Natürlich wird Michael Skibbe heute wieder seinen dunklen Anzug tragen. Trotz Schnee, trotz Eiseskälte. "Ich ziehe eine dicke Jacke drüber, dann geht es schon", sagt der Eintracht-Trainer lächelnd. Auf den feinen Zwirn will er nicht mehr verzichten, seit seine Mannschaft in den vergangenen vier Spielen ohne Niederlage blieb und acht Punkte holte.
"So ein bisschen Aberglaube ist seitdem schon dabei", bekundet der Coach. Und er ist auch quasi verpflichtet, den Zweiteiler überzustreifen. "Ansonsten hätte ich bei meinen Trainerkollegen und den Spielern schlechte Karten." An den Klamotten wird es also nicht liegen, sollte die kleine Frankfurter Serie reißen. Dann schon eher an Werder Bremen.
Der Frankfurter Trainer will sich aber gar nicht großartig am Gegner aus dem Norden orientieren. Wie Werder nun letztlich auflaufe, das sei ihm doch relativ egal. "Das interessiert mich nicht wirklich", sagt er. "Überraschen werden sie uns eher nicht." Er ist vielmehr daran interessiert, dass seine Mannschaft ihr Spiel durchzieht und nicht in Ehrfurcht erstarrt. Skibbes Losung für den Spieltag besteht aus einem Wort: "Vollgas".
"Wenn wir Schiss haben, haben wir sowieso keine Chance"
Eindringlich hat er sein Team ermahnt, aggressiv und offensiv zu Werke zu gehen. "Ich will nicht wieder sehen, dass wir uns wie Dilettanten anstellen", sagt er und meint die Spiele gegen Stuttgart (0:3), Bayern (0:4) und Leverkusen (0:4). "Die Jungs sollen nicht zurückgehen", betont Skibbe. "Nach vorne soll es gehen, mutig sollen sie sein." Denn: "Wenn wir Schiss haben, haben wir sowieso keine Chance."
Der Trainer hat sich bereits festgelegt, dass Maik Franz weiterhin rechts hinten und Marco Russ zentral verteidigen wird. Für Sebastian Jung, den 19 Jahre alten hoffnungsvollen Rechtsverteidiger, bleibt somit nur die Bank. Im Zweikampf um die Position im linken Mittelfeld zwischen Benjamin Köhler und Caio scheint der Brasilianer die Nase vorn zu haben. In den letzten Trainingsspielen stand Caio in der vermeintlichen Stammelf. Keine Rolle spielen Mehdi Mahdavikia, Nikola Petkovic und Faton Toski. Sie wurden nicht einmal in den Kader berufen.
Als zweiter Torwart hinter Stammkraft Oka Nikolov wird Ralf Fährmann auf der Bank sitzen. Der 21-Jährige hat gegenüber seinem neun Jahre älteren Konkurrenten Markus Pröll die Nase vorn. "Es war eine hauchdünne Kiste", bekundet Skibbe. Er teilte seine Entscheidung beiden Schlussleuten persönlich mit. Fährmann kommt seine sportliche Perspektive bei der Eintracht zugute. Prölls Vertrag läuft aus, er muss die Eintracht dann verlassen. "Ich habe Prölli aber gesagt: Wenn du im Training weiterhin so Gas gibst, wirst du bei mir eine faire Chance bekommen. Dazu waren seine Leistungen einfach zu gut", sagt Skibbe. Pröll zeigte in der Vorbereitung mitunter die besten Leistungen aller vier Keeper. Genutzt hat es ihm nichts.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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