Natürlich wird es auch am Samstag in Hannover wieder auf Pirmin Schwegler ankommen. Es kommt immer auf Pirmin Schwegler an. Er ist der Taktgeber bei Eintracht Frankfurt, fast unersetzlich, eminent wichtig für das Aufbauspiel der Hessen. Der Schweizer Nationalspieler, erst im Sommer von Bayer Leverkusen gekommen, ist binnen kurzem zu einer Führungspersönlichkeit in Frankfurt gereift. Damit hat er selbst nicht gerechnet, es hat sich aber sehr schnell ergeben.
Weil der seit Dienstag 23-Jährige Leistung sprechen ließ: Er hat als defensiver Mittelfeldspieler nicht nur zwei Tore erzielt und zwei Vorlagen gegeben - da gibt es sicher einige, die eine bessere Statistik aufweisen. Er hat aber in dieser Saison schon Hunderte von Kilometern abgespult, immer bestrebt, die Löcher im Mittelfeld zu schließen. Und er gehört in der Regel zu jenen Spielern mit den meisten Ballkontakten.
Insofern ist das, was in den vergangenen beiden Spielen gegen den VfB Stuttgart und Schalke 04 passiert ist, ungewöhnlich für ihn: In beiden Partien war er mitschuldig an zwei Gegentoren. "Konzentrationsfehler" seien das lediglich, sagte Trainer Michael Skibbe. Skibbe musste aber auch feststellen: "Wenn ein Leader schwächelt, wird die ganze Mannschaft mit runtergezogen." So viele Leader hat die Eintracht nicht, Christoph Spycher noch, vielleicht Chris.
Ein Leader ist Schwegler allemal, und wenn er abbaut, hat das Konsequenzen für die gesamte Elf. "In Stuttgart hat er in den ersten 30 Minuten überragend gespielt", sagte Skibbe, nach seinem Fehler kurz vor der Pause baute er rapide ab. Gegen Schalke agierte er so unauffällig wie selten. Ist es ein Zufall, dass beide Spiele verloren gingen?
Das Frankfurter Spiel ist also abhängig von der Form Schweglers. In Hannover, wo Skibbe ein "offenes Spiel" erwartet, wird der Schweizer erneut gefordert sein. "Dass die Hannoveraner zuletzt gewonnen haben, macht die Aufgabe nicht leichter", warnte Skibbe und erinnerte darin, wie ausgelassen die Niedersachsen ihren ersten Sieg feierten.
"Was da für ein Ballast abgefallen ist. Das war der Wendepunkt für Hannover 96." Skibbe sagte aber auch klar: "Wenn wir so spielen wie in den ersten 45 Minuten gegen Schalke, sind wir nicht konkurrenzfähig." Er erwarte jetzt von der Mannschaft eine Reaktion, so wie in der zweiten Halbzeit. "Da haben wir noch die Kurve gekriegt."
Sicher ist, dass Maik Franz wieder spielen und in die Abwehrkette zurückkehren wird. Vieles, wenn nicht alles spricht dafür, dass er hinten rechts verteidigt. Sebastian Jung müsste dann ins zweite Glied rücken. Und diese These sei gewagt: Hätte Franz in den beiden vergangenen Spielen mitgewirkt, Stuttgarter und Schalker hätten ihre Luftduelle nicht so einfach gewonnen. "Maik tut uns mit seiner Präsenz auf dem Feld einfach gut", sagte Skibbe.
Auch Patrick Ochs und Christoph Spycher, die in dieser Woche vorsichtshalber kürzertraten, haben sich gesund gemeldet. Und dann gibt es noch Caio, den Trainer Skibbe ausdrücklich lobte: "Er ist ein guter Impulsgeber." Er sei immer noch ein junger Spieler, der noch lernen müsse. "Das Potenzial, besser zu werden, hat er. Und er ist weit davon entfernt, eine schlechte Saison zu spielen." Caio ist 23, so alt wie Schwegler. Ein Leader ist er nicht. Und gegen Hannover wird der Brasilianer auf der Ersatzbank anfangen.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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