Herr Fährmann, Sie haben sieben Jahre für den FC Schalke 04 gespielt, Sie haben, wenn man so will, Schalke gelebt. Am Samstag geht es erstmals gegen Ihren alten Klub. Mit Herzklopfen?
Ja, klar. Das ist etwas ganz Besonderes. Ich bin auf Schalke groß und erwachsen geworden. Da hängen natürlich noch sehr, sehr viele Erinnerungen und Emotionen dran. Schalke ist für mich ein Teil Heimat geworden. Und natürlich telefoniere ich auch noch mit einigen Spielern, mit Benedikt Höwedes etwa oder auch mit Mathias Schober. Auch zu meiner Internatsmutter halte ich Kontakt.
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Ralf Fährmann war gerade einmal 13 Jahre alt, als das Angebot von Schalke 04 auf den Tisch der Familie in Chemnitz flatterte. Der Schlussmann sagte zu und zog kurze Zeit später ins Schalker Internat. Die Gelsenkirchener hatten eine Ablöse in Höhe von 15000 Euro gezahlt.
Vor dieser Saison kam der heute 21-Jährige nach Frankfurt. Bisher hat er sich - auch durch Verletzungen und Krankheiten gehandicapt - nicht durchsetzen können. Fährmann, der als eines der hoffnungsvollsten Talente gilt, hat den Kampf aber nicht aufgegeben. Er will Oka Nikolov beerben. So schnell es geht.
Sie sind ja sehr früh, mit 14 Jahren, von Chemnitz nach Gelsenkirchen gewechselt und dort ins vereinseigene Internat gegangen. Wie war das denn, die Familie so früh zu verlassen?
Das war nicht leicht, ich hatte weiche Knie, das ist doch klar. Aber es war für meine persönliche Entwicklung sehr gut, ich habe früh gelernt, mein Leben zu gestalten, auf eigenen Beinen zu stehen. Ich habe auch keine Sekunde überlegt, als das Angebot kam. Schalke 04, Bundesliga - das kannte man doch nur aus dem Fernsehen. Ich hatte immer diesen Traum, Bundesligatorwart zu werden.
Wie ist denn das Leben in so einem Sportinternat? Nur Party ?
Nein, natürlich geht man mal weg mit seinen Mitbewohnern, die auch zu Freunden werden irgendwann. Aber man hat, wie gesagt, auch viel zu tun. Es ging sehr familiär zu, morgens und abends kam die Internatsmutter und hat Essen gemacht. Ich habe etwa mit Kai Hesse (heute in Offenbach; Anm. d. Red.) oder auch Stiven Rivic (heute in Cottbus; Anm. d. Red.) zusammengewohnt. Die letzten beiden Jahre habe ich in meiner eigenen Wohnung gelebt. Da habe ich neben dem Fußball noch mein Fach-Abi gemacht.
Sie stehen mit 21 erst am Anfang Ihrer Laufbahn. Sind Sie enttäuscht, wie es bisher bei der Eintracht für Sie läuft?
Ich fühle mich hier super wohl, ich bin gut aufgenommen worden, die Mannschaft spielt phänomenal. Aber für mich selbst hätte es blöder nicht laufen können. Erst der Mittelhandbruch kurz vor Saisonstart, dann gegen Ende der Hinserie die Lungenentzündung.
Sie sind nicht an Oka Nikolov vorbeigekommen. Jetzt hat Nikolov noch mal um zwei Jahre verlängert. Sehen Sie sich da blockiert?
Ich bin froh, dass Oka geblieben ist. Ich verstehe mich gut mit ihm. Und selbst wenn er gegangen wäre, hätte der Verein ja ohnehin noch einen Torwart geholt. Und im Endeffekt ist es doch so: Jeder ist für seine Karriere selbst verantwortlich. Ich nehme den Kampf an, in jedem Training, in jeder Einheit. Und ich hoffe, dass das belohnt wird.
Sie gelten als Riesentalent. Aber wie gut sind Sie denn eigentlich wirklich?
Das sollen dann andere beurteilen. Ich kann nur sagen, dass ich gerne den Status des Talents ablegen würde. Denn Talent heißt ja immer: Da bringt einer Anlagen mit, aber fertig ist er noch nicht. Ich weiß jedenfalls um die Vorschusslorbeeren, sie machen mich schon stolz.
(Interview: Ingo Durstewitz)
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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