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Eintracht Frankfurt
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20. September 2014

Schalke 04 - Eintracht Frankfurt: Falsche Pfiffe auf Schalke

 Von  und 
Ungläubig: Aleksandar Ignjovski jubelt über den Treffer zum 2:0 für Eintracht Frankfurt.  Foto: dpa

Eintracht Frankfurt verspielt auf Schalke beim 2:2 eine 2:0-Führung und hadert erneut mit einer strittigen Schiedsrichter-Entscheidung. „Ich weiß nicht mehr, wann Hand ist im Strafraum und wann nicht“, zürnte Eintracht-Trainer Thomas Schaaf.

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Gelsenkirchen –  

Da lag er nun auf dem Boden, der gute Slobodan Medojevic, wie ein Käfer auf dem Rücken, und konnte nicht anders. Da flog, von Julian Draxler geschossen, ein Ball auf ihn zu, der Ball touchierte scheinbar leicht seine auf dem Boden liegende Hand. Schiedsrichter Markus Schmidt (Stuttgart) pfiff, „und ich dachte, er gibt Eckball“, sagte Medojevic hinterher, doch er sollte sich täuschen. Schmidt zeigte zur Überraschung aller auf den Elfmeterpunkt und  dem Serben auch noch die Gelbe Karte  – die Folgen haben sollte, später, in der 85. Minute sah er erneut Gelb und musste vom Platz. Gegen Mainz  05 wird der defensive Mittelfeldspieler fehlen. „Ein Witz, das ist lächerlich“, schimpfte Medojevic über den Strafstoßpfiff.

Den Elfmeter lupfte Eric-Maxim Choupo Moting (40.) frech, aber gut ins Tor. Statt mit 2:0 durch die Tore von Alex Meier (15.) und Marco Russ (24.) gingen die Hessen nur mit einem 2:1-Vorsprung in die Pause.

Djakpa verletzt

Für Klubchef Heribert Bruchhagen war das „die spielentscheidenden Szene“, Schaaf sprach hinterher von einer „massiven Beeinträchtigung“;  das Spiel habe dadurch eine andere Wendung bekommen, die Schalker fast schon am Boden witterten plötzlich Morgenluft.

Bruchhagen war zur Halbzeit schon restlos bedient: „Eine Farce, ich bin sprachlos. Schiedsrichter sind dazu da zu entscheiden, nicht um Spiele zu entscheiden.“ Selbst nach den 90 Minuten war der Vorstandsvorsitzende noch aufgebracht. „Ich bin fassungslos. Mit  einem 2:0 im Rücken haben wir beste Chancen, das  Spiel zu gewinnen. Alles hat für uns gesprochen.“

Was die Frankfurter so auf die Palme gebracht hat, waren die zweierlei Maß, die der insgesamt unsicher pfeifende Schiedsrichter Schmidt anlegte. Zuvor hatte ein Schalker eine Flanke von Constant Djakpa, der nach einer Stunde mit einem verdrehten  Knie vom Feld getragen wurde und bei dem am Abend ein Kreuzbandriss diagnostiziert wurde, klar mit der Hand zur Ecke gerettet. Da blieb die Pfeife stumm.

Redebedarf: Carlos Zambrano diskutiert mit Schiedsrichter Markus Schmidt.  Foto: REUTERS

„Innerhalb einer Woche zwei solche Schiedsrichter-Entscheidungen hinnehmen zu müssen, ist schon bitter“, sagte Schaaf, „uns wurde die Chance genommen, hier ein  besseres Ergebnis zu erzielen.“ Am vergangenen Sonntag wurde den Hessen im Spielgegen den FC Augsburg ein klarer Elfmeter verweigert, dieses Mal ein höchst umstrittener gegen sie verhängt.  Keiner wisse mehr, wann ein Handspiel gepfiffen werden müsse, sagte Schaaf, „absichtliches Handspiel, natürliche Handbewegung, da blickt doch kaum einer mehr durch“.

Torwart Kevin Trapp war ebenfalls angefressen. Erst kürzlich bei der obligatorischen Schiedsrichter-Belehrung sei ein ähnlicher Fall durchgesprochen worden, da hieß es , keinen Strafstoß. „Und jetzt wird komplett anders gepfiffen. Dann können wir den Scheiß auch gleich lassen.“  Schaaf rechnete sogar vor, dass durch diese beiden Fehlentscheidungen „uns im schlechtesten Fall fünf Punkte fehlen. Und mir muss jetzt keiner kommen und sagen, dass gleicht sich am Ende alles aus.“

Beste Eintracht-Spiel der Saison

Nicht nur wegen diesen „unglücklichen“ Entscheidungen, trauerten die Frankfurter ein wenig der vergebenen Chance nach, trotz einer 2:0-Führung nicht als Sieger vom Platz zu gehen. Zumal die Eintracht eine Viertelstunde mit zwei Mann mehr auf dem Platz stand, Kevin-Prince Boateng (61.) sah Gelb-Rot, Julian Draxler nach  einer Tätlichkeit an Carlos Zambrano gar die Rote Karte. Doch daraus konnte die Eintracht kein Kapital schlagen,  Alex Meier (80.) hatte mit einem Freistoß, der haarscharf am Tor vorbeistrich, das 3:2 auf dem Fuß, auch Aleksandar Ignjovski scheiterte mit einem Flachschuss knapp. „Da wäre heute mehr drin gewesen“, sagte Schaaf, auch Sportdirektor Bruno Hübner empfand es bei der Analyse als „ärgerlich, zwei Punkte liegen gelassen zu haben.“

Der Anfang vom Ende für Julian Draxler: Nach einer Tätlichkeit gegen Carlos Zambrano sieht der Schalker die Rote Karte.  Foto: AFP

Insgesamt war es das beste Spiel der Eintracht in dieser Saison. Schaaf hatte umgestellt, hatte sich „nach einer schlaflosen Nacht“ zu einer großen Rochade entschieden: Er stellte Takashi Inui auf den rechten Flügel, Mittelstürmer Haris Seferovic auf Linksaußen und Meier als Mittelstürmer . Dazu beruhigte Medojevic im defensiven Mittelfeld sichtbar das Spiel. Und die Eintracht spielte wieder Fußball, dieses Mal waren deutlich mehr Kombinationen zu sehen.

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Ein Konzept, das ums Haar aufgegangen wäre, wenn nicht die vierte personelle Umstellung einen Blackout gehabt hätte: Timothy Chandler, erstmals in dieser Saison von Anfang an als rechter Verteidiger im Team, blieb bei einer Choupo-Moting-Flanke wie festgewachsen stehen und ließ Draxler ungehindert zum 2: 2 (50.) einköpfen.

Heribert Bruchhagen, der am Sonntag im sport1-Doppelpass zu Gast ist, war damit restlos bedient. So sehr, dass  er beim Verlassen der Schalke- Arena seinen Mantel und seinen Rollkoffer in der Kabine stehen ließ.

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