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Preuß trainiert wieder: Ein Besonderer unter Vielen

Christoph Preuß nimmt nach fast zwei Jahren das Training bei der Eintracht auf. Für einen Einsatz im Pokal gegen die Bayern wird es knapp. Schade. Man erinnere sich nur an den Fallrückzieher. Von Jan Christian Müller

Christoph Preuß auf dem Eintracht-Trainingsplatz.
Christoph Preuß auf dem Eintracht-Trainingsplatz.
Foto: Krieger/blog-g.de

Am Montag hat Christoph Preuß seine Fußballschuhe angezogen, dazu eine rote Trainingsjacke und eine kurze schwarze Hose und ist mit einem Ball unterm Arm gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen zum Trainingsplatz hinaus gegangen. Dort hat er beim abschließenden Trainingsspiel als Einziger ein blaues Leibchen überziehen dürfen und gehörte damit immer zu jenem Team, das sich gerade in Ballbesitz befand. Er war also schon von weitem erkennbar nicht einfach einer unter Vielen, sondern ein Besonderer unter Vielen.

Das passte: Denn nach fast zwei Jahren und zwei schweren Knieoperationen hat der Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert.

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Hinterher, die Sonne war bereits untergegangen, trabte er glücklich mit glühenden Wangen vom Feld. "Nach so einer langen Zeit ist man froh, wenn die Beine überhaupt Fußballschuhe auf den Platz schleppen dürfen", sagte der 28-Jährige breit lächelnd, "bis Mittwoch gegen die Bayern könnte es aber knapp werden." Das war natürlich nur ein Scherz.

Das Pokalspiel um 20.30 Uhr kommt für den 124-fachen Bundesligaspieler natürlich noch zu früh. Viel zu früh. "Aber ich werde alles tun, damit ich meine Füße da drin noch mal bewegen darf", sagte Preuß und deutete auf die im Halbdunkel vor ihm liegende Arena. "Wenn das klappen sollte, wäre es das Comeback schlechthin für mich." Das dritte bei der Eintracht nach zwei wenig erbaulichen Ausflügen nach Leverkusen (2002/03) und Bochum (2005/06).

Seitdem ist Preuß vom Pech verfolgt worden. Noch im Frühjahr 2007 hatte er mit einem Fallrückzieher das Tor des Monats zum 1:0-Sieg gegen die Bayern erzielt, es war der bisherige Höhepunkt seiner wechselvollen Karriere, bald darauf begann das Unglück: 15 Zentimeter lange, tiefe Risswunde am Oberschenkel, die freilich schlimmer aussah als sie war, Nasenbeinbruch, Knorpelschaden, Operation am rechten Knie, Reha-Training, Ergussbildung am Gelenk, neuerliche OP, Reha-Training, und jetzt immerhin die Rückkehr ins Teamtraining. "Ich freue mich sehr, dass Christoph wieder dabei ist", sagte Trainer Michael Skibbe.

Nicht von Beginn an allzu stürmisch

Der Chefcoach kennt den von der Eintracht mit einem Vertrag bis Saisonende ausgestatteten Profi bereits seit vielen Jahren. Skibbe war Bundestrainer der U-20-Junioren bei der WM in Argentinien, zu deren Kader auch Preuß gehörte. "Ich schätze ihn als Spieler und als Typen", sagte Skibbe nicht einfach so daher.

Preuß wird, wie auch Torwart Markus Pröll (Schulter-OP), mit dessen Rückkehr ins leichte Training in zwei Wochen gerechnet werden kann, voraussichtlich erst nach der Winterpause wieder auf Einsätze in Pflichtspielen hoffen können.

Gegen die Bayern, das stellte Skibbe klar, wird Oka Nikolov das Tor hüten: "Auch wenn er zuletzt zwei-, dreimal schlecht ausgesehen hat, so hat er doch insgesamt zu stark gehalten und eine zu gute Ausstrahlung auf die Abwehr, als dass ich über einen Wechsel überhaupt nachdenken würde." Zudem sei Ralf Fährmann nach seiner dreimonatigen Pause wegen eines Handbruchs noch nicht wieder so weit: "Ich würde ihm mit einem Einsatz gegen die Bayern keinen Gefallen tun."

Ansonsten rät Skibbe seinem Team, nicht von Beginn an allzu stürmisch zu agieren: "Hurra, hier kommen wir, wäre gegen diesen individuell so stark besetzten Gegner der falsche Weg." Ohnehin, glaubt er, habe die Eintracht nur dann eine realistische Siegchance, "wenn wir ein richtig gutes Spiel machen und der Gegner nicht so einen Top-Tag erwischt". So, wie am ersten Spieltag in Bremen, als die Eintracht den Gastgebern die bis heute einzige Saisonniederlage beibrachte.

Autor:  Jan Christian Müller
Datum:  26 | 10 | 2009
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Mannschaft Tore Punkte
1 Greuther Fürth 73:27 70
2 Eintracht Frankfurt 76:33 68
3 Fortuna Düsseldorf 64:35 62
4 FC St. Pauli 59:34 62
5 SC Paderborn 51:42 61
6 1860 München 62:46 57
7 Union Berlin 55:58 48
8 Braunschweig 37:35 45
9 Dynamo Dresden 50:52 45
10 MSV Duisburg 42:47 39
11 VfL Bochum 41:55 37
12 FC Ingolstadt 43:58 37
13 FSV Frankfurt 43:59 35
14 Energie Cottbus 30:49 35
15 Erzgebirge Aue 31:55 35
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17 Alemannia Aachen 30:47 31
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