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Eintracht Frankfurt
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13. Februar 2016

Niederlage gegen Köln: In der Abwärtsspirale

 Von  und 
Absolut bedient: Eintrachts David Abraham.  Foto: dpa

Gut begonnen und dann eingebrochen: Eintracht Frankfurt führt beim 1. FC Köln und verliert am Ende trotzdem. Die Hessen trennt damit nur noch ein Punkt vom Relegationsplatz.

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Hinterher, als mal wieder in Köln verloren wurde, hat man den Frankfurter Sportdirektor Bruno Hübner reichlich angefasst gesehen. Normalerweise sprüht der Mann nur so vor Zuversicht, dieses Mal freilich war von Optimismus wenig zu sehen. „Wir sind in einer Abwärtsspirale“, presste der Mann dann in einer ersten Reaktion nach dem 1:3 (1:1) hervor. Um dann los zu sprudeln: „Die Situation ist ziemlich schwierig. Die punkten da unten alle. Es bleiben nur noch vier, fünf Mannschaften für drei Plätze. Der Anschluss ist schon ein bisschen weiter weg.“  Das hatte gesessen.

Ein paar Minuten später stieß Klubchef Heribert Bruchhagen ins selbe Horn. „Die Lage ist prekär. Aber das sage ich schon seit Wochen. Wir müssen uns gegen diese Abwärtsspirale wehren.“

Die Frage ist nur: Wie? Denn es ist ja so, dass Eintracht Frankfurt genauso spielt wie Mannschaften, die absteigen können. Das sah über weite Strecken der ersten Halbzeit ganz ordentlich aus. Doch am Ende standen die Hessen wieder mit leeren Händen da. Es stimmte ja, was Trainer Armin Veh sagte, dass man im ersten Abschnitt „gut im Spiel“ war, hohen Aufwand betrieben habe, dass man die Kölner unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen habe. Und man konnte den Frankfurtern ja auch nicht den Willen absprechen, sie machten und taten. Und sie gingen sogar in Führung: Einen Schuss von Szabolcs Huszti lenkte natürlich Alexander Meier (24.) zum 1:0 in Netz. Das entsprach durchaus dem Spielverlauf.

Doch viel zu schnell und vor allem viel zu leicht kassierten die Frankfurter den Ausgleich. „Ein Tor aus dem Nichts“ (Hübner), denn der an sich gute Marco Fabian bekam einen abgewehrten Ball nicht unter Kontrolle und Yannik Gerhardt (29.) war so frei, Torhüter Lukas Hradecky zu überwinden. „Du kannst hier was mitnehmen, wenn du mit einem 1:0 in die Pause gehst“, sagte hinterher Armin Veh.

Doch nach dem Wiederanpfiff war es vorbei mit der Frankfurter Herrlichkeit. Dass das 1:2 (57., Dominique Heintz) nach einem umstrittenen Freistoß fiel, war sicherlich eine Vorentscheidung. Doch viel gravierender war, dass die Eintracht danach viel zu offensiv agierte, viel zu früh öffnete und die Defensive vernachlässigte . Dazu kam: Makoto Hasebe, der dieses Mal im defensiven Mittelfeld spielte, musste gelb-rot gefährdet ausgewechselt werden. Veh brachte Stürmer Haris Seferovic und nahm Huszti und Marc Stendera, der insgesamt ein schwaches Spiel  machte, zurück. „Wenn es unentschieden steht, wechsele ich natürlich defensiver“, sagte Veh.

Was er aber nicht wollte war: Dass sein Team  den Ausgleich sofort und mit allen Mitteln erzwingen wollte. „Wir haben viel zu offen gespielt und die Kölner zu Kontern eingeladen. Wir haben mit Leidenschaft gespielt, aber das war nicht klug.“ Ihm sei Leidenschaft zwar allemal lieber als ein verängstigtes Team, sagte Veh, aber besser wäre es gewesen, die Emotionen etwas runterzufahren. Veh. „Wir wollten zu viel, aber zu wenig mit dem Kopf. So kann man in der Bundesliga nicht spielen. Bis zum 1:2 war das heute okay, aber dann haben wir dumm  gespielt.“ Erst traf der Ex-Frankfurter Matthias Lehmann aus kurzer Distanz die Latte, dann legte der überragende Gerhardt nach einem Konter haargenau auf Anthony Modeste (73.), der keine Mühe hatte, das 3:1 zu erzielen. Die Partie war durch.

Meier: "Die Situation wird gefährlicher"

Mal wieder schaffte es die Eintracht nicht, eine halbwegs ordentlich Leistung über die gesamte Spielzeit zu verteilen. Der erste Abschnitt war in Ordnung, in der zweiten Hälfte „wurde es schlimmer und schlimmer“ (Lukas Hradecky). In der zweiten Halbzeit hatte die Eintracht auch kaum noch eine nennenswerte Tormöglichkeiten. Sie kamen einfach nicht mehr gefährlich vor das Tor, auch die wenigen Standards von Huszti waren ein einziges Ärgernis. Dazu kam: Die Eintracht spielte viel zu häufig quer, zurück, sie ging kaum in eins-zu-eins-Situationen, keiner versuchte, einen offensiven Zweikampf zu gewinnen, immer ging Ballsicherheit vor. Keiner traute sich was. So konnte man die Kölner Abwehr natürlich nicht knacken.

Wie will Eintracht Frankfurt nun den Abwärtstrend stoppen? „Die Situation wird gefährlicher“, sagte auch Kapitän Alex Meier, der bereits sein zwölftes Saisontor erzielte. „Die Spiele werden weniger, wir holen weniger Punkte.“ Von den nächsten vier Punktspielen trägt die Eintracht drei vor eigenem Publikum aus, gegen Hamburg am Freitag, bei der Bastian Oczipka wegen seiner fünften Gelben Karte fehlen wird, gegen Schalke und Ingolstadt (bei einem Auswärtsspiel in Berlin). In diesen Spielen müssen Punkte her. „Wir müssen bessere Ergebnisse erzielen und dazu geben uns die nächsten beiden Heimspiele die Gelegenheit dazu“, sagt Heribert Bruchhagen. Die Eintracht muss in der Tat langsam anfange zu punkten, um nicht ganz  nach unten durchgereicht zu werden. „Das einzig Gute ist“, sagte Hradecky, „dass wir nicht auf dem Relegationsplatz stehen.“ Noch nicht. Werder Bremen ist nur noch einen Punkt hinten dran. Und auf Bremen trifft die Eintracht am letzten Spieltag.

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