe ein Präsidiumsmitglied bezahlt wird. Ich finde, die Vereinsmitglieder haben einen Anspruch darauf zu wissen: Wie viel ist uns eigentlich welches Präsidiumsmitglied wert?

Schenkt er Frau Schenk bei der Mitgliederversammlung ein Ohr? Eintracht-Präsident Peter Fischer.  Foto: Joachim Storch

Wie sind Sie vorgegangen? Haben Sie das Präsidium frühzeitig über Ihr Ansinnen informiert? Gab es von Ihnen gar ein Angebot, dass Sie bei entsprechender Information auf die Anträge verzichten könnten?
Michael Gabriel (Eintracht-Mitglied und Leiter der Koordinationsstelle Fanprojekte, die Red.) und ich haben das Präsidium und den Verwaltungsrat bereits im vergangenen September angeschrieben und auch Fragen zur finanziellen Situation des Vereins gestellt, die uns besorgt. Uns wurde erläutert, dass einzelne Mitglieder hierüber keine Auskunft erhalten, sondern dies in der Mitgliederversammlung geschieht. Was die Bezahlung angeht, haben wir Antworten erhalten, die uns nicht befriedigt haben. Dass die Bezahlung, wie uns gesagt wurde, vertraulich bleiben soll, reicht uns nicht als Antwort.

Wie haben Sie darauf reagiert?
Wir haben unsere Anträge schriftlich vorformuliert und dem Präsidium zugesandt. Es gab dann am 17. Dezember ein Gespräch, bei dem Präsident Peter Fischer persönlich nicht anwesend war. Danach war für uns klar, dass wir die Anträge bei der Mitgliederversammlung auf den Tisch legen.

Sie waren im Januar 2013 bei der Mitgliederversammlung vor Ort und haben sich nicht gemeldet, als entschieden wurde, dass Präsidiumsmitglieder bezahlt werden dürfen. Warum nicht?
Seinerzeit hat mich am meisten aufgeregt, dass dem verstorbenen Schatzmeister Fred Moske die Entlastung verweigert wurde, während alle anderen verantwortlichen Präsidiumsmitglieder entlastet wurden. Da habe ich mich überrollen lassen und mich hinterher auch über mich selbst geärgert. Außerdem habe ich ja nichts gegen eine Bezahlung, es muss nur transparent und verhältnismäßig sein.

Moske sind Unregelmäßigkeiten bis hin zur Veruntreuung von Geldern vorgeworfen worden. Es gab zudem im März 2013 ein Finanzloch von immerhin sechs Millionen Euro, das eilig gestopft werden musste.
Ja, und ob das alleine der Schatzmeister zu verantworten hat, muss erst umfassend geprüft werden. Insoweit habe ich nicht verstanden, dass allen anderen im Präsidium von den Mitgliedern quasi ein Persilschein ausgestellt wurde. Zumal die Eintracht in der Not ja sogar Aktien an die BHF-Bank verkaufen musste, um sich finanziell zu konsolidieren.

Lesen Sie bitte weiter auf der nächsten Seite.

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