Irgendwann war die schwarze Kappe völlig durchweicht. Andreas Menger, der arbeitseifrige Torwarttrainer der Frankfurter Eintracht, hatte sich die Kopfbedeckung angesichts des morgendlichen Dauerregens übergestülpt, wirklich nützliche Dienste leistete sie nicht. Tropfnass schlurfte der 37-Jährige nach der Übungseinheit Richtung Tiefgarage. Besser hatten es jene von Menger befehligten Torleute, die nach Herzenslust fliegen, fangen und fausten und sich das Schlechtwetter aus den Kleider schütteln durften.
Während die Feldspieler eine Laufeinheit im Stadtwald erledigten, gaben die Ballfänger Oka Nikolov, Ralf Fährmann, Andreas Rössl und Yannic Horn vor der Arena bei den Übungen mit Hürden und Holzhocker ihr Bestes. Menger gestikulierte und korrigierte dabei viel −meist zustimmendes Kopfnicken heimste allein Nikolov ein. Und weil er schlicht den besten Eindruck hinterlässt, hat der „ewige Oka“ mal wieder die Nase vorn.
Trainer Michael Skibbe unterfütterte diese Einschätzung mit der Nachricht, dass der 36-jährige Routinier am Sonntag im Testspiel-Highlight gegen den FC Chelsea (16.30 Uhr) beginnen dürfe, Fährmann die zweite Halbzeit bestreite. „Ralf ist mehr zum Herausforderer geworden als im vergangenen Jahr. Er hat auch an Sicherheit und Souveränität gewonnen und nimmt eine gute Entwicklung, aber er ist kein Neuer oder Adler.“ Den 21-Jährigen Ex-Schalker, der 2009 mit viel Vorschusslorbeer an den Main kam, mag dies Urteil nicht gefallen − eine Art Neuer-Qualität wurden ihm nach nur drei Einsätzen im königsblauen Dress ja vorschnell angedichtet.
Fährmann ging nach dem Training dennoch gut gelaunt zur Kinder-Pressekonferenz im Eintracht-Museum (siehe Lokales), während Nikolov eingedenk des kapitalen Caio-Kunstschusses beim 2:1 am Dienstagabend gegen Racing Santander noch etwas Grundsätzliches loswerden wollte: eine kleine Beschwerde über den neuen Einheitsball der Liga. Das Modell heißt „Torfabrik“, doch dahinter verbirgt sich bekanntlich der viel diskutierte WM-Ball. „Mit dem Ding kann alles passieren. Sobald dieser Ball hoch fliegt, wird es schwierig“, sagt Nikolov, während Skibbe aus den ersten Praxisübungen festgestellt hat: „Dieser Ball hat seine ganz eigenen Ideen.“
Tzavellas soll vorspielen
Konkrete Vorstellungen hat der Eintracht-Trainer entwickelt, was die Aufstellung fürs Chelsea-Spiel angeht. „Acht, neun Mann aus dieser Anfangself dürften auch gegen Hannover zum Zuge kommen.“ Ausdrücklich vertrauen möchte Skibbe seinem griechischen Linksverteidiger Georgios Tzavellas. „Er hat sein körperliches Tief überwunden.“ Fraglich ist noch, ob Ümit Korkmaz (Fußprellung), Ioannis Amanatidis (Adduktorenprobleme) und Martin Fenin (Rückenprobleme) den Härtetest der Vorbereitung schlechthin absolvieren können.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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